9 Tipps

Windows 10: Alles rund um Updates

Mit Windows 10 wird Windows Update weniger flexibel, Probleme können schwerwiegendere Folgen mit sich ziehen. Wir haben neun Tipps für Lösungen.

  1. Windows 10: Alles rund um Updates
  2. Windows 10: Probleme mit Updates
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Windows Update kann für Probleme sorgen, muss es aber nicht. Unsere Tipps für Windows-10-Nutzer helfen bei Schwierigkeiten.

"Never touch a running system" - diese alte Administratorenweisheit kann der Windows-10-Anwender kaum noch befolgen, da er Windows Updates nicht mehr verhindern kann - auch fehlerhafte. Was tun?

Windows-Updates beheben Probleme, Bugs, erhöhen die Sicherheit und fügen dem Betriebssystem neue Funktionen hinzu. Aber Updates waren auch schon immer fehlerträchtig. Gewohnte Funktionen fehlen, Progamme starten nicht mehr, oder Geräte streiken, weil Windows einen neuen Treiber über den funktionierenden gebügelt hat. Konnte der Anweder bisher Updates mit Verzögerung einspielen, wenn keine Probleme damit bekannt wurden, oder gar verhindern, so sieht er sich bei Windows 10 mit Microsofts neuer Politik des Zwangsupdates konfrontiert. Aber in vielen Fällen gibt es für Kenner Abhilfe.

TIPP 1: Verwirrung um Windows 10 Version 1511

Das unter dem Codenamen Threshold 2 angekündigte sogenannte November-Update für Windows 10 brachte nicht nur ein neues Schema für Versionsnummern, sondern auch einiges an Verwirrung. Windows 10 heißt jetzt Version 1511 für November 2015. Kurz nach Erscheinen dieses ersten großen Updates für Windows 10 wurde es gleich wieder zurückgezogen, nachdem Probleme mit der Übernahme veränderter Datenschutzeinstellungen bekannt wurden. Auch war in der ersten Version das Media Creation Tool zum Erstellen von ISO-Dateien zur Neuinstallation von Windows 10 verschwunden.

Wenige Tage später veröffentlichte Microsoft eine neue Version des November-Updates, in der das Media Creation Tool wieder verfügbar war. Neben ein paar kosmetischen Verbesserungen bringt die Version 1511 die Möglichkeit zur Neuinstallation von Windows 10 auf einer leeren Festplatte und Aktivierung mit einem vorhandenen Produktschlüssel aus Windows 7 oder Windows 8.1, ohne den mühsamen Umweg über eine Upgradeinstallation gehen zu müssen. Egal, ob alte oder neue Version des November-Updates, Neuinstallation über ISO-Datei oder einfaches Windows Update - das kumulative Update KB3120677 bringt alle Windows-10-Nutzer auf einen einheitlichen Versionsstand. Die aktuelle Version nennt sich Windows 10 Version 1511 Build 10586.14.

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TIPP 2: Windows Update findet keine Updates

Immer wieder kommt es vor, dass Windows 10 keine Updates herunterladen kann oder heruntergeladene Updates nicht installiert werden können. Microsoft empfiehlt in solchen Fällen, 15 Minuten zu warten, Windows Update neu zu starten und wieder auf Nach Updates suchen zu klicken. In einigen Fällen hilft diese Lösung tatsächlich - aber oft auch nicht. Windows 10 bietet für solche Fälle zusätzlich eine automatische Problemlösung an. Klicken Sie dazu auf der Startseite der Systemsteuerung unter System und Sicherheit auf Probleme erkennen und beheben und auf dem nächsten Bildschirm unter System und Sicherheit auf Probleme mit Windows Update beheben. Sollte sich dieses Tool aus der Systemsteuerung heraus nicht starten lassen, laden Sie es bei Microsoft herunter und starten Sie die Datei. Klicken Sie im Dialogfeld Computerprobleme behandeln und Computerproblemen vorbeugen auf Erweitert, schalten Sie Reparaturen automatisch anwenden ein, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen. Das Problemlösungs-Tool läuft weitgehend automatisch.

TIPP 3: Windows Update bei Problemen manuell reparieren

Leider werden bei Verwendung der automatischen Problemlösung nicht immer alle Probleme gefunden. In manchen Fällen hilft der manuelle Weg über die Kommandozeile.

Windows Update - Computerprobleme vorbeugen

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Windows Update bei Problemen manuell reparieren.
  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Logo, und starten Sie im Systemmenü die Eingabeaufforderung (Administrator).
  2. Geben Sie nacheinander folgende Befehle ein, um die Update-Dienste zu beenden: net stop wuauserv, net stop cryptsvc, net stop bits, net stop msiserver
  3. Benennen Sie jetzt zwei Ordner um, die Windows Update danach automatisch wieder neu anlegt: ren C:\Windows\SoftwareDistribution SoftwareDistribution.old, ren C:\Windows\System32\catroot2 Cat root2.old
  4. Starten Sie danach die Windows-Update-Dienste neu: net start wuauserv, net start cryptsvc, net start bits, net start msiserver
  5. Die umbenannten Ordner werden automatisch neu angelegt und die Updates heruntergeladen. Wenn alles funktioniert, können Sie die beiden *.old-Ordner löschen.

TIPP 4: Unerwünschte Windows- Updates zurücknehmen

Nicht immer bringen die Updates nur Gutes, es kommt auch immer wieder zu Problemen, die durch Updates bedingt sind. In solchen Fällen ist es oft die beste Lösung, das problematische Update erst einmal zu deinstallieren und zu warten, bis Microsoft das Problem durch ein neues Update löst. Klicken Sie in den Einstellungen unter Update und Sicherheit/Windows Update auf Erweiterte Optionen und auf den folgenden Seiten auf Updateverlauf anzeigen und danach Updates deinstallieren. Ein Fenster der klassischen Systemsteuerung listet alle Updates auf, die deinstalliert werden können.

Microsoft gibt jedem Update eine Nummer, unter der es in der Microsoft-Supportdatenbank zu finden ist, wo auch mögliche Probleme mit dem Update abgehandelt sind. Diese Nummern werden bei den installierten Updates im Update-Verlauf angezeigt. Zur genauen Beschreibung kommen Sie über die Microsoft-Seite support.microsoft.com/de-de/kb/xxxxxx. Ersetzen Sie dabei das xxxxxx durch die jeweilige Nummer des Updates. In Windows 10 gibt es erstmals eine anklickbare Verknüpfung zur Supportdatenbank. Klicken Sie im Updateverlauf auf den Link Erfolgreich installiert... (oder auch: Installation fehlgeschlagen...) und dann auf Weitere Informationen.

TIPP 5: Probleme

Windows 10 stellt für zahlreiche Hardwarekomponenten Gerätetreiber über Windows Update zur Verfügung. Damit soll es für den Benutzer genauso einfach sein, die Treiber aktuell zu halten wie das Betriebssystem. Nur leider funktionieren diese Treiber oft nicht so zuverlässig wie die des Geräteherstellers, die ohne den Umweg über Microsoft direkt von den Herstellerwebseiten heruntergeladen werden können. In einigen Fällen laufen sogar die unter Windows 7 oder 8.1 bewährten Treiber auch nach dem Upgrade auf Windows 10 besser, als die, die Microsoft jetzt gerne installieren möchte.

Im Gegensatz zu den automatischen Windows Updates lässt sich die automatische Treiberinstallation in Windows 10 abschalten. Klicken Sie in der Systemsteuerung unter System (Win-Taste + Pause) links auf den Link Erweiterte Systemeinstellungen und im nächsten Dialogfeld auf der Registerkarte Hardware auf den Button Geräteinstallationseinstellungen. Wählen Sie hier die Option Nein..., und klicken Sie auf Änderungen speichern. In Zukunft werden keine Treiber mehr automatisch über Windows Update heruntergeladen.

Windows Updates Deinstallieren

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Die meisten Updates können über die klassische Systemsteuerung einzeln deinstalliert werden.

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