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Windows 10: Gratis-Update nach Hardware-Wechsel aktivieren

Inhabern einer Lizenz von Windows 7 und Windows 8 hat Microsoft ein Gratis-Upgrade auf Windows 10 geschenkt. Anders als frühere Windows-Lizenzen ist diese aber nicht an einem Produktschlüssel geknüpft. Das stellt diejenigen vor eine Herausforderung, die diese Lizenz auf einen neuen PC übertragen möchte. Wir zeigen, wie Sie den Hardware-Wechsel meistern!

Windows 10: Hero Desktop Wallpaper

© Microsoft / Youtube

Windows 10: Hero Desktop Wallpaper

So reagierten alte Windows-Versionen

In Sachen Lizenz und Aktivierung zeigten sich frühere Versionen im Vergleich zu Windows 10 vergleichsweise unkompliziert, wenn es um die Änderung der Hardware ging. Geringe Änderungen, zum Beispiel den Austausch einer kaputten Festplatte, verkraftete das Aktivierungssystem klaglos. Der Austausch mehrerer Hardware-Komponenten führte dazu, dass die Aktivierung aufgehoben wurde. In vielen Fällen reichte dann ein einfacher Klick auf "Erneut aktivieren". Schlimmstenfalls musste man bei Microsoft anrufen und einen langen Aktivierungsschlüssel in einer umständlichen Prozedur über die Telefontastatur erfassen. Im Gegenzug erhielt man so einen neuen Aktivierungscode.

Lesetipp: Windows-Lizenzschlüssel auslesen

Ähnlich unkompliziert verlief der Wechsel auf einen neuen PC unter Mitnahme der alten Windows-Lizenz. Wer Windows einfach im Laden erworben hatte, der erhielt dabei einen Produktschlüssel. Hatte man Windows vorinstalliert auf dem alten PC erworben, dann konnte man den Produktschlüssel mithilfe entsprechender Programme einfach auslesen. Der Schlüssel wurde einfach im Rahmen der Installation auf dem neuen PC eingegeben und anschließend aktiviert - online oder per Telefon.

Das passiert bei einem geschenkten Windows 10

Beim Gratis-Upgrade auf Windows 10 erhält Ihr Computer zwar ebenfalls einen Produktschlüssel. Dabei handelt es sich aber nur um einen Platzhalter, mit dem Sie Windows nicht auf einem anderen PC aktivieren können.

Tatsächlich hat Microsoft sich für die Aktivierung von Windows 10 etwas besonderes ausgedacht. Im Rahmen der Installation wird ein digitaler Fingerabdruck Ihres PCs generiert und bei Microsoft gespeichert. Auf dieser Grundlage können Sie Windows 10 leicht neu installieren. Unveränderte Hardware vorausgesetzt, übermittelt die frische Installation den selben digitalen Fingerabdruck an Microsoft und wird automatisch aktiviert. Das Eingabefeld für den Produktschlüssel lassen Sie im Rahmen der Neuinstallation einfach leer.

Lesetipp: Windows 10 – Hardware- und Treiber-Probleme lösen

Auf den Austausch von Hardware-Komponenten reagiert Windows 10 ähnlich wie frühere Windows-Versionen. Einfach mal eine neue Festplatte einbauen ist also in der Regel kein Problem. Fallen die Änderungen aber umfangreich aus, dann geht auch hier die Aktivierung irgendwann verloren. Spätestens beim Wechsel auf einen neuen PC ist das der Fall. Für die neue Gerätekonfiguration ist kein digitaler Fingerabdruck auf Microsofts Aktivierungs-Server hinterlegt. Dementsprechend schlägt die Aktivierung fehl und Windows fordert Sie auf, eine Lizenz im Windows-Store zu erwerben.

So lösen Sie das Problem

Microsoft gibt sich eher schweigsam, wenn es um das Thema „Mitnahme der Windows-10-Lizenz“ geht. Hintergrund könnte sein, dass man Software-Piraten nicht mehr Informationen geben möchte als unbedingt notwendig. Ein Tweet von Microsofts für Windows 10 verantwortlichem Vizepräsident Gabriel Aul deutet aber immerhin daraufhin, dass sich Microsoft kulant verhalten will. Betroffene Kunden sollen sich demnach einfach an den Support wenden.

Benutzerberichten im Netz zufolge schwanken die Erfahrungen mit dem Microsoft-Support aber deutlich. Im Idealfall wird Windows 10 klaglos auf den neuen PC aktiviert. Nicht ideal, aber immerhin noch eine Lösung sehen wir in den Fällen, in denen Microsoft den Benutzer erst noch mal durch die Installation von Windows 7 beziehungsweise 8 jagt, um anschließend erneut auf Windows 10 zu aktualisieren. Nicht selten scheinen aber auch die Fälle zu sein, in denen der Support-Mitarbeiter als einzige Lösungsmöglichkeit den Kauf einer neuen Windows-10-Lizenz vorschlägt. In diesen Fällen kann es helfen, erneut bei Microsoft anzurufen. Dann landen Sie vielleicht bei einem hilfsbereiteren Ansprechpartner. Auch der Verweis auf den oben genannten Tweet scheint gelegentlich weiterzuhelfen.

Den Microsoft-Support können Sie per Telefon und Chat erreichen. Alle Support-Optionen zeigt die in Windows 10 integrierte Software "Support kontaktieren". Wo Sie diese finden, zeigen wir Ihnen in der Bildergalerie.

Hier finden Sie das große Franzis Handbuch für Windows 10.

Bildergalerie

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