Startmenü, Edge & Co.

Windows 10: Die ersten Schritte und Einstellungen

Zum Ende der Gratis-Update-Phase von Windows 10 gibt es noch einmal einen Schwung neuer Nutzer. Wir führen durch Funktionen, Apps und Einstellungen.

  1. Windows 10: Die ersten Schritte und Einstellungen
  2. Windows 10: OneDrive, Edge, Cortana und mehr
Windows 10 - Erste Schritte

© shutterstock/ manaemedia

Windows 10: Wir führen durch die neuen Funktionen, Apps und Einstellungen.

Wir zeigen die besten Einstellungen für den Start mit Windows 10: Bevor Sie mit Windows 10 richtig loslegen, benötigen Sie einen Internetzugang und ein Benutzerkonto - am besten ein cloudbasiertes Microsoft-Konto. Letzteres wird beim Anschluss eines Netzwerkkabels am Router automatisch erledigt. Eine neue Bildschirmseite im Einrichtungsassistenten erleichtert dem Anwender eine WLAN-Anmeldung. Sie brauchen nur noch das Netzwerk auszuwählen und den Schlüssel einzutragen. Eine browserbasierte WLAN-Anmeldung funktioniert nicht.

Windows 10 Screenshot

© Microsoft

Die neue Funktion Webseitennotizen öffnet einen Screenshot des Edge-Browsers in One-Note. Hier nehmen Sie Anmerkungen vor und teilen sie mit Freunden.

Am einfachsten geht es, sich mit einem Microsoft-Konto anstatt mit einem lokalen Benutzerkonto anzumelden. Haben Sie bereits ein Microsoft-Konto, geben Sie die E-Mail-Adresse und Ihr Passwort an, um sich anzumelden. Wenn nicht, dann legen Sie direkt im Einrichtungsassistenten ein Microsoft-Konto an. Alternativ besteht die Möglichkeit, ein lokales Benutzerkonto wie in früheren Windows-Versionen anzulegen. Damit müssen Sie aber auf einige nützliche Dienste wie OneDrive und die Installation von Apps aus dem Windows Store verzichten. Wer noch eine Windows Live ID aus dem ehemaligen MSN-Messenger hat, kann auch diese zur Anmeldung in Windows 10 verwenden.

Das Startmenü

Seit Windows 95 rufen die Anwender die Programme über das Startmenü in der unteren linken Bildschirmecke auf. In Windows 8 war es kurzfristig verschwunden. Die Anwender sollten die Programme, die jetzt Apps heißen, über die parallel zum Desktop existierende Kacheloberfläche öffnen. Das gab viel Kritik. Microsoft hat daraus gelernt und das Startmenü in Windows 10 modifiziert wieder eingebaut. Der linke Bereich wird jedem Windows-7-Anwender bekannt vorkommen.

Oben stehen die meist verwendeten Programme, ein Klick unten auf Alle Apps schaltet auf die Programmliste um. Ganz unten finden Sie Menüpunkte zum schnellen Zugriff auf den Explorer und die Einstellungen, den modernen Nachfolger der Systemsteuerung. Sogar der Ausschalter ist wieder fast an der alten Stelle - ein Element, das viele Windows- 8-Nutzer nicht mehr gefunden haben.

Tipp: Um der minimalistisch gestalteten Liste Alle Apps etwas mehr Navigationskomfort zu geben, wurde eine Funktion aus Windows Phone eingebaut. Beim Antippen eines der Anfangsbuchstaben erscheint eine Liste, in der Sie schnell zu einem anderen Anfangsbuchstaben springen.

Windows 10 Screenshot

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Die neue Startansicht des Explorers zeigt häufig verwendete Ordner und zuletzt verwendete Dateien.

Im rechten Teil des Windows-10-Startmenüs sind einige der aus Windows 8.1 bekannten Live-Kacheln zu sehen. Diese dienen nicht nur dem bequemen Start häufig genutzter Programme, sondern zeigen auch aktuelle Informationen wie Termine, eingegangene E-Mails oder das Wetter direkt in der Kachel an. Sie ersetzen die Funktion der Desktop-Minianwendungen, die in Windows 10 nicht mehr installiert werden können.

Die Kacheln lassen sich beliebig anordnen. Klicken Sie auf eine Kachel, und ziehen Sie sie mit gedrückter Maustaste an die gewünschte Position. Die anderen Kacheln machen dabei automatisch Platz. Auf Touchscreens halten Sie einfach länger den Finger auf die Kachel, bis sie sich aus dem Verband löst und frei bewegen lässt. Ein Rechtsklick bietet für jede Kachel unterschiedliche Größen an. Weitere Programme ziehen Sie aus der Apps-Liste des Startmenüs in den rechten Bereich. Dort erscheinen sie zusätzlich als Kachel.

Der neue klassische Desktop

Gegenüber Windows 8.1 nimmt in Windows 10 der Desktop wieder eine zentrale Rolle ein. Alle Programme, auch die im modernen Design, laufen in Fenstern, die sich frei auf dem Desktop verschieben lassen. Einige moderne Apps zeigen oben rechts im Fenster ein Doppelpfeilsymbol, das sie in einem Vollbildmodus darstellt. Alle klassischen Bedienelemente verschwinden dann. Wie in frühen Windows-Versionen legen Sie Programmsymbole, Dateien und Ordner zum Schnellstart auf dem Desktop oder in die Taskleiste ab. Hintergrundfarben und Bilder lassen sich anpassen.

Microsoft Windows 10

© Microsoft

Der Cloudspeicherdienst OneDrive ist fest im Windows 10 Explorer integriert und über das Kontextmenü bequem bedienbar.

Mehrere Desktops nutzen

Wer mit vielen offenen Fenstern auf dem Desktop arbeitet, verliert schnell die Übersicht. Windows 10 bietet deshalb mehrere Desktops an, zwischen denen Sie hin und her springen. Jeder Desktop enthält jeweils nur einen Teil der geöffneten Fenster. Je nachdem, was man gerade am PC tut, schaltet man auf den entsprechenden Desktop um.

Ein neues Taskleistensymbol zeigt einen Übersichtsbildschirm aller geöffneten Fenster. Hier legen Sie neue Desktops an und verschieben die Fenster darauf. Mit den Tastenkombinationen [Win]+[Strg]+[->] und [Win]+[Strg]+[<-] wechseln Sie zwischen den Desktops. Beim Schließen eines Desktops werden offene Fenster nicht einfach beendet, sondern auf einen noch vorhandenen Desktop verschoben.

Der neue Explorer

Der neue Windows Explorer erfordert für Umsteiger von Windows 7 in Sachen Bedienung eine Umstellung. Die klassischen Symbolleisten und Menüs sind verschwunden, der Explorer zeigt sich jetzt mit Menübändern im Stil von Office 2013. Da diese in Windows 8.1 auf kleinen Bildschirmen einen großen Teil des Fensters belegten und den Explorer schwer nutzbar machten, sind sie in Windows 10 standardmäßig minimiert und werden erst mit einem Klick auf einen Fenstertitel eingeblendet.

Lesetipp: Windows Explorer mit “Dieser PC”-Ansicht starten

In der neuen Oberfläche wurden auch ein paar interessante neue Funktionen eingebaut. Nutzer von Windows 8.1 kennen bereits die Buttons Verschieben nach und Kopieren nach, mit denen Dateien einfach an einen beliebigen Ort innerhalb der Verzeichnisstruktur kopiert werden. Da man oft immer wieder die gleichen Verzeichnisse braucht, ist der Explorer an dieser Stelle lernfähig und schlägt diese beim nächsten Mal wieder vor.

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