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Das Ende des Kabelsalates

Welche Bild- und Tonformate gibt es?

Welche Bildformate?

HDMI unterstützt die Farbdefinitionen RGB 444, YCC 444 und YCC 422. Letztere spart durch geringere Farbschärfe Bitrate, die in höhere Quantisierung (12 Bit statt 8 Bit pro Pixel) investiert wird. Neue Geräte können durch Deep Color für alle Farbmodelle 10 oder 12 Bit auflösen. Dank HDMI 1.3 wird nun eine höhere Farbtiefe unterstützt. Von bisher 24 Bit wird die übertragbare Farbtiefe auf 30 Bit, 36 Bit oder sogar 48 Bit gesteigert, jeweils für RGB oder YUV (Componente). Die verbesserte Farbtiefe hat folgende Vorteile:

Welche Bildformate?

  • Die Fähigkeit von HD-Displays, Milliarden von Farben darzustellen, wird nun durch das Übertragungsprotokoll von HDMI unterstützt.
  • Deep Color sorgt für sanfte Farbübergänge und feine Farbabstufungen und hilft, störende Farbsäume (Doppelkonturen an Flächenrändern und Säume in Farbverläufen) zu vermeiden.
  • Erheblich größere Kontrastspannen werden möglich.
  • Die Anzahl der Graustufen (Farbabstufungen zwischen Schwarz und Weiß) wird vervielfacht. Schon bei einer 30-Bit-Farbtiefe können mindestens viermal mehr Graustufen dargestellt werden. Die typische Verbesserung wird voraussichtlich bei der achtfachen Graustufendarstellung liegen - verglichen mit der 24-Bit-Farbtiefe beim bisherigen HDMI 1.2.

Zusätzlich ist der Farbraum vergrößert. HDMI 1.3 beseitigt im Prinzip alle bisherigen Begrenzungen in der Farbdarstellung. Das menschliche Auge ist in der Lage, ein wesentlich größeres Farbspektrum zu sehen, als dies bisher in Videobildern darstellbar war. Konventionelles RGB kann nur einen Ausschnitt des tatsächlich sichtbaren Spektrums wiedergeben. HDMI 1.3 unterstützt das Nachfolgeformat xvYCC (Extended YCC Colorimetry for Video Applications), das die gesamte Skala der vom menschlichen Auge wahrnehmbaren Farben abbilden kann. Vorteile dabei:

Welche Bildformate?

  • Der xvYCC-Farbraum vergrößert die von HD-Signalen darstellbaren Farben um das 1,8-fache.
  • Farbübergänge und Farbverläufe werden exakter wiedergegeben.
  • Die Farben selbst werden natürlicher und lebendiger dargestellt.

Welche Tonformate?

Digitalton wird bei HDMI in Bildpausen übertragen, die früher bei analoger Bildtechnik für die Austastung genutzt wurden (Strahlrücklauf). Angefangen hat der HDMI-Ton als Stereo-PCM-Signal, danach wurde er um alle Tonformate erweitert, die über den klassischen Digitalausgang S/P-DIF verfügbar waren, zum Beispiel Dolby Digital und dts. Nach Definition eines Kopierschutzes konnten auch DVD-Audio und mehrkanalige SACD-Töne übermittelt werden.

Unkomprimierter PCM-Ton funktioniert mittlerweile in acht Kanälen mit 96 kHz/24 Bit (zwei mit 192 kHz/24 Bit). Als letzter Coup des HDMI-Konsortiums wurden die HD-Tonformate der Blu-ray, also Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, dts-HD High Resolution und dts-HD Master Audio in die Spezifikation HDMI 1.3 übernommen.

Was bei den Kabeln beachtet werden muss, steht auf der letzten Seite...

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Service Wissen 07/09
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