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Der Allrounder Webhoster-Porträts im Portait: Strato

In einer neuen Serie stellt Internet Magazin eine Reihe wichtiger deutscher Webhoster vor und zeigt deren Besonderheiten. Den Anfang macht Strato.
Webhoster-Porträts

Die Auswahl des richtigen Webhosters ist oft eine Glaubensfrage, wenn nicht ohnehin der Preis alles entscheidet. Dabei sind diese beiden Kriterien eigentlich ungeeignet, wenn eine Website langfristig erfolgreich und das Hosting möglichst flexibel sein soll. Unsere Hoster-Porträts sollen bei der Entscheidung helfen. Wir beginnen mit Strato, einem der weltweit größten Webhoster mit rund 1,3 Millionen Kundenverträgen und etwa 4 Millionen verwalteten Domains.

Mit dem Erzrivalen 1&1 liefert sich Strato seit Jahren Preis- und Featurekämpfe. Selbst im unteren Preissegment finden sich bei Strato daher sehr gut ausgestattete Angebote, PHP und MySQL gibt es schon ab rund 4 Euro pro Monat.

Usability

Für Internet-Magazin-Leser meist nicht direkt relevant ist die neue Produktreihe Easy Web, die weniger mit technischen Daten wirbt, als gezielt und kostengünstig bestimmte Funktionalitäten wie Blog, Foto- oder Video-Sites bereitstellt. Spannend sind diese Produkte aber, um beispielsweise kleinere Kundenprojekte mit niedrigem Budget zu realisieren. Da die Easy-Web-Reihe auf hohe Usability ausgerichtet ist, kann auch ein technisch unbedarfter Kunde seinen Webauftritt nach der Ersteinrichtung komplett alleine weiter betreuen.

Im mittleren Segment findet sich vom gehobenen Shared Hosting über dedizierte Server und gehostete Shops bis hin zum Gameserver eine breite Angebotspalette, die durch den Konkurrenzkampf vor allem mit 1&1, aber auch Newcomern wie 1blu und kleineren, spezialisierten Anbietern durchweg sehr günstige Preise hat.

Oracle und Microsoft

Am anderen Ende des Spektrums gibt es in der Business-Sparte aber auch für einen Massenhoster eher ungewöhnliche Produkte wie Oracle-Datenbankserver und Windows Solution Server. Highlight ist aktuell die Serverlinie HighQ-Server Xpro, die aufgrund von Stratos Technologiepartnerschaft mit AMD bereits seit November mit neuen Shanghai-Quadcore-Prozessoren Opteron 2382 ausgerüstet ist. Diese Boliden verfügen zudem über Terabyte-Festplatten und satte 16 GByte Arbeitsspeicher.

Im Shared Hosting geht Strato technisch einen eher ungewöhnlichen Weg, denn die Infrastruktur des Berliner Hosters unterscheidet sich grundlegend vom Konkurrenzumfeld. Üblicherweise nimmt ein Hoster einen Server und packt eine gewisse Anzahl von Kunden auf diese Maschine – das können auch mal mehrere Hundert Kunden auf einem Server sein. Mit etwas Pech teilt man sich diesen mit Leuten, die relativ hohe Last verursachen. Dann fällt die Performance nicht gerade berauschend aus.

Stark virtualisiert

Strato vermeidet diesen Nachteil weitgehend, indem das Rechenzentrum anstelle vieler einzelner Server komplett virtualisierte Server-Farmen mit Lastverteilungs-Clustern einsetzt. Dadurch mittelt sich die Last unter den Kunden besser aus und auch Traffic-Spitzen bei einzelnen Kunden fängt ein solches System problemlos ab. Das hat ein paar positive Nebeneffekte: Kurzzeitig hoher Traffic auf einzelnen Websites – beispielsweise, weil ein Blog in einer populärenTV-Show erwähnt wurde – stellt kein wirkliches Problem dar.

Liegt die Site dagegen auf einem herkömmlichen Shared-Hosting-Server, geht der in solchen Fällen schon mal in die Knie – was gerade im Moment höchster Popularität besonders unangenehm ist. Ein weiterer Vorteil dieser Infrastruktur: Strato kann mit Backup Control ein sehr kostengünstiges und daher für fast alle Verträge verfügbares Backup-System anbieten. Besonders betont Strato aber auch den Green-IT-Effekt durch den hohen Virtualisierungsgrad, den Einsatz von besonders Energieeffizienter AMD-Technologie und den Bezug von CO2-freiem Regenerativstrom für die Rechenzentren.

 
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