Der Verlässliche

Webhoster im Porträt: 1&1

Internet Magazin stellt die wichtigsten deutschen Webhoster vor und zeigt Besonderheiten. In dieser Ausgabe schaut sich die Redaktion 1&1 näher an.

1&1

© Archiv

Das Rechenzentrum von 1&1.

Im Geschäft ist 1&1 seit über 20 Jahren - damals gab es das WWW noch nicht - und machte Anfang der 90er als Zugangsprovider mit günstigen Einwahltarifen das noch junge Internet für die breite Masse populär.Inzwischen hat sich 1&1 zum Webhoster für Privat und Business, Domainverwalter und Anbieter dedizierter Server gemausert, der auch in anderen europäischen Ländern und den USA Fuß gefasst hat. 1&1 gehört heute zur United Internet AG, einem Konzern, dem auch GMX und Web.de angehören.

Wer sich für einen Webhoster entscheidet, der möchte normalerweise eine langfristige Geschäftsbeziehung eingehen. Eine Website wächst, Skripte und Designs werden hochgeladen und angepasst, die E-Mail-Kommunikation läuft über den Provider und sensible Daten werden ihm auch anvertraut.

Die Provider-Wahl ist heute mehr denn je Vertrauenssache, denn sowohl Hochverfügbarkeit als auch Datenschutz sind lebenswichtige Kriterien für ein ernsthaftes Webbusiness. 1&1 legt hohe Maßstäbe an, was Performance, Verfügbarkeit und Sicherheit seiner Server angeht. Der Provider betreibt vier Rechenzentren, zwei davon in Deutschland, und mietet weitere drei an.

Die Rechenzentren sind mit redundanten Glasfaser- Anbindungen, USV und Klimatisierung auf dem neuesten Stand der Technik gesichert und werden rund um die Uhr überwacht. Um eine optimale Netz-Anbindung zu garantieren, betreibt 1&1 eigene Backbone-Ringe in Deutschland, Europa und den USA. Die Rechenzentren haben eine Außenanbindung von über 130 GBit/s.

Lösungen fürs Business

Vor allem Geschäftskunden benötigen diese Zuverlässigkeit und einen kompetenten Support. Bei der letzten Erhebung im September 2008 zählte 1&1 fast acht Millionen Kunden, von denen 3,6 Millionen ein gehostetes Webpaket beziehen.

Der Hoster bietet Komplettpakete für Einsteiger bis Webprofis sowie für kleinere Firmen an. Die Palette reicht von Shared Hosting bis zu virtuellen und dedizierten Servern. Die Rootserver geben Unternehmen und Agenturen alle Möglichkeiten in die Hand, um eigene Webangebote und Services aufzubauen. In den Rechenzentren von 1&1 stehen mehr als 55.000 dedizierte Server.

29.000 Händler bauen ihr Geschäft auf einem weiteren 1&1-Produkt auf: Sie mieten einen Webshop. Dazu kommen zehn Millionen Domains, die der Provider für seine Kunden verwaltet. Ein Drittel aller deutschen Domains werden von 1&1 betreut.

Der Provider bewegt ein Datenvolumen von 6500 Terabyte pro Monat und transportiert monatlich fünf Milliarden E-Mails. Unternehmen können mit MailXchange eine komplette Mail- und Groupware-Lösung mieten und greifen so auf alle Funktionen eines professionellen Mailservers zu, der auch die sichere Kollaboration im Unternehmen ermöglicht. Darüber hinaus bietet 1&1 komplette Sharepoint-Services an.

Was gibt's Neues?

Noch bevor der große Green-IT-Boom losbrach, kaufte 1&1 für seine Rechenzentren 2007 bereits ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Derzeit errichtet der Webhoster ein weiteres Rechenzentrum auf dem Gelände einer ehemaligen Brennelementefabrik von Siemens in Hanau. Hier sollen einmal 100.000 Server Platz finden.

Zur CeBIT hat 1&1 noch einmal bei seinen Hosting-Angeboten nachgelegt und für kleine Firmen, denen es am Know-how für die Einrichtung einer Website, einer Domain und eines Mailservers fehlt, ein passendes Paket geschnürt. Die Website-Gestaltung ist hier weniger technisch orientiert, wenngleich das Ergebnis absolut professionell aussieht.

Die Seiten werden in einer Web-2.0-Oberfläche mit speziellen Branchen-Vorlagen schnell zusammengebaut. Grundlegende Funktionen wie die Anbindung an ein Exchange-Postfach werden automatisch erledigt. Mehr zu den Branchen-Websites lesen Sie in der Rubrik Aktuelles dieser Ausgabe.

1&1 erhofft sich in Zukunft vor allem von Software-as-a-Service und Cloud Computing gute Geschäfte. Das Hosting von Anwendungen ist vor allem für kleine Firmen attraktiv, die zum günstigen Tarif und ohne eigene IT-Ressourcen in den Genuss von professionellen Geschäftsapplikationen und leistungsstarken Servern in einem virtualisierten Rechenzentrum kommen.

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