Das richtige CMS für den richtigen Zweck

Web-CMS vorgestellt

Ein gutes Content Management System ist viel wert, muss aber nicht zwangsläufig Geld kosten. Internet Magazin beleuchtet, worauf Sie bei der Wahl eines zukunftssicheren CMS achten sollten.

Serienstart: Web-CMS

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Serienstart: Web-CMS

Internet Magazin stellt in den nächsten Ausgaben einzelne Content-Management-Systeme aus verschiedenen Bereichen und mit verschiedenen Ansätzen ausführlich vor. Zum Serienstart zeigt dieser Workshop zunächst, welche grundsätzlichen Überlegungen bei der Auswahl eines CMS wichtig sind und welche Alternativen zu klassischen CMS sinnvoll sein können.

Gute Gründe für den Einsatz eines robusten Content-Management-Systems (CMS) gibt es zahlreich. In der Praxis sind bei statischen Webseiten Inhalte und Layout soweit ineinander verwoben, dass Änderungen an der Navigation und das regelmäßige Einstellen neuer Inhalte insbesondere durch mehrere Benutzer gleichzeitig sich als nicht wirklich praktikabel erweisen. Abhilfe schaffen hier Content-Management-Systeme.

Ein CMS ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Software zum Erstellen, Bearbeiten, Veröffentlichen und Verwalten von Inhalten. Diese Aufgaben führt bei Web-Content-Management-Systemen traditionell eine Web-Applikation auf dem Server aus, eventuell im Zusammenhang mit einer Desktop-Lösung.

Fast alle verfügbaren CMS befolgen den ersten Ansatz. In diese Kategorie fallen sowohl so beliebte Lösungen wie Joomla, Typo 3 und Drupal als auch viele kommerzielle Produkte wie Oracles Universal Content Management System. Adobe bietet mit dem Contribute Publishing Server und Contribute CS4 ebenfalls ein serverseitiges CMS mit einer Desktop-Anwendung als Frontend.

Mit dem neuen In Context Editing präsentierte derselbe Hersteller kürzlich auch ein clientseitiges CMS. Bei In Context Editing entstehen Vorlagen clientseitig in Adobe Dreamweaver CS4. Serverseitig wird ein Web-Dienst zum Eintragen und Verwalten der Inhalte mithilfe eines Webbrowsers genutzt. Doch bevor man sich Hals über Kopf für ein bestimmtes CMS entscheidet, das dann vielleicht viel zu groß und komplex ist oder sich gar als zu simpel erweist, sollte man sich einen Überblick über alle existierenden Lösungen verschaffen.

Gemäß des Model-View-Control-Paradigmas unterscheidet ein Content-Management-System zwischen drei logischen Elementen: Model, View und Control. Unter dem Begriff Model versteht man die in der CMS-Datenbank oder eventuell im Dateisystem abgelegten Inhalte. View sind die Layout-Vorlagen. Control bezeichnet die Engine, die die Abläufe steuert.

Viele Wege zum Ziel

Von selbst gemachten Skriptsammlungen über Baukasten-CMS bis zu voll ausgebauten Lösungen mit hoher Komplexität gibt es alles in nahezu jeder Ausbaustufe. Aus ganz offensichtlichen Gründen dominieren im Markt kostenlose, gut dokumentierte Open-Source-Lösungen. Open-Source-basierte Content-Management-Systeme versuchen, mit verschiedenen spezialisierten Funk- tionen zu trumpfen.

Serienstart: Web-CMS

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Mason wird mit einigen Ergänzungen zu einem vollständigen CMS.

Erweiterte Benutzerverwaltung, Blogs, Chat, Foren, Galerien, Gästebücher, Kalender, Newsletter, RSS-Feeds und andere Zusatzfunktionen finden sich in den meisten größeren CMS in speziellen Modulen, die man bei Bedarf laden kann. Der Vorteil besteht darin, dass sich separate Module effizienter entwickeln und aktualisieren lassen, wenn die Zusatzfunktionalität in einzelne Module ausgelagert wird. Unter den beliebten CMS-Lösungen gibt es teilweise Hunderte von Zusatzmodulen.

Die meisten CMS bieten leicht bedienbare Wysiwyg-Editoren und grundlegende Bildbearbeitungsfunktionen wie Skalieren, Beschneiden und Einfügen von Abbildungen. Die verschiedenen Typen von CMS beinhalten Template-Engines wie Smarty oder Mason, Web-Frameworks wie das beliebte Ruby on Rails, Cake PHP, das Zend-Framework oder Zope, Wiki-Systeme wie Media Wiki, Dokuwiki oder Tikiwiki, Blog-Systeme wie Movable Type oder Serendipity, Foren wie Php BB oder Phorum, Gemeinschaften- Systeme wie Drupal oder Postnuke und andere.

Die traditionellen CMS reichen allerdings nicht in den Multimedia-Bereich, denn hier dominieren Lösungen wie der kommerzielle und proprietäre Avid Active Content Manager.

Mit den auf dem Markt verfügbaren aktuellen CMS ist das Schreiben und Pflegen einer Website nicht komplexer als die Handhabung eines Word-Dokuments. Die Komplexität wird dem Benutzer, der lediglich CMS-Inhalte regelmäßig aktualisiert, erspart und wird stattdessen an den IT-Administrator delegiert. Vergleichsweise umständlich ist in der Regel die Migration existierender Datenbestände beim Wechsel von einem CMS zu einem anderen.

Was es beim Funktionsumfang und den Template-Engines zu beachten gilt, erfahren Sie auf Seite 2...

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