Voraussetzungen für das Fernsehen der nächsten Generation

Was steckt hinter DVB-T, DVB-C, DVB-S

Digitales Fernsehen ist auf dem Vormarsch. Vor allem, wer künftig hochauflösendes HDTV empfangen will, wird aufrüsten müssen. Doch welche Empfangsart ist die richtige? Sat, Kabel oder terrestrisch? Wir zeigen Ihnen, was Sie wirklich brauchen.

  1. Was steckt hinter DVB-T, DVB-C, DVB-S
  2. TV-Empfang
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Report 08/09 Sat & Kabel

Digitales Fernsehen ist auf dem Vormarsch. Vor allem, wer künftig hochauflösendes HDTV empfangen will, wird aufrüsten müssen. Doch welche Empfangsart ist die richtige? Sat, Kabel oder terrestrisch? Wir zeigen Ihnen, was Sie wirklich brauchen.

 Auf drei Wegen lässt sich digitales Fernsehen empfangen: per Satellit, per Kabel oder über terrestisches Digital-TV. Jede dieser Empfangsarten hat Vor- und Nachteile, die wir Ihnen an dieser Stelle vorstellen wollen.Bislang gelangt das Signal auf analogem Weg in die Wohnzimmer. War der Empfang schlecht, gab es das berühmte Rauschen im Bild und auch schon mal "Schnee" im Sommer.Mit dem digitalen Empfang gehören derartige Probleme erfreulicherweise der Vergangenheit an. Digital-TV ist quasi nichts anderes als eine Datenübertragung, wodurch die altbekannten Qualitätseinbußen nahezu ausgeschlossen sind. Wenn Daten empfangen werden, dann passt in der Regel die Qualität. Gibt es dennoch Störungen, bleiben der Bildschirm dunkel und die Lautsprecher stumm.

Anders als beim analogen Empfang, bei dem ein Tuner benötigt wird, ist beim digitalen TV ein sogenannter Receiver Pflicht. Dieser wandelt die empfangenen Daten in Bild und Ton um. Der Standard zur Übertragung von digitalen Inhalten heißt Digital Video Broadcasting, kurz DVB. Der Zusatz hinter DVB bezeichnet den Übertragungsweg. DVB-S steht demnach für Satelliten-Empfang, DVB-C für TV per Kabel (Cable) und DVB-T für das terrestische, sogenannte Überallfernsehen.

Außerdem gibt es noch DVB-H, das für Handys oder andere mobilen Endgeräte gedacht ist, aber noch in den Kinderschuhen steckt. Um ein TV-Gerät DVB-tauglich zu machen, ist eine Settop-Box (auch Receiver genannt) nötig, die Daten empfangen, decodieren und in ein für die ältere Elektronik verständliches analoges Signal umwandeln muss. Viele Fernseher haben mittlerweile einen DVB-C-Receiver an Bord, manche sogar einen DVB-S- und DVB-T-Tuner (siehe Video-HomeVision 6/2009, Seite 34).

DVB-T (terrestisch)

Wie beim herkömmlichen analogen TV kommen die Signale sozusagen aus der Luft - ein Sender strahlt sie ab -, werden von Heim-oder kleinen Stabantennen eingefangen und über einen Empfänger auf den Schirm gebracht. DVB-T bietet die Möglichkeit, Fernsehen portabel und mobil zu empfangen. Da DVB-T letztlich nichts anderes ist als Rundfunk, eröffnet sich die Möglichkeit, Fernsehen an jedem beliebigen Ort in digitaler Qualität zu empfangen - und zwar kabellos.

Wohnmobil-Besitzer beispielsweise lieben die Empfangstechnik, weil nicht mehr umständlich eine Satellitenschüssel ausgerichtet werden muss, um in TV-Genuss mit guter Qualität zu kommen. Das Beste: Viele europäische Länder bieten mittlerweile DVB-T-Programme an, sodass die digitale TV-Versorgung inzwischen auch an beliebten Urlaubszielen deutscher Touristen verfügbar ist.

Aber auch im Wohnzimmer ist DVB-T mittlerweile angekommen. Die Sender, die über DVB-T zu empfangen sind, variieren jedoch regional. Berlin beispielsweise ist mit 30 Programmen satt bestückt. Nur HDTV ist angesichts der benötigten hohen Bandbreite für DVB-T (noch) kein Thema. Nähere Informationen über Sender und Empfangsgebiete und welche Antennen (Zimmer-oder Dachantenne) an welchem Standort benötigt werden, sind im Internet unter www.ueberallfernsehen.de nachlesbar.

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