Share to Social

Vorsicht Rechtsfalle

  1. Social Media richtig einsetzen
  2. Vorsicht Rechtsfalle

Um eine Community zu beleben, müssen folgende Dinge gewährleistet sein:

  • Das Thema der Diskussion muss emotionalen oder fachlichen Zündstoff bieten.
  • Das System muss schnell sein, um ausreichend Feedback zu gewährleisten.
  • Es muss für die Nutzer einfach sein, daran teilzunehmen.

Gerade Letzteres entspricht dem klassischen Usability-Paradigma. Usability- Guru Jakob Nielsen hat in einer seiner berühmten Kolumnen festgestellt, dass nur der kleinste Teil der Nutzerschaft einer Website bereit ist, Textbeiträge zu leisten. Um mehr Nutzer einzuladen und die Diskussion zu verbreitern, muss man vor allem Werbung für die Community machen.

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© Internet Magazin

Social Media rocks: Nicht nur die Videoabrufe, sondern auch die Google-Suchergebnisse werden durch geeignete Maßnahmen positiv beeinflusst

Es bedarf eines Bewertungssystems, damit die Nutzer selbst dafür sorgen können, dass inhaltlich wichtige Beiträge prominenter erscheinen (zum Beispiel in der Navigation), als banale Texte. Bei Bewertungssystemen wie Holidaycheck wird sogar ein zweistufiges Verfahren eingesetzt. Der erste Nutzer darf das Hotel bewerten, der zweite bewertet die Qualität der ersten Bewertung.Wenn Sie eine Standard-Forensoftware einsetzen, dann sollte die genau das können. Burning Board Lite oder vBulletin wären zum Beispiel kostenlose Varianten. Letztere auch mit Bewertungssystem. Eventuell bietet Ihr Hoster auch eine Forensoftware an.Nielsen fordert, dass die Nutzer auch Möglichkeiten bekommen, anonym am Geschehen teilzunehmen. Als Einstiegsdroge. Das funktioniert bei Systemen mit einfacher Sternchenbewertung. Achten Sie nur darauf, dass die Sternchen nicht nur als Bewertungsanzeige wahrgenommen werden, sondern auch als klickbares Interface. Das ist besonders wichtig, um möglichst viele Meinungen auch von Nutzern zu bekommen, die in Internetangelegenheiten nicht ganz so sattelfest sind.Selbst die altehrwürdige Los Angeles Times übersieht einen solchen Usability-Klassiker schon mal: Die Sternchen zeigen erst beim Berühren mit der Maus, dass sie klickbar sind.3. Social Sharing ButtonsDie dritte und einfachste Form am Social Web teilzuhaben, ist darauf zu hoffen, dass die Leser ihre Freunde und Kollegen auf spannende Inhalte hinweisen. Social Sharing bedeutet in diesem Fall also nur das Weiterverbreiten eines Links oder eines Kurztexts. Der Inhalt selbst bleibt auf Ihren Seiten.Die Keimzelle des Social Sharing ist die Tell-a-friend-Funktion. Sie ermöglicht dem Nutzer, einen Link auf Ihren Inhalt an andere Nutzer per E-Mail zu schicken. Matthew Vernhout, Blogger bei eMailKarma, sieht den Tell-a-friend-Button bereits im Aussterben begriffen. "Die Nutzer haben Angst, dass mit den eingegebenen E-Mail-Adressen Missbrauch betrieben wird", so der Marketing-Experte.

Also: Wenn Sie Tell-a-friend anbieten wollen, dann verzichten Sie auf die Eingabe einer Absender-E-Mailadresse und geben Sie ein klares Statement ab, dass die Empfängeradresse nur für diese Mail genutzt und dann wieder gelöscht wird.Inzwischen ist aus der Empfehlung "Einer-an-einen" die Form "Einer-an-viele" geworden. Das geschieht zum Beispiel beim Social Bookmarking. Das ist nichts anderes als ein qualifiziertes Suchsystem, bei dem die relevanten Treffer zu einem Suchbegriff eben nicht von einer Software ermittelt werden, wie bei Google, sondern von Menschen empfohlen.Social Bookmarking hat in Deutschland vor allem bei sehr Internet-affinen Zielgruppen Bedeutung erlangt. Plattformen wie delicious oder das deutsche Mr. Wong sprühen vor Tipps in Sachen Webdesign oder neuer Geek-Hardware, haben aber zu vielen anderen Themen nur wenig zu sagen. Doch auch hier gilt: Recherche vor Urteil.Wenn Ihr Themengebiet eine Relevanz auf diesen Plattformen hat, dann sind auch die entsprechenden Buttons von Bedeutung. Sprich: Sie sollten Ihren Nutzern direkt beim Artikel die Möglichkeit geben, ein Bookmark auf Mr. Wong zu setzen.Die meisten Websites setzen hier auf Universaldienstleister wie Addthis, Sharethis oder Sexybookmarks. Die liefern gleich eine ganze Liste von Social-Bookmarkingdiensten und man kann sich selbst die wichtigsten Aussuchen. Dazu zählen neben Facebook, Twitter und Mr. Wong auch die VZ-Netzwerke und Google.An dieser Stelle machen die meisten Sitebetreiber halt. Das allein aber genügt nicht. Zum einen haben sowohl der Likeals auch der Share-Button bei Facebook noch ein paar Besonderheiten, die es zu beachten lohnt (siehe Links). Zum anderen werden die Social-Bookmarking-Plugins nur von den Nutzern gesehen, die den Umgang damit gewohnt sind. Es macht also viel Sinn, die Buttons für Facebook und meinVZ ein zweites Mal sehr groß zu platzieren und mit einer deutlichen Callto- action auszustatten. Bild.de macht das schon recht ansehnlich mit einem Hinweis darauf, was Social Bookmarking eigentlich bedeutet. Doch warum nicht noch direkter: "Erzählen Sie Ihren Freunden auf Facebook von dieser Seite. Ein Klick genügt." Und dazu ein großer FB-Gefällt-Mir-Knopf.

Vorsicht Rechtsfalle

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Auch bei den Social Plugins lässt sich die optische Darstellung der Dienste anpassen.

Zu guter Letzt noch eine Warnung. Bevor Sie Social Sharing implementieren, sollten Sie auf jeden Fall in Ihren Geschäftsbedingungen erklären, dass Sie Daten an Facebook und Co. übergeben. Durch die direkte Verbindung zum einzelnen Profil des Nutzers sind die Daten personalisierbar und somit eindeutig Gegenstand des Telemediengesetzes. Sie als Sitebetreiber wissen zwar nicht, welcher User bei welchem Dienst welches Profil hat, aber Facebook erfährt, wo seine Nutzer sich herumtreiben.Mehr darüber lesen Sie auf der Website von Dr. Thomas Helbing: www.thomashelbing.com/de/facebooksocial-plugins-datenschutz-bdsg-datenschutzhinweise-privacy-policy-likebutton-gefallt-mir

Schnellstart mit Addthis

Exemplarisch für viele Anbieter sogenannter Plugins, hier der schnelle Weg zu Social Sharing Tools mithilfe von Addthis. Die Geschwindigkeit der Implementierung und ständige Aktualität sind ein Vorteil, der Nachteil der externen Lösung liegt in einer unsicheren Verfügbarkeit und natürlich darin, dass die Daten, wer was empfohlen hat, bei Addthis liegen und nur im dortigen Dashboard zu sehen sind.Gehen Sie auf www.Addthis.com , suchen Sie sich dort die Anordnung der Buttons Ihrer Wahl aus und klicken Sie auf GetButton. Kopieren Sie den Code mit dem dafür vorgesehenen Button in die Zwischenablage und fügen Sie ihn an einer freien Stelle im Layout Ihrer Webseite ein. Fertig. Je nach Provider sehen Sie die Bookmarking-Leiste erst, sobald die Seite online steht.Öffnen Sie in einem neuen Tab die eigene Facebook-Seite, gehen Sie auf die eigene Pinwand und dann wechseln Sie zurück und klicken den soeben publizierten Like-Button zum Test. Nach einem Reload der Facebook-Seite ist das Ergebnis dort sichtbar. Um das Addthis-Plugin anzupassen, ergänzen Sie zum Beispiel folgenden Code:

<a class="Addthis_button_misterwong_de"></a><a class="Addthis_button_meinvz"></a>

Dadurch fügen Sie direkt im sichtbaren Bereich die Buttons für Mr Wong und MeinVZ ein. Wenn Sie ein Script mit

<script type="text/javascript">
var Addthis_config = {
services_exclude: 'more'
}</script>

einfügen, verzichten Sie auf das Plus-Symbol in der Drop-down-Box. Mit diesem Befehl können Sie auch alle anderen Dienste einzeln anoder ausschalten. Die Liste gibt's hier: www.Addthis.com/services/list

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