Netzwerk-Player in der Praxis

Mediaplayer korrekt einrichten und sinnvoll anwenden

Die folgenden Tipps verraten, wie sich ein Multimedia-Netzwerk- Player sinnvoll im eigenen Zuhause integrieren lässt und worauf Sie bei der Einrichtung der Geräte achten sollten.

  1. Mediaplayer korrekt einrichten und sinnvoll anwenden
  2. Filmwiedergabe, Firmware-Updates
Mediaplayer-Praxis

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Tipp 1: Voraussetzungen

Netzwerk-Player mit einem Ethernet-/LAN- oder WLAN-Anschluss lassen sich vor allem dann sinnvoll nutzen, wenn sie auch tatsächlich im Heimnetz integriert sind. Ein Heimnetz besitzt jeder, der seinen Online-Zugang bereits über einen sogenannten Router auf mehrere Rechner oder andere netzwerkfähige Geräte aufteilt. Die in Deutschland am weitesten verbreiteteten Router sind die Fritz!Box-Modelle von AVM sowie diverse Speedport-Geräte der Telekom. Sobald der Netzwerk-Player mit dem Router verbunden ist, ist er Teil des Heimnetzes, kann auf Online-Dienste zugreifen und lässt sich einfach auf den neuesten Stand bringen (siehe auch Tipp 6).Als zweite Voraussetzung benötigen Sie Wiedergabegeräte für Video und Audio, deren Eingänge Sie mit den entsprechenden Ausgängen des Netzwerk-Players verbinden. Ähnlich wie ein DVD- oder Blu-ray-Player kann auch der Netzwerk-Player die Video- und Audiosignale nur weitergeben. Die Umwandlung der Signale in Bild und Ton erfolgt dann an Endgeräten wie beispielsweise TV und HiFi-Anlage. Je nach Schnittstelle und Lieferumfang müssen eventuell zusätzliche Kabel im Fachhandel gekauft werden.

Tipp 2: Standortfaktoren

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Damit der Netzwerk-Player überhaupt Videos (mit Ton) wiedergeben kann, muss dieser mit dem Fernseher verbunden werden. Werden Video- und Audiosignale getrennt übertragen, sind bereits zwei oder mehrere Verbindungskabel erfoderlich. Die Tipps 3 und 4 gehen auf die verschiedenen Anschlüsse oder Schnittstellen ein, die hierzu verwendet werden können. Wer allerdings den Ton nicht am Fernseher wiedergeben möchte, sondern an der stärkeren HiFi-Anlage oder am Digital-Receiver, benötigt eine zusätzliche Kabelverbindung. Der Standort des Netzwerk-Players wird dann durch die zur Verfügung stehende Kabellänge und den Standorten von Fernseher und Soundanlage bestimmt. Der Besitzer eines modernen, digitalen AV-Receivers, hat es sogar noch einfacher. Video- und Audiosignale vom Netzwerk-Player lassen sich über ein einziges HDMI-Kabel weiterreichen. Hier ist dann allerdings für eine ausreichend lange Kabelverbindung vom Receiver zum Fernseher zu sorgen.

Tipp 3: Die beste Videoschnittstelle

Um Videos, Bilder oder Audiodateien am angeschlossenen Fernseher und/oder einer Musikanlage wiedergeben zu können, besitzt ein Netzwerk-Player diverse Ausgänge. Dabei unterscheidet man zwischen reinen Video- und reinen Audio-Ausgängen sowie kombinierten Video-Audio-Anschlüssen, die zudem abhängig von der Übertragungsart entweder analog oder digital sein können. Digitale Ausgänge sind dabei analogen Ausgängen grundsätzlich vorzuziehen. Die beste Übertragungsqualität bietet derzeit der HDMI-Anschluss. Dieser überträgt sowohl Bild- als auch Tonsignale in digitaler Form bis hin zur aktuellen Bestauflösung von 1080p. Da noch nicht jeder Anwender bei sich zu Hause einen Fernseher mit HDMI-Anschluss besitzt, sind fast alle Netzwerk-Player mit zusätzlichen analogen Video-und Audio-Ausgängen ausgestattet. Der beste analoge Video-Ausgang ist der dreigeteilte Component oder Y-Pb-Pr-Anschluss, gefolgt vom S-Video-Anschluss. Den Composite- oder FBAS-Anschluss sollte man aufgrund seiner schlechten Übertragungsqualität nur im Notfall einsetzen. Achtung: Komponente, S-Video und Composite sind reine Videoausgänge, das heißt, sie übertragen kein Tonsignal.

Tipp 4: Audio-Ausgänge

Neben dem kombinierten HDMI-Ausgang besitzt ein Netzwerk-Player in der Regel noch mindestens zwei weitere, reine Audio-Ausgänge. Allerdings gibt HDMI auch bei den verschiedenen Audio-Ausgängen grundsätzlich "den Ton an". Wer die Möglichkeit hat, sollte HDMI folglich auch zur Übertragung der Audiosignale nutzen. Doch das ist nicht immer möglich. Wer beispielsweise keine Abspielgeräte oder Receiver mit HDMI-Eingängen besitzt, kann sich seine Filme nur über Komponente, S-Video oder Composite anzeigen lassen. Damit die Filme dann nicht ohne Ton abgespielt werden, benötigt man einen zusätzlichen Audiokanal, denn Komponente, S-Video und Composite allein übertragen nur Bildsignale. Deshalb besitzen alle Netzwerk-Player grundsätzlich einen analogen Stereo- und zusätzlich mindestens einen digitalen Audio-Ausgang. Über den analogen Stereo-Ausgang lässt sich der Player beispielsweise über sogenannte Cinch-Kabel mit der Stereoanlage oder aktiven Lautsprechern verbinden. An moderneren Verstärkern oder Receivern stehen auch optische oder koaxiale Audio-Eingänge bereit. Diese digitalen Audio-Anschlüsse sind wiederum der analogen Stereo-Verbindung vorzuziehen.

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