Mit DVB-T zum Lieblingsfilm

PC als Videorecorder - so klappt das Aufnehmen von TV-Sendungen

Wer das terrestrische Digitalfernsehen DVB-T am PC nutzt, kann ihn als digitalen Videorecorder nutzen. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

  1. PC als Videorecorder - so klappt das Aufnehmen von TV-Sendungen
  2. Timer-Programmierung, Aufnahmen bearbeiten
Der PC als Videorecorder

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Der PC als Videorecorder

Mithilfe von sogenannten USB-DVB-T-Sticks lässt sich der PC oder das Notebook schnell in einen Videorecorder verwandeln. Wir möchten Ihnen im folgenden Workshop an einem Beispielaufbau zeigen, was Sie für die Installation benötigen. Weiterhin erfahren Sie, wie Sie eine Aufnahme programmieren und auf den PC speichern. Zum Abschluss gilt es noch, den Mitschnitt zu bearbeiten, beispielsweise störende Werbeunterbrechungen zu eliminieren und den Filmclip abzuspeichern - auf den PC oder auf eine DVD.

1.Voraussetzungen für den DVB-T-Empfang

Den analogen Fernsehempfang über die normale Hausantenne gibt es in Deutschland nicht mehr. Analoge Programme werden nur noch über Kabel oder Satellit ausgesendet, doch auch hier naht bis spätesten 2012 das Ende. Wer dennoch seine Fernsehprogramme über Antenne empfangen möchte, muss auf das terrestrisch ausgestrahlte Digitalfernsehen (DVB-T) umsteigen. Dafür benötigt man nach der Antenne einen Receiver, ähnlich einer Satellitenbox, der die Sendeinformationen für den Fernseher aufbereitet.

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Die Programmbelegung variiert in den einzelnen Regionen. DVB-T in Deutschland: www.ueberallfernsehen.de

Neueste Fernsehgeräte haben einen internen Receiver, für das Fernsehen am PC gibt es unter anderem den Receiver in Form eines USB-Sticks. Dieser wird uns dann weiter beschäftigen. Beim Kauf eines DVB-T-Sticks liegt oft eine kleine Stabantenne bei, die aber nur im Freien und dann auch oft nur im näheren Einzugsbereich für einen ungestörten Fernsehempfang sorgt. Für den Innenbereich in Gebäuden haben sich, je nach Stärke des ankommenden Signals, aktive Zimmerantennen oder die gute alte Dachantenne bewährt. In der Regel liegt den meisten DVB-T-Sticks ein Adapter für das Antennenkabel bei. Platzieren Sie die Antenne möglichst in Richtung des nächstgelegenen Sendeturms und verbinden Sie das Antennenkabel mit dem Receiver-Stick. Installieren Sie dann die beiliegende Treiber- und TV-Software für Ihren DVB-T-Stick. Stecken Sie ihn bei Aufforderung der Installations-Software oder nach dem Ende der Installation in einen freien USB-2.0- Port. In der Regel werden Sie nun aufgefordert, den ersten Sendersuchlauf zu starten.

2. Sendersuchlauf und Aufnahmekonfiguration

Bevor Sie den Sendersuchlauf starten, schauen Sie sich die möglichen Suchoptionen an. In der Regel lässt sich neben der Grundeinstellung die Suche auf eine bestimmte Region beschränken. Das ist aber meist nur notwendig, wenn man einen in Deutschland erworbenen Stick im Ausland einsetzen möchte, beispielsweise in den Niederlanden, in Frankreich oder Griechenland. Weiterhin lässt sich oft die Suchintensität verfeinern. Diese Option sollten Sie aber nur nutzen, wenn die "normale" Suche keinen oder einen unvollständigen Erfolg bringt.

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DVB-T ist mit unterschiedlicher Senderanzahl und angepassten Antennenversionen in nahezu ganz Deutschland zu empfangen.

Allerdings kann es bei Misserfolgen der Suche auch am Antennenstandort liegen. Hier sollten Sie einige Varianten ausprobieren, um den besten Sucherfolg zu verbuchen. Mit "Übernehmen" oder ähnlich akzeptieren Sie die gefundene Senderliste und kehren mit "OK" zum Hauptbildschirm zurück. In der Regel läuft dort schon das erste gefundene Programm. Nun müssen Sie die Einstellungen für Ihre Fernsehmitschnitte festlegen. Das machen Sie im Menü "Grundeinstellungen". Dort finden Sie eine Option oder Registerkarte für "Aufnahmen". Unter diesem Menüpunkt können Sie in der Regel den Speicherort, das Aufnahmeformat und weitere Aufnahmebedingungen für den Mitschnitt wählen.

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Das bessere Konzept der Videoausgabe hat WinOnCD, hier kann man direkt aus der Bearbeitung VideoWave heraus brennen, bei Nero Vision sind noch Zwischenschritte nötig.

Legen Sie einen Ort und einen Ordner (z.B. Fernsehaufnahmen) für die Aufnahme fest. Beachten Sie, dass man etwa 20 GByte freien Speicherplatz benötigt, um einen Spielfilm von etwa 2 Stunden Länge aufzunehmen und um ihn dann später zu bearbeiten. Da sich Fernsehsender oft nicht genau an die Sendezeiten halten, sollten Sie einen Vor- und Nachlaufzeitraum einplanen. Wir haben mit jeweils 10 Minuten gute Erfahrungen gemacht. Zu lange Vor- und Nachlaufzeiten verbrauchen zu viel Speicherplatz und vergrößern unnötig die Filmdatei. Als Standardaktion des PCs nach der Timeraufnahme sollten Sie "Standby" festlegen. Denn wenn der PC völlig heruntergefahren ist, funktioniert die nächste Timeraufnahme nicht, die z. B. für eine halbe Stunde später geplant ist. Aus dem Standby ist aber eine weitere Aufnahme möglich. Als Aufnahmeformat wählen Sie "MPEG-2 Program Stream (.mpg)". Dieses Format verarbeitet alle Schnittprogramme, doch dazu später. Unter "Audio" wählen Sie "Alle Audiospuren" und "AC-3 einschließen". Mit "Übernehmen" und "OK" beenden Sie die Konfiguration.

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