Die Vor- und Nachteile aktueller Virtualisierungs-Software

Virtualisierung gratis: Das leisten VMware, VirtualBox & Co.

Mehrere Betriebssysteme, die gleichzeitig auf dem selben Rechner laufen - das ermöglicht Virtualisierung. Wir zeigen Ihnen, wo die Vor- und Nachteile kostenloser Software wie VMware, Virtualbox & Co liegen.

Virtualisierung

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Durch den Einsatz von Virtualisierungstechnik lassen sich Hardware-Ressourcen effizienter nutzen und Zusatzanschaffungen vermeiden.

Mehrere Betriebssysteme, die gleichzeitig auf dem selben Rechner laufen - das ermöglicht Virtualisierung. Wir zeigen Ihnen, wo die Vor- und Nachteile kostenloser Software wie VMware & Co liegen.

Manchmal braucht man einfach einen zweiten Rechner. Zum Beispiel weil man Windows 7 testen oder neue Software ausprobieren will, ohne das vorhandene System zu beschädigen. Oder weil ein wichtiges Programm nur unter XP und nicht unter Vista startet. Oder weil man zusätzlich Linux benötigt. Oder weil man einfach einen anderen guten Grund hat, ein zweites Betriebssystem aufzuspielen. Für solche Zwecke müssen Sie keinen neuen PC anschaffen. Stattdessen nutzen Sie eine Desktop-Virtualisierungs-Software, die einen zusätzlichen Rechner auf der vorhandenen Hardware simuliert. Diese Art von Software nennt man auch Virtual Machine Monitor (VMM). Sie ermöglicht es beispielsweise, einen [int:article,83300]XP-Rechner innerhalb von drei Sekunden einzurichten[/int].Die Ursprünge dieser Technik sind zwar schon einige Jahrzehnte alt, doch ist erst seit knapp drei Jahren "Virtualisierung" das Modewort der Informatik, wie unser [int:article,83423]Hintergrundartikel zum Thema Virtualisierung[/int] verrät.

Virtualisierung - Virtuelle PCs

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Desktop-Virtualisierung

Sie fahren Ihren Computer wie gewohnt hoch und arbeiten damit. Benötigen Sie den Test-PC dann booten Sie ihn einfach, in dem Sie die Virtualisierungs-Software per Mausklick starten. Der Gast-Rechner fährt daraufhin in einem eigenen Programmfenster hoch, zeigt BIOS-Meldungen, startet das Betriebssystem etc. Die Daten des Gast-Rechners liegen üblicherweise in einer Image-Datei auf der Festplatte des Wirtes oder auf einer eigenen Partition. Wenn Sie das Fenster schließen, fährt er wieder herunter. Er verhält sich eben (weitgehend) wie ein "richtiger" Computer.

Virtualisierung: Fenster im Fenster

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Wie hier im VMware Player läuft das Gast-Betriebssystem in einem gewöhnlichen Programmfenster.

Geteilte Hardware

Das Wirts- und das/die Gastbetriebssystem(e) teilen sich die Leistung von Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte und Netzwerkkarte brüderlich. Am schnellsten werden dabei das RAM und die Platte zum Flaschenhals. Immerhin liegen im Arbeitsspeicher statt einem nun mindestens zwei Betriebssysteme sowie die laufenden Anwendungen. Und die Festplatte muss wenigstens zwei Rechner - den Wirt und den Gast - mit Daten versorgen.Die meisten Virtualisierungs-Lösungen können mit dem Wirt verbundene USB-Geräte an den Gast durchreichen. Den so genannten Passthrough von PCI(e)-Adaptern beherrschen hingegen nur sehr wenige Lösungen. Schlecht sieht es für Gamer aus, denn die Leistung der virtuellen Grafikkarte reicht nicht für grafikintensive Spiele.

Virtualisierung: Container-Dateien

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Der Inhalt der virtuellen Festplatte wird häufig Image-Dateien gespeichert, auch Container genannt, die sich vom Wirt aus verwalten lassen.

Hypervisor

Bei der Desktop-Virtualisierung müssen neben den virtuellen Maschinen noch zwei zusätzliche Schichten - die Virtualisierungs-Software und das Wirts-Betriebssystem - laufen. Das bremst die Gäste aus.

Schneller sind Lösungen, bei denen die Gäste auf Basis eines so genannten Hypervisors laufen, d.h. auf einem auf Virtualisierung spezialisierten Mini-Betriebssystem. Allerdings sind solche Lösungen schwerer zu konfigurieren. Und sie starten nur auf der Hardware, für die der Hersteller die passenden Treiber bereitstellt.

Was es mit VMware Player, Server und ESXi auf sich hat, lesen Sie auf Seite 2...

zm_timkaufmann

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