XP in the Box

Virtual PC im Detail, Alternativen

Integrationshintergrund

XP-Modus clever einsetzen

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Über das USB-Menü verbinden Sie USB-Geräte (etwa USB-Sticks) wahlweise mit Virtual Windows XP oder dem umgebenden Windows 7.

Viele der pfiffigen Funktionen im XP-Modus klappen nur, weil in XP spezielle Treiber installiert sind. Sie sorgen etwa dafür, dass der Inhalt der Zwischenablage zwischen XP und Windows 7 getauscht werden kann oder XP-Fenster direkt auf dem Windows-7-Desktop erscheinen. Auch die gemeinsamen Laufwerke und USB-Geräte in XP funktionieren nur so. Alle Virtualisierer wie VirtualBox oder VMware haben solche "Gasterweiterungen". Der Charme bei Virtual Windows XP ist, dass sie bereits vorinstalliert sind.

Manchmal kann es aber doch sinnvoll sein, ein "pures" XP ohne zusätzliche Treiber zu haben. So könnten Sie etwa die Kompatibilität von Programmen im Test besser beurteilen. Außerdem ist es dann fast unmöglich, Daten zwischen Gast (XP) und Host (Windows 7) zu tauschen. Probiert man verdächtige Software aus, bringt das zusätzliche Sicherheit. Rufen Sie in Virtual PC Extras und Integrationsfeatures deaktivieren auf. Windows XP macht einen Neustart, um die Treiber loszuwerden. Das originale XP zeigt jetzt zum Beispiel im Startmenü auch die gewohnten Optionen zum Herunterfahren. Ebenfalls über den Menüpunkt Extras schalten Sie die Treiber auch wieder ein.

Virtualisierung im BIOS

Eine CPU mit Unterstützung für Hardware-Virtualisierung reicht nicht aus, die Funktion muss auch im BIOS-Setup aktiviert sein. Das ist nicht immer der Fall, eine Prüfung lohnt sich also.

Bei älteren AwardBIOS-Versionen, deren Setup sich beim PC-Start mit der Taste [Entf] aufrufen lässt, steckt die Option oft unter Advanced/CPU Configuration. Bei Dell-PCs ruft man das Setup mit [F12] auf und öffnet in der Baumstruktur den Eintrag Virtualization Support. Bei HP-Systemen rufen Sie mit [Esc] und [F10] das BIOS-Setup und darin System Configuration und dann Virtualization Technology auf.

Alternative VirtualBox 3.0

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VirtualBox kann mehr als die Microsoft-Lösung, allerdings ist vom Anwender mehr Handarbeit gefragt (oder erlaubt, je nach Sichtweise).

Windows Virtual PC ist nicht die einzige Option, um unter Windows 7 ältere Betriebssysteme zum Laufen zu bringen. Mehr Funktionen bringt das kostenlose VirtualBox von Sun mit (www.virtualbox.org), zudem unterstützt es offiziell auch diverse Linuxe und andere Betriebssysteme. Sogar Gasterweiterungen gibt es für viele davon, außerdem muss die CPU weder Intel VT noch AMD-V beherrschen. Die kürzlich erschienene Version 3.0 erlaubt sogar die Zuteilung von bis zu 32 CPU- Kernen an eine virtuelle Maschine. Das setzt allerdings bei der CPU Hardware-Virtualisierung (Intel VT und AMD-V) und die entsprechende Anzahl Kerne voraus.

Ein wenig nachrüsten müsste Sun noch bei der Bedienung. Teilweise muss man auf Kommandozeilen-Tools ausweichen, um etwa eine virtuelle Maschine zu duplizieren. Auch muss man Windows XP (oder Vista) erst einmal in einer neuen virtuellen Maschine komplett von einer Setup-CD installieren, inklusive Eingabe der Seriennummer und Aktivierung. Da ist Microsofts Virtual Windows XP einfach bequemer.

SP1 für Virtual PC 2007

Wer kein Windows 7 hat, kann auch Windows Virtual PC nicht installieren. Die Vorgängerversion Virtual PC 2007 ist schon in die Jahre gekommen, Microsoft hat sie aber kürzlich mit dem Service Pack 1 veredelt.

Der Virtualisierer hat in etwa dieselben Funktionen (mit Ausnahmen wie dem Seamless-Modus oder USB- Unterstützung), läuft aber auch unter Windows XP, Vista, 2003 und 2008 (jeweils 32- und 64-Bit- Version).

Neu beim SP1 ist die offizielle Unterstützung für zusätzliche Gastbetriebssysteme: Vista SP1, Windows XP SP3 und Windows Server 2008. Geblieben sind die geringeren Anforderungen an den Prozessor, der keine Hardware-Virtualisierung (Intel VT oder AMD-V) bereitstellen muss.

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