Smartrendering, das Fremdwort des Jahres

Videoschnittprogramme im Test

Ende 2006 sind die ersten hochauflösenden Camcorder erschienen, die im AVCHD-Format aufzeichnen. Jetzt, zwei Jahre später, verspricht praktisch jeder Videoschnitt-Software-Hersteller, mit AVCHD umgehen zu können. Aber welches dieser Programme kann die aufgezeichneten Erinnerungen wirklich verlustfrei schneiden?

  1. Videoschnittprogramme im Test
  2. Leichte Arbeit
  3. Ausprobiert
  4. Trauerspiel
Software Smart Rendering -AVCHD-Smart-Rendering in Videoschnittprogrammen

© Jörg Knitter

Software Smart Rendering -AVCHD-Smart-Rendering in Videoschnittprogrammen

Nach den Flachbildfernsehern stehen AVCHD-Camcorder ganz hoch im Kurs der Elektronikmarkt-Besucher, und das verwundert nicht: Die Aufnahmen der kleinen Geräte beeindrucken durch hohe Schärfe und brillante Farben und halten Erinnerungen in nie da gewesener Qualität fest. Und das Beste: Sie kosten kein Vermögen.

Der Preis des für diesen Test verwendeten Camcorders Canon HF100 liegt bei Online-Shops bereits bei unter 600 Euro, und auch die Panasonic HDC-HS100, deren Aufnahmen wir ebenfalls für den Test hernehmen konnten, gibt es als HDC-SD100 nur mit SD-Kartenslot (ohne Festplatte) für unter 700 Euro.

Sowohl wegen ihrer Bildqualität, als auch wegen ihrer Preise und der damit verbundenen Nachfrage haben die AVCHD-Camcorder den Status als Geräte für "Early Adopter" verlassen, sie sind massentauglich geworden. Und im Gegensatz zu noch etwas zu teuren Blu-ray-Playern sind es, abgesehen von den derzeit noch unterbeschäftigten HDTV-Empfängern, die ersten Geräte, die Full-HD auf den heimischen neuen Flachbildfernseher bringen und Konsumenten die Vorteile von HD im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen halten.

Aber: Für den Hobbyfilmer ist der Camcorder nur die eine Hälfte der Ausstattung, es fehlt noch die geeignete Schnitt-Software.

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Software Smart Rendering -AVCHD-Smart-Rendering in Videoschnittprogrammen
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Smarte Rechner

Software Smart Rendering -AVCHD-Smart-Rendering in Videoschnittprogrammen

© Jörg Knitter

Darstellung einer GOP von MPEG-1/-2 aus Wikipedia: Deutlich ist die Abhängigkeit der Bilder untereinander zu erkennen.

Dabei muss man jedoch nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen: Vielen würde es reichen, unerwünschte Szenen zu löschen und zu lange oder ungewünschte Szenen zurechtzustutzen. Wer dabei möglichst die Ausgangsqualität behalten möchte, sollte auf das Schlagwort Smart Rendering oder marketingtechnisch bedingte Variationen davon achten.

Dabei wird nur das neu berechnet, was sich wirklich ändert, der Rest wird nur kopiert. Kurzum: Bei Schnitten oder einfachen Überblendungen werden nur diese "Anschlussstellen" neu berechnet. Bei anderen Bearbeitungsschritten wie Farbkorrekturen, Einblendungen etc. kann Smart Rendering allerdings nicht helfen, da das gesamte Bild davon betroffen ist.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Nicht nur die Rechenzeit reduziert sich deutlich, auch die Bildqualität bleibt größtenteils erhalten. Und gerade letzter Punkt ist bei AVCHD kritisch: Während man bei den guten alten DVAufnahmen kaum JPEG-ähnliche Artefakte wahrnehmen konnte, ist eine AVCHD- Aufnahme mit 1920x1080 Pixeln bei rund 15 MBit/s AVC-Videokompression auf einem Full-HDScreen bereits ziemlich am Limit - zugegeben: Bei fünf Metern Entfernung erkennt man auch hier keine Störungen. Dennoch: Wofür Qualität einbüßen und Rechenzeit opfern, wenn das nicht notwendig ist?

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