Auf Sendung

Video-Podcasts

Videos deutlich aufwendiger

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© PC Magazin

Uni-TV: Die Bonner Friedrichs-Wilhelms-Universität liefert als erste deutsche Universität ein vielseitiges Podcast-Angebot.

Deutlich mehr Arbeit steckt in anspruchsvollen Video-Podcasts. Die wenigsten Folgen lassen sich in einem halben Arbeitstag schneiden, der Schnitt mit Nachvertonung kann eine Woche und länger dauern. Doch dies schwankt oft von Beitrag zu Beitrag.

Dank einer größeren Geldspritze der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) stehen uni-bonn.tv drei Jahre lang rund 100 000 Euro jährlich zur Verfügung. Die Bonner Uni bietet eine riesige Auswahl an Video-Podcasts, darunter viele Beiträge zu wissenschaftlichen Themen. Die Studenten erhalten einen zweitägigen Einführungskurs, geschnitten wird am Avid Media Composer und einem eigenen Audio-Schnittplatz, die Aufnahmen erfolgen mit zwei Camcordern.

Laut Koordinator Klaus Herkenrath haben die Studierenden, darunter Technikjournalisten wie Medienwirtschaftler, unterschiedliche Vorerfahrungen. "Das 3-Stufen-Training durch externe Trainer hat sich bewährt", sagt Herkenrath. Manche Filme könnten etwa durch eine bessere Ausleuchtung gewinnen - die Produktion erfolge aber immer unter Zeitdruck.

Neben der regulären Arbeit entsteht auch ersatz.TV. Hier finden sich technisch aufwändig produzierte Reportagen etwa zur Bauma-Messe 2010 oder zur Schufa. Hartmut Grawe, verantwortlich für die Redaktion: "Der Inhalt steht im Vordergrund", eine "Hollywood-reife Umsetzung" des Alternativ-Senders sei nicht möglich und nötig.

"Entscheidend sind Authentizität und die gute Idee", meint Grawe. Der Schnitt erfolge mit Vegas Pro 9, da diese Software auch gute Audio- und Compositingfunktionalität biete. Als Kamera hat eine Pentax K7 die Sony Z1 verdrängt.

Die Aufnahmen lassen sich in mehreren Formaten bis zu 720p herunterladen. Seit einigen Folgen finden die Dreharbeiten nicht mehr vor der Greenscreen statt: Außenaufnahmen vor Ort sind gefragt, berichtet Grave.

Podcasts - nicht nur Audio

Podcasting, also Produktion und Anbieten abonnierbarer Mediendateien im Internet, entstand vor rund sechs Jahren. Der Begriff verknüpft die Wörter iPod (Apples tragbarer Medien-Abspieler) und Broadcasting (Rundfunk). Die Mediendateien enthielten zunächst nur Hördaten, inzwischen zunehmend auch Video.

Videofilme im Kommen

Podcasts bestehen nicht aus einem einzelnen Beitrag, sondern aus einer inhaltlich zusammenhängenden Serie von Medienbeiträgen. Diese Episoden lassen sich auf Wunsch automatisch beziehen. Dazu sind unterschiedliche Methoden gebräuchlich, vor allem RSS-Feeds. RSS steht für Really Simple Syndication und ist ein plattformunabhängiges Format, das auf XML basiert.

Für Videomaterial sind auch die Bezeichnugnen Video-Podcast, Vodcast oder Vidcast gebräuchlich. Podcasts sind bisher in der Regel kostenlos.

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