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Verstecktes XP-Tuning Verstecktes XP-Tuning

Wenn Sie längere Zeit nichts am PC machen, beginnt er plötzlich deutlich hörbar zu arbeiten. Scheinbar optimiert er sich selbst. Oder ist es ein Virus? Lesen Sie, was Ihr Windows treibt, wenn Sie nicht da sind und wie Sie dabei eingreifen können.
Verstecktes XP-Tuning

Was macht Windows in seinen Arbeitspausen? Das Phänomen ist wohl jedem Windows-Benutzer bekannt: Sobald man den Computer eine Weile nicht anrührt, beginnt auf einmal die die Festplatte zu arbeiten. Nach wenigen Minuten ist der Spuk wieder vorbei. Es gibt eine ganze Reihe von Optimierungsarbeiten, die Windows während seiner Leerlaufzeiten erledigt. Dabei bedeutet Leerlaufzeit nicht, dass Windows leer läuft. Im Hintergrund führt es verschiedene Dienste und Programme aus. Die Leerlaufzeit, im Englischen System Idle Time genannt, beginnt, sobald Tastatur und Maus nicht mehr angerührt werden. Das Betriebssystem signalisiert auf Nachfrage allen Anwendungen, wann diese Zeit begonnen hat. Auf den zugehörigen Zähler greifen beispielsweise die Screensaver von Windows zu: Bei ihnen lässt sich einstellen, nach welcher Wartezeit sie aktiviert werden sollen. Diese Wartezeit ist nichts anderes als die System Idle Time. Nicht einstellbar ist, nach welcher Leerlaufzeit die folgenden Programme und Dienste aktiviert werden:

  • Systemwiederherstellung
  • Indexdienst
  • Prefetch-Optimierung

Sie starten automatisch nach fünf bis 30 Minuten, nachdem Windows keine Eingaben mehr registriert hat.

Hinzu kommen Festplattenzugriffe, die durch im Hintergrund laufende Dienste ausgelöst werden. Dazu zählen beispielsweise Einträge ins Ereignisprotokoll oder die Suche nach einem Netzwerk. Aber auch das automatische Anpassen der Größe der Auslagerungsdatei bei vermindertem Speicherbedarf fällt in diese Kategorie.

Zum dritten gibt es Programme und Dienste, die unabhängig von der Leerlaufzeit zu einem bestimmten Zeitpunkt ihren Dienst aufnehmen. Das können Anwendungen wie etwa ein Backup-Tool sein, die nun jeden Tag um 12 Uhr die Daten sichern - egal, ob der Computer gerade im Leerlauf ist oder nicht. Auch das Windows-Update sucht automatisch alle 17 bis 22 Stunden nach neuen, noch nicht installierten Patches für Windows XP.

Schließlich besitzen Windows-Applikationen Funktionen, die regelmäßig die Festplatte rattern lassen.

Dazu zählt etwa Antiviren-Software, die bei einer offenen Internet-Verbindung nachschauen, ob auf dem Server des Herstellers eine aktualisierte Programmversion oder Virendefinitionsliste vorliegt.

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