So ziehen Sie richtig Strippen

Vernetzung im Heimkino

Unterschiedliche Ausstattung für gleiche Zwecke? Ähnliche Bezeichnungen für völlig verschiedene Anwendungen? Das verwirrt. Video-HomeVision zeigt, wo die feinen und großen Unterschiede wichtiger Begriffe liegen. Im vierten Teil erfahren Sie, ob und inwieweit sich die zahlreichen Bild- und Tonformate voneinander unterscheiden, die für Ihre Heimkinoanlage wichtige Rollen spielen.

  1. Vernetzung im Heimkino
  2. 720p und 1080i
Hochhäuser

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... das Ergebnis.

1. 16:9, Cinemascope, Widescreen

Diese Begriffe stehen für Breitbildformate. Im Gegensatz zu 4:3: Das klassische TV-Format fällt deutlich schmaler aus. Die Zahlen beschreiben das Verhältnis von Bildbreite zu -höhe. Je größer die Differenz zwischen den jeweilige Zahlenpaaren, desto breiter fällt das Bild aus. Das Cinemascope- Format, in dem nach wie vor viele Kinofilme gedreht werden, zeigt das Verhältnis 21:9 oder - ganz exakt gemessen - 2,35:1.

Damit geht es am stärksten in die Horizontale. Die extreme Blickweite soll den Betrachtungseffekt für die Zuschauer steigern. 16:9 stellt einen praxisgerechten Kompromiss zwischen Kino- und TV-Anwendung dar. Das Format wurde daher als Mindestbreite für High-Definition- Filme festgelegt und entspricht dem Seitenverhältnis der HD-ready-Schirme. Der Begriff "Widescreen" schließlich ist lediglich ein Marketingbegriff für alle Breitbildformate.

2. Anamorph und Letterbox

Auch hier geht es um die Darstellung von Breitbildern. Letterbox ist jedoch an sich kein Bildformat, sondern ein Verfahren, mit dessen Hilfe man 16:9-oder 21:9-Filme auf den schmaleren 4:3-Fernsehern anschauen kann. Man sieht den Film dann in voller Breite, gleichzeitig aber auch die wohlbekannten schwarzen Streifen oben und unten. Wichtig ist, sich zu verdeutlichen, dass sich das eigentliche Bild bei diesem Verfahren stark verkleinert. Das fällt auf einem 4:3-Schirm sofort auf - Breitbildfilme erhalten Briefmarkengröße.

Tückisch wird es allerdings mit einem Breitbildfernseher. Denn der vergrößert das Bildchen wieder, bis der Schirm damit möglichst komplett ausgefüllt ist. Am Ende wirkt es gröber und unschärfer, als es eigentlich sein müsste. Die Anamorph-Technik vermeidet genau diesen Effekt. Statt die Bilder zu verkleinern und in Balken zu packen, werden sie mit ihr in voller Größe und mit der vollen Bildpunktzahl dargestellt.

Man erhält daher bestmögliche Schärfe. In diesen Genuss kommen Sie allerdings erst, wenn Sie im Menü Ihres DVD-Players und Digital-TV-Empfängers "Breitbild" oder "16:9" als Schirm-beziehungsweise Zuspielformat einstellen. Bei analogem TV-Empfang kommt die Anamorph-Technik nicht zum Zug, weswegen Sie mit größeren Flachbildschirmen nicht zuletzt aus diesem Grund Digital-TV vorziehen sollten.

3. High-, Standard-Definition, Auflösung

Logo HD ready

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Logo HD ready

Die Gleichung ist einfach: Je mehr Bildpunkte ein Bild enthält, desto mehr Details kann es darstellen. Folge: Das Bild wird schärfer. Die Auflösung beschreibt dabei die Anzahl der Bildpunkte. In der Regel werden Höhe und Breite des Bildes gegenübergestellt. Standard-Definition (SD) bedeutet so viel wie Standard-Auflösung und zählt in Europa 720 x 576 Bildpunkte. High-Definition (HD) kommt entweder auf 1920 x 1080 oder 1280 x 720 Bildpunkte.

Vor- und Nachteile

High-Definition
+ äußerst scharfe Bilder
+ Großbilder (auch Projektion) möglich
- noch relativ wenig Filme und TV-Programme
Standard-Definition
+ großes, kostengünstiges Angebot an Filmen, 
TV-Sendern und Geräten
- für moderne Flach- und Großbildtechnologien eher ungeeignet

4. Halbbild und Vollbild, 720p, 1080i, 1080p

Halbbilder zu einem Vollbild

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LCD- wie auch Plasmafernseher setzen die beiden nacheinander übertragenen Halbbilder zu einem Vollbild zusammen. (siehe Bild unten)

Fürs Fernsehen aufgenommene Bilder bauen sich zeilenweise auf. Bei der Vollbilddarstellung werden alle Zeilen auf einmal von der Kamera eingefangen, übertragen und vom Bildschirm oder Beamer angezeigt. Dieses Format nennt sich Progressive (p). Halbbilder präsentieren stets nur jede zweite Zeile. Dabei kommen zuerst die ungeraden, dann die geradzahligen Zeilen zum Zug. Dieses Format nennt sich Interlaced (i), zu Deutsch Zeilensprung.

Weil die TV-Bilder sehr schnell aufeinanderfolgen, wirken auch die Halbbilder schließlich fast wie Vollbilder, weswegen Sendungen in Standardauflösung stets interlaced ankommen.

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