Steuerlust?

Vergleichstest: Universalfernbedienungen

Wenn die Anzahl an Fernbedienungen stetig wächst und nur noch Verwirrung stiftet, wird es Zeit für eine Universalfernbedienung. 14 Modelle im Bereich von 10 bis 1.300 Euro müssen zeigen, was sie steigern: Lust oder Last.

  1. Vergleichstest: Universalfernbedienungen
  2. Teil 2: Vergleichstest: Universalfernbedienungen
Frau mit Fernbedienung

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Vergleichstest: Universalfernbedienungen

Kein Platz fürs kühle Bier, kein Platz für die Programmzeitschrift, kein Platz für die saisonal variierende Dekoration, die die Dame des Hauses regelmäßig mit viel Liebe drapiert. Der Couchtisch ist voll. Spätestens seit der Weihnachtsmann den Bestand an Unterhaltungselektronikgeräten um einen HDD-DVD-Player erweiterte, ist das gute Möbelstück in fester Hand einer immer weiter anschwellenden Fernbedienungsarmada. Das Bier wird in der Hand schneller warm und die Gattin ohne schmückenden Tand reizbar. Eine Lösung muss her.

Ein größerer Tisch kommt aus raumökonomischen Gründen nicht in Frage. Bleibt nur eine Reduzierung der vorhandenen Steuermittel. Besser noch: ein Ersatz. Eine Fernbedienung, welche alle anderen ersetzt. Eine Kommandozentrale. Ein Machtzentrum – eine Universalfernbedienung.

Der Markt programmierbarer Fernbedienungen erstreckt sich von Modellen, die gerade mal zwei Endgeräte steuern können, bis zu High-End-Varianten, die neben A/V-Anwendungen per Funk sogar über die Lichtverhältnisse im Wohnzimmer verfügen können, während sich die Preise in einem großen Bereich von 10 Euro für Produkte von No-Name-Herstellern bis 1.300 Euro für das Top-Modell von Marantz bewegen. Die Gestaltung reicht von Gebern im gewohnten Design bis hin zu Fernbedienungen, die sich auf den ersten Blick gar nicht als solche zu erkennen geben, vielmehr im Gewand eines Palms auftreten.

Reichweitenerweiterer der Logitech Harmony 895

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Jeweils zwei der insgesamt acht kleinen Infrarotsender docken per 3,5-mm-Klinke am Reichweitenerweiterer der Logitech Harmony 895 an.

Das Bedienungsprinzip der Multitalente ist im Grunde immer gleich: Per Knopfdruckwird das gewünschte Gerät auf der Fernbedienung angewählt und von dieser dann dirigiert. Manche Modelle überlassen es dem Benutzer, die Lautstärketasten fest einer Komponente zuzuordnen, so dass unabhängig vom gewählten Gerät eine Änderung des Pegels immer möglich ist. Vertreter der höheren Preissegmente begnügen sich damit nicht. Sie können vielmehr ganze Befehlsfolgen (so genannte Makros oder Aktionen) speichern und auf einen Tastendruck die Kommandos an die entsprechenden Zuspieler und Ausgabegeräte übermitteln. So setzt beispielsweise ein einziger Knopfdruck Fernseher, DVD-Player und Surround-Receiver in Gang, aktiviert die erforderlichen Ein- und Ausgänge und veranlasst die Wiedergabe ab Kapitel drei, während sich die Vorhänge surrend zuziehen – schöne neue Medienwelt.

Zunächst richtet sich die Wahl des passenden Zauberstabs nach dem Umfang der multimedialen Ausstattung. Während die Steuerung von Fernsehgerät und Satellitenreceiver auch mit einer einfachen Fernbedienung gelingt, erfordert die Bedienung eines komplexen Heimkinosystems inklusive Stereoanlage ein anderes Kaliber. Auch der Funktionsumfang, den die programmierbare Fernbedienung für eine einzelne A/V-Komponente abdecken soll, ist wichtig. Genügen die Grundfunktionen des Videorecorders, oder soll eine Timereinstellung über ShowView mit der Universalfernbedienung möglich sein? DesWeiteren spielt die Verbreitung eines Endgerätes eine Rolle, da die Profile von Exoten nicht bei jedem Controller Berücksichtigung finden. Ob die eigenen Geräte Eingang in die Code-Datenbank gefunden haben, verrät oftmals ein Blick auf die Verpackung. Auch eine eventuell anstehende Erweiterung der Home-Entertainment-Ausstattung ist für den Entscheidungsprozess von Bedeutung, schließlich soll sich der Commander auch kommende Gerätegenerationen untertan machen. Firmware-Updates gewähren Zukunftssicherheit.

Vivanco VC 6 SE

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Vivanco VC 6 SE: Das Steuerkreuz zur Navigation in Menüs ist für dicke Männerdaumen ein bisschen zu klein geraten.

Wer nichts dem Zufall überlassen möchte, fasst Fernbedienungen ins Auge, die Befehle des Originalgebers erlernen können.

Eine grobe Einteilung des Angebots lässt sich nach der Art der Installation vornehmen (siehe Kasten, Seite 74). Die Programmierung per Codeeingabe ist am unteren Ende der Preisskala gängig. Ein Vorgang, der Geduld, Disziplin und noch mehr Glück erfordert, wenn in der Bedienungsanleitung 36 verschiedene Zahlencodes für ein gesuchtes Gerät zu lesen sind. Die Crux liegt nun darin, dass sich oft mehrere Datensätze zwar die Befehle der Basisfunktionen teilen, für Sonderfunktionen aber verschiedene Kommandos verwenden. Wer alles aus seiner Universalfernbedienung holen will, muss langwierig ausprobieren.

Schon Feinheiten können zwischen blanker Verzweiflung und Freude beim Steuern entscheiden. Die Geber von One For All gehen mit gutem Beispiel voran: Während die Konkurrenz die in Frage kommenden Codes nach dem Zahlenwert der Ziffern ordnet, wählte One For All als Ordnungskriterium die Häufigkeit des Profils. Kleine Ursache, große Wirkung: Die richtigen Codes für die Geräte unseres Hörraums waren ruck, zuck gefunden. Auch Vivanco und Thomson mit ihren Modellen VC 6 SE und ROC 6505 bieten eine Möglichkeit an, die Suche nach der richtigen Einstellung effektiv zu verkürzen. Die Programmierung basiert auf einer automatischen Suche, welche einen Wechsel auf den nächsten Gerätecode durch einen einfachen Tastendruck und ohne Zifferneingabe erlaubt. Während andere Modelle dem Benutzer abverlangen, sich durch sämtliche Herstellercodes zu klicken, ermöglichen die ROC 6505 und die VC 6 SE eine Beschränkung auf die Profile eines Herstellers. Allerdings gilt das nur für eine Hand vollMarken.

Skymaster

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Die transparente blaue Folientastatur nennt der Hersteller „Touch Screen“. Dem ergonomisch ungünstigen Layout gab Skymaster keinen Namen.

Vivanco geht noch einen anderen Weg, die Einrichtung zu erleichtern: Die Flüssigkristallanzeige des Modells UR 850 LCD zeigt während der Programmierung den ausgewählten Code an. Mit Hilfe der Pfeiltasten kann man sich durch einen Katalog von Herstellern und Gerätegattungen hangeln. Leider ist ein Wechsel auf den nächsten Code für das gleiche Gerät nur durch neumaliges Durchforsten der Liste möglich. Keine echte Erleichterung also.

Für den Fall, dass Geräte allen Versuchen zum Trotz nicht in der Datenbank zu finden sind, zeigen sich die ROC 6505, die VC 6 SE und die Kameleon 8 mit einer Lernfunktion gewappnet. Das Top-Modell von One For All bietet als Schmankerl zudem eine pfiffige Möglichkeit, Gerätecodes auf die Fernbedienung nachzuladen, falls die benötigten werksseitig noch nicht im Speicher sind. So lassen sich die als Piep- und Kratzgeräusche verschlüsselten Daten per Telefonhotline oder via das Internet abrufen und dann über ein eingebautes Mikrofon in die Kameleon 8 einspeisen.

Deutlich einfacher als die Zifferneingabe ist die menügeführte Programmierung, die die meisten Fernbedienungen oberhalb von 100 Euro bieten. Über Displays teilen sie dem Benutzer erforderliche Schritte und Wahlmöglichkeiten mit und machen eine Bedienungsanleitung fast überflüssig. Egal, ob es darum geht, ein neuesMakro aufzunehmen oder eine neue A/V-Komponente fernzusteuern, das selbsterklärende Setup-Menü hilft stets weiter. Die Ausführung der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine ist dabei modellabhängig: mal simpel per Steuerkreuz und Drehrad, mal komfortabel per Touchscreen.

Die beiden teuersten Geräte im Testfeld sind mit einem solchen berührungssensiblen Bildschirm ausgerüstet und zeigen, dass ein hoher Kaufpreis nicht zwingend eine umfassende Codedatenbank nach sich zieht. So stellte sich die Marantz RC 9500 als Spezialistin zur Bedienung von markeneigenen Geräten heraus. Zwar weigerte sie sich bei Fremdmarken nicht, doch verlangte sie nach Unterrichtsstunden per Originalfernbedienung. Fertige Befehlssätze für Nicht-Marantz-Geräte sucht man vergeblich. Eine zumindest fragwürdige Ausrichtung, bedenktman den Kaufpreis von 1.300 Euro. Die Philips 9800i bot eine ähnlich schwache Vorstellung. Einem Gerät dieser Preisklasse ist es gerade noch zu verzeihen, wenn im Setup- Menü keine High-End-Receiver der amerikanischen Nobelschmiede Krell gelistet werden. Ein unverzeihlicher Lapsus hingegen ist es, wenn es sich für die Lektionen des Krell-Gebers nicht aufnahmefähig zeigt. Die anderen lernfähigen Fernbedienungen beherrschen das besser.

One For All Kameleon 8

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Rechtsausleger: Mit ihrem asymmetrischen Profil liegt die One For All Kameleon 8 nur Rechtshändern angenehm in der Hand. Linkshänder haben das Nachsehen.

Wie komfortabel die Installation mit dem Menü, wie schnell die Einrichtung per Zifferneingabe auch vonstatten ging, alleswächst zu einem scheinbar unlösbaren Problem an, sobald man sich an die Installation der Logitech Harmony 525 und 895 gewöhnt hat. Ihre mitgelieferte Software fragt am Rechner penibel Angaben zur Entertainment-Ausstattung und deren genauen Modellbezeichung ab, richtet Makros ein, lässt die Tastenbelegung beliebig ändern und generiert daraus ein Datenpaket, das abschließend per USB-Kabel an die Harmony übertragen wird. Fertig! Alles funktioniert auf Anhieb wie gewünscht. Im Falle unseres Testfernsehers kannten die Logitechs sogar mehr Befehle als die Originalfernbedienung. Perfekte Harmonie zwischen Besitzer, Anlage und Geber.

Ermöglichtwird diese Harmonie durch eine pfiffige Software, welche nicht nur die Codedatenbank beinhaltet, sondern auch regelmäßig im Internet nach aktuellen Updates Ausschau hält.

Die komfortabelste Programmierung wäre allerdings wertlos, wenn sie mit einer ergonomisch so ungünstigen Tastatur wie die der Skymaster Touch Screen 3 in 1 kombiniert wäre. Wohl aus stilistischen Gründen wichen die Tasten des Nummernblocks einer blauen, transparenten Folientastatur. Über das optische Ergebnis kann gestritten werden. Unumstritten ist jedoch, dass sie keinerlei Rückmeldung über eine Tastenbetätigung gibt und durch ihre Absenkung in Richtung Gehäusemitte im Einhandbetrieb schwer zu bedienen ist. Diese Orientierung an Effekten findet ihre Fortsetzung im vermeintlichen Steuerkreuz, das auch im Menümodus stur die Lautstärke regelte, statt im Menü zu navigieren. Im Gegensatz dazu kommt die One For All URC 3445 Robusto 4 mit der Doppelbelegung des Navigationskreuzes zurecht. Sie empfiehlt sich mit ihrer Einfachheit und Reduzierung auf dasWesentliche als Steuerung eines Fernsehers mit Satellitenreceiver und Videorecorder. Dank einer schützenden, griffsympathischen Gummiumrandung und ihrer recht stabilen Ausführung ist der Name durchaus auch Programm.

Deutlich kompakter, jedoch ergonomisch nicht so günstig präsentiert sich die Vivanco 12 in 1. Der knopfzellenbetriebene Geber war mit einer Höhe von 13,5 mm der flachste im Testfeld und ließ eine einfache Bedienung der Basisfunktionen zu. Einzig die etwas nachlässige Verarbeitung und seine wacklige Tastatur konnte man ihm ankreiden. Das gilt in gleichem Maße für seine beiden Markenkollegen. Doch während die VC 6 SE ungeachtet ihres wenig eleganten Auftritts angenehm in der Hand liegt und mit fluoreszierenden Tasten aufwartet, sorgt die UR 850 LCD nur für Staunen: Warum spendierte Vivanco dem Display eine Beleuchtung, den Tasten aber nicht?

Die beiden Geber 5in1 sowie Alveus Lux 10 des Herstellers Ruwido gleichen sich auf den ersten Blickwie Zwillinge. Die Gestaltung der beiden Gehäuse, das Tastenlayout und selbst der Batteriefachdeckel lassen keine Unterschiede erkennen. Wie kann dann der Aufpreis von 17 zu 64 Euro gerechtfertigt sein? Wer beide in die Hand nimmt, der merkt sofort, wo die fast 50 Euro Aufpreis verblieben sind. Während die 5in1 komplett aus Kunststoff gefertigt ist, besteht die obere Hälfte der Alveus Lux 10in1 ausmatt schimmerndem Metall, und die Rückseite zeigt sich in einem händeschmeichelnden Softlack. Auch die Betätigung der Tasten offenbart klare Qualitätsunterschiede: eine labbrige Tastaturmatte in der einen, satt klickende Einzelschalter, die zudem blau illuminiert sind, in der anderen. Dennoch muss man der 5in1 eine gute Verarbeitung und Solidität zugutehalten – speziell im Vergleich zur Konkurrenz im Preissegment bis 20 Euro.

Harmony 525

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Wechselhaft: Die Softkeys neben dem Display lassen sich mehrfach belegen. Ihre Funktionen wechseln durch Betätigung der Pfeiltasten.

In puncto Verarbeitung kann der Ruwido Alveus Lux 10 nur noch die Kameleon 8 von One For All dasWasser reichen. Das komplett aus Metall gefertigte Gehäuse fasst eine Tastatur mit deutlichem Druckpunkt ein. Ihre Beschriftung kann sich dem jeweiligen Einsatzzweck anpassen, indem das Elektroluminiszensdisplay feststehende Schriftzüge ein- oder ausblendet. Die Anpassungsfähigkeit stößt leider schnell an ihre Grenzen, wenn der Geber zusätzliche Funktionen oder Makros lernt. Unter welcher Taste sie sich verbergen, muss sich der Benutzer merken, der sich schon bald ein wenig verloren in den vielen Zahlen- und Tastenkombinationen desMetallgebers fühlt. So kommt dessen wahre Leistungsfähigkeit leider nicht zu Geltung, denn was Variabilität und Vielfalt angeht, braucht er sich selbst vor teureren Produkten nicht zu verstecken.

Die Tastatur der Philips SRU 9600 ist ganz ähnlich ausgeführt, wirkt aber dank einer Reduzierung der Tastenanzahl aufgeräumter und lässt sich von Novizen schneller bedienen. Zugang zu weniger häufig benötigten Funktionen erlangtman über die Taste "Jog Mode" sowie eine entsprechende Anzeige auf dem Matrixdisplay am oberen Ende des gut verarbeiteten Gebers. Die hier ablesbaren Anweisungen führen komfortabel und sicher durch den Funktionsdschungel.

Mit einem Display kann die im Chromglanz auftretende ROC 6505 von Thomson nicht aufwarten. Sie wendet sich eher an designorientierte Gemüter. Befürchtungen, dass sich die Entwickler neben dem Erscheinungsbild auch eingeschränkte Bedienungsfreundlichkeit bei einem amerikanischen Handyhersteller abgeschaut haben, lösen sich bereits beim Einrichten in Wohlgefallen auf. Zwei Wermutstropfen gibt es dennoch: Zum einen verweigerte das Testexemplar Dauerfeuer – für eine schnelle Änderung der Lautstärke war ein Stakkato von Tastenbetätigungen notwendig –, zum anderen gingen leuchtende Tasten stets mit einem hochfrequenten Piepton einher. Auch die Logitech Harmony 895 und die One For All Kameleon 8 nervten mit dieser Eigenheit.

Abgesehen von dieser Unart, lässt sich über die beiden Logitechs nur Positives berichten. Sie erfassen sämtliche Funktionen des zu bedienenden Gerätes und teilen sie den entsprechenden Tasten zu. Funktionen, die ihre Entsprechung auf den festen Tasten nicht finden, erhalten ihren Platz auf dem Display und den angrenzenden Softkeys. Da die Harmony 895 derer acht offeriert, befindet sie sich gegenüber ihrem Schwestermodell 525 mit vieren leicht im Vorteil. An diese Verteilung der Befehle muss sich der Benutzer indes keineswegs halten. Wer die Lautstärkenverstellung über "Rec" und "Pause" praktischer findet, dem stehen sämtliche Wege offen. Allerdings können Änderungen jedweder Art lediglich am Rechner vorgenommen werden, womit sich die beiden Musterschüler für computerlose Haushalte disqualifizieren.

Frau mit Fernbedienung

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Vergleichstest: Universalfernbedienungen

Für fortgeschrittene Anwendungen warten die Logitech Harmony 895 und das Schlachtschiff von Marantz mit einem Funkmodul auf. Dessen Signale werden von motorgetriebenen Vorhängen und Rollos empfangen. Außerdem reagieren darauf Lichtsysteme und eine Reichweitenerweiterung, die Logitech sogar serienmäßig mitliefert.

Derlei Fähigkeiten befinden sich nicht im Portfolio der Philips 9800i. Dafür überrascht sie mit einem WLAN-Modul, mit dem sie sich in das Drahtlosnetzwerk einwählen kann, um dann die freigegebenen Datenordner des PCs anzuzeigen. Darin befindliche Bilder in den Formaten BMP, GIF und JPEG stellt die Philips auf ihrem 3,5 Zoll großen Touchscreen in Farbe dar und kann mit ihrem versteckten Minilautsprecher sogar MP3-Files zum Besten geben. Schöner und besser wird die Multimediashow allerdings, wenn der Computer im Fernbedienungspelz die Dateien kabellos an die UPnP-fähigen Ausgabegeräte weiterleitet. Außerdem will er mit seiner Internetverbindung auch noch die Programmzeitschrift ersetzen. Schließlich aktualisiert er dafür im Netz regelmäßig seinen Electronic Programme Guide (EPG).

Trotz ihres astronomischen Preises kann sich die Marantz RC 9500 nicht annähernd so eindrucksvoll in Szene setzen. Ihre englischsprachige Benutzeroberfläche lässt sich per Software zwar nach Belieben grafisch gestalten, doch die Bedienelemente des Touchscreens wirken, wie mit dem Salzstreuer verteilt. Auch die Verarbeitung ist nicht so, wie man es von einem High-End-Produkt erwartet. Der Akkufachdeckel klappert, das Einsetzen in die Ladestation erfordert ein gerüttelt Maß an sanfter Gewalt, und dem Gehäusematerial kann man nur zugutehalten, dass Kunststoff nicht so kalt wird wie Metall.

Ein Funktionsmerkmal hat die Marantz allerdings all ihren Konkurrentinnen voraus. Eine Fähigkeit, die sie zu einem unverzichtbaren Gadget macht für diejenigen Menschen, die nicht gern in festen Beziehungen leben. Denn wenn man der Bedienungsanleitung Glauben schenken darf, können mit Hilfe der RC 9500 sogar Seitensprünge programmiert werden (siehe Ausschnitt oben).

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