Laute Couture

Vergleichstest: Surround-Receiver

Die neue Frühjahrskollektion der AV-Receiver verspricht nicht nur laute und fesche Musikwiedergabe, sondern auch eine gewisse Video-Performance. Die Redaktion lüftet den Schleier über diesen Neukreationen der Klassen von 700 bis 800 und um 1.000 Euro.

Receiver mit Frau

© Archiv

Vergleichstest: Surround-Receiver

An der Schallmauer

1.000 Euro sind für viele die Schmerzgrenze, wenn es um den Kauf eines AV-Receivers geht. Dabei markiert diese Schallmauer für die Hersteller eigentlich erst die Grenze, wo sich im HDMI-Zeitalter die Verarbeitung von Ton und Bild ausgewogen umsetzen lassen. Wir ließen die beiden Schaltzentralen von Onkyo und Pioneer gegeneinander antreten.

Mit der Vorgängerserie des TX-SR804E, die auf die Ziffer 3 endete, musste sich Onkyo vielerorts Kritik gefallen lassen, sich zu sehr auf den Ton konzentriert zu haben. Die neue Produktlinie soll indes nicht nur dieses Manko beheben, sondern setzt demonstrativ mit HDMI-Vollausstattung inklusive einem Video-Konverter für 700 Euro in visueller Hinsicht eine neue Bestmarke unterhalb von 1.000 Euro. So gesehen bedeutet das für den TX-SR804E wahrlich keinen leichten Stand, sich gegen den voll ausgestatteten kleineren Bruder sowie den klangfixierten, videoseitig jedoch vergleichsweise spartanischen, kostspieligeren Vorgänger TXSR803 zu behaupten.

Onkyo TX-SR804E

© Archiv

Onkyo TX-SR804E

Doch das geht dem Rivalen von Pioneer eigentlich kaum anders: Er sieht dem 300 Euro billigeren VSX-1016V zum Verwechseln ähnlich, hat weitgehend identische Leistungsdaten für seine sieben Verstärkerkanäle und kann nicht einmal den HDMI-Trumpf ausspielen. Der kleine Bruder verfügt auch über zwei Eingänge und einen Ausgang für das High- Definition-Multimedia-Interface. Die Vorteile des VSX-2016V liegen im Verborgenen: optimierte Einmessautomatik und viele Detailverbesserungen auf der Audioseite und auf der Videoseite ein sinnvoller Normenwandler.

Pioneer VSX-2016V

© Archiv

Pioneer VSX-2016V

So wandelt der VSX-2016AV sogar die über Composite oder S-Video eingespeisten Signale von Videorecordern zur Ausgabe über die Digital-Schnittstelle um. Deswegen genügt wie beim Onkyo TX-SR804E ein HDMI-Anschluss- Kabel für den HD-Monitor oder -Beamer, um alle an den Receiver angeschlossenen Videoquellen in hoher Qualität zu sehen. Außerdem lassen sich nur so die sinnigerweise analog erzeugten Menüs ohne zusätzliche provisorische Strippenzieherei auf dem Plasma oder LCD-Monitor anzeigen - ein Manko, unter dem die kleineren HDMI-Receiver leiden, die lediglich zwischen verschiedenen digitalen Quellen umschalten können.

Onkyo und Pioneer nehmen auch die Ü30-Generation mit ins AV-Zeitalter

In der grundlegenden Philosophie sind sich die beiden Kontrahenten sehr ähnlich. Sie messen sich beide selbstständig über mitgelieferte Mikrofone ein - was dem Pioneer allerdings überzeugender gelang - und lassen sich am Gerät gänzlich anders bedienen als ein vergleichbarer Denon, Marantz oder Harman/Kardon. Onkyo und Pioneer halten in dieser Klasse an der alten Schule fest und installierten für jeden Eingang eine eigene Direktanwahltaste unter dem Display. Damit entfällt umständliches scrollen mit Drehrad oder Wipptaste durch die Flut von Eingängen, wenn man etwa von DVD auf Tuner wechseln möchte.

Angesichts ihres beachtlichen Ausstattungsumfangs lassen sich diese beiden solide aufgebauten Receiver gut bedienen, der Onkyo sogar noch eine Spur intuitiver als der Pioneer. Dafür verlangte die vorbildlich zu aktivierende Einmessautomatik des TX-SR804E nach erheblichen manuellen Korrekturen, nach deren Ursache bei Onkyo derzeit noch geforschtwird. Dagegen hinterließ die gegenüber dem VSX- 1016V durch die Einbeziehung weiterer Raumeigenschaften weiter gesteigerte Pioneer-Einmessung einen hervorragenden Eindruck. Sie nimmt dem Besitzer nicht nur die Grundeinstellung des Surround-Systems ab, sondern versucht sogar, stehende Wellen und andere Raumfehler auszugleichen.

Zwei vom gleichen Schlag: Doch einer klang noch einen Tick besser

Der Hörtest geriet sehr kurzweilig. Der Onkyo betätigte sich als Entdecker und lüftete den Schleier über subtilen Aufnahmedetails. Sänger wie Elvis Costello atmeten förmlich auf. Der akustische Fingerabdruck von Konzertsälen ließ sich mit dem japanischen Saubermann mühelos heraushören. Und der Fokus der analog eingespeisten Stereo-Wiedergabe überzeugte restlos. Wie angenagelt stellte der Receiver Lead-Vokalisten in die Mitte.

Selten wirkte sich die Aktivierung von Funktionen zur direkten Durchschleifung von Audio- Signalen und der Deaktivierung von Display und Video-Sektion so nachhaltig positiv auf den Klang aus. Die Pure-Audio-Taste sollte daher unbedingt aktiv sein beim Musikhören, sonst verliert der Onkyo Fokus und klingt deutlich harscher. Überhaupt blieb eine gewisse Drahtigkeit, unter der etwa die Differenzierung von Männer- wie Frauenstimmen litt, das einzige Manko des spritzigen, luftig wirkenden TX-SR804E.

Bewertung: Pioneer VSX-2016AV

© Archiv

Die Bewertung des Pioneer

Interessanterweise zeichnete sich der Pioneer ebenso durch eine helle Grundtendenz aus. Doch profitierte der 2016er zum einen von dem tief reichenderen, fülligeren Bassfundament und auf der anderen Seite von etwas mehr Farbvielfalt in der Nachzeichnung von Stimmen und Instrumenten.

In Surround blieb die Reihenfolge ebenso erhalten wie die Grundtendenz der Klangabstimmungen. Der Onkyo unterlag abermals nur knapp dem mitreißender klingenden, vor Vitalität brodelnden Pioneer. Dessen Plus an Farbvielt und Gänsehaut brachte 5 Punkte auf den akribisch zu Werke gehenden Rivalen.

Wertung: Onkyo TX-SR804E

© Archiv

Die Bewertung des Onkyo

Fazit

Wenn Onkyo den Bug in der automatischen Einmessung des TX-SR804E in den Griff bekommt (was bei Erscheinen des Heftes schon der Fall sein dürfte), verdient er eine besondere Empfehlung für alle, die auf simple Bedienung großen Wert legen. Von der Gesamtleistung schnürt allerdings Pioneer mit dem VSX-2016AV im Moment für 1.000 Euro ein noch besseres Paket.

Fernbedienungen

Fernbedienungen

© Archiv

Die Fernbedienungen

Onkyo

Die klare Gliederung der Tasten plus ein durchdachtes Bedienkonzept lassen ebenfalls Unbedarfte den Onkyo leicht bändigen.

Pioneer

Die Japaner spendierten sogar noch ein kleines Display. Damit erledigt der Kontrollstab seine Aufgabe gut, aber nicht besser als die Konkurrenz.

Perfect Balance

Durch den anhaltenden Trend zu mehr Ausstattung für weniger Geld verspricht die Preisklasse zwischen 700 und 800 Euro inzwischen einen recht ausgewogenen Kompromiss zwischen Ton und Bild. Die Redaktion forschte nach, wer das Versprechen am überzeugendsten einlöst.

Führt man sich den Fortschritt oder, besser gesagt, die Zunahme des Ausstattungsumfangs von Surround-Receivern vor Augen, dann kann einem durchaus schwindelig werden. Kaum hielten die HDMI Anschlüsse in der Klasse ab 1.000 Euro Einzug, gehören sie jetzt schon in der Klasse ab 700 Euro zum Standard. So treten die drei Test-Receiver, der Denon, der Harman/Kardon sowie der Marantz, mit zwei Eingängen und einem Ausgang des High Definition Multimedia Interface an. Indes können der AVR 245 und der SR5001 nur zwischen HDMI-Quellen umschalten, nicht aber die analogen Bildsignale von Videorecordern und älteren DVDPlayern umwandeln. Das bleibt derzeit ihren teureren Brüdern vorbehalten und damit das größte Manko der beiden Halbstarken.

Der Harman/Kardon und der Denon mit kleinen Eigenheiten

Denon AVR-2307

© Archiv

Denon AVR-2307

Während der Marantz durch freiwillige Selbstbeschränkung in Sachen Features zugunsten einer besonderen Fokussierung auf Klangaspekte - trotz des Verzicht auf die Einmessautomatik- in der Bedienung eine gewisse Stringenz und Klarheit besitzt, verwirrt der Harman/Kardon mit kleinen Eigenheiten: Wer auf der Fernbedienung auf DVD drückt, wählt nicht nur den entsprechenden Eingang an, sondern erhält erst wieder volle Kontrolle über seinen Receiver, wenn er nochmals die AVR-Taste betätigt. Warum vor diesem Zurückschalten die Mute-Funktion anspricht, aber die Lautstärkeregelung nicht, muss man als normaler Benutzer wirklich nicht verstehen.

Apropos verstehen: Bei der automatischen Einmessung machte der AVR 245 so einen Lärm, dassman sein eigenesWort nicht mehr verstand. Auch der Denon sorgte vor dem sehnsüchtig erwarteten Hörtest für einigen Frust durch seine markentypische Menüführung, die an graue DOS-PC-Vorzeit erinnert. Zudem reagiert er, über HDMI verkabelt, so langsam beim Aufrufen der Bildschirmmenüs, dassman teilweise schon wieder eine andere Taste drückt, weilman annimmt, der Receiver hätte nicht reagiert. Dabei zeigt sich, dass die zweiseitige Fernbedienung im täglichen Gebrauch nicht so praktisch ist, wie sie aussieht. Dazu kam ein mysteriöser Bug, der Digital-Audio- Signale, wie sie im Surround-Hördurchgang zum Einsatz kommen, draußen hielt. Immerhin lässt sich die schicke Flip-Remote mit einer Softcore- und einer Hardcore-Benutzer- Seite als Eingeständnis werten, dassman im Hause Denon wenigstens versucht, sich in die Lage der vielfach überforderten Durchschnittsnutzer zu versetzen.

Harman/Kardon AVR 245

© Archiv

Harman/Kardon AVR 245

Am besten lässt sich der Marantz bedienen, der so den Verzicht auf die Einmessautomatik leicht verschmerzen lässt. Wer meint, dadurch automatisch auch den besten Partner für analogen Klangpurismus in Form von Vinyl-Freuden gefunden zu haben, der irrt. Einen direkten Anschluss für Plattenspieler ohne externen Phono-Vorverstärker bietetwiederum nur der im Video-Luxus schwelgende Denon.

Marantz SR5001

© Archiv

Marantz SR5001

Einen letzten Rüffel fing sich das Ausstattungswunder von Denon mit seinem sehr lang übersetzten Lautstärkesteller ein, welcher die Geduld der Testcrew nochmals auf die Folter spannte, bis endlich der erste klare Ton erklang. Jetzt aber machte der Beifall für die ausgewogene Sounddarbietung allen Kummer rasch vergessen. Sehr natürlich zeichnete der AVR-2307 die Klangfarben nach. Derart ausgewogen wie seine Ausstattung wirkte auch sein Klang. Er verwöhnte mit einem gelungenen Mix aus Detailreichtum, Plastizität und klarer Fokussierung der einzelnen Instrumente und Stimmen. Auch Männer und Frauen, die im Duett sangen, grenzten sich für diese Klasse recht deutlich voneinander ab und unterstrichen außerdem die gute Klangfarbentreue des Receivers. Lediglich in komplexen Passagen, wenn es richtig zur Sache ging, wirkte der AVR-2307 etwas angestrengt und ließ dem in allen Situationen sehr transparent tönenden Marantz SR5001 die Chance, sich einen Punkte-Vorsprung zu verdienen. Demnach schien die puristische Formel aufzugehen. Mit dem 5001er klang alles eine Nummer klarer, stabiler in der Abbildung und unter dem Strich glaubhafter als mit dem Kollegen aus der DM-Holding-Gruppe, der beide Marken angehören.

Der Harman/Kardon geht auf die Überholspur

Bewertung: Denon AVR-2307

© Archiv

Die Bewertung des Denon

Der Familienzwist ließ den Harman/Kardon völlig kalt. Souverän spielte er sich an die Spitze. Während die neue Receiver-Generation von Marantz bislang ein wenig kühler klang als ihre mit höchstem Lob bewerteten Vorgänger - der SR4600 profilierte sich gar als echter Überflieger für Klangfetischisten -, hält Harman/Kardon auch im HDMI-Zeitalter mit seinen Kompromissen zwischen Bild und Ton eisern am angestammten Markenklang fest. Und der wusste wie schon bei dem im Februar getesteten AVR 745 so zu begeistern, dass er seither der Redaktion als Arbeitsgerät dient. Plötzlich besaßen Stimmen eine Extraportion Ausdrucku nd Präsenz. Die Kl angfarben sämlicher Instrumente wirkten eine Spur richtiger alsmit den beiden Kontrahenten, und die Wiedergabe gewann an Spritzigkeit, wenn etwa bei Live-Mitschnitten von Miles Davis die Bläser einsetzten. Das geschah noch explosiver, spritziger und dabei sogar ohne jegliche Härte oder Penetranz. Fokus, Plastizität und Stabilität des Klanggeschehens ließen in dieser Klasse keine Wünsche offen. Das zeigt sich besonders deutlich, wenn man bedenkt, welch guter Wurf dem profilierten Gegner Denon mit der 07er-Reihe gegenüber der vorangegangenen Generation gelang - der AVR- 2307 liegt trotz einer starken Vorstellung immerhin 10 Punkte hinter dem Harman/Kardon.

Markenübergreifende Einigkeit im Surround-Check

Bewertung: Harman/Kardon AVR 245

© Archiv

Die Bewertung des Harman

Im Mehrkanal-Durchgang rückte das Feld ein bisschen dichter zusammen, doch die Reihenfolge sowie der Grundcharakter blieben bestehen. Über den Denon gab es nur Gutes zu berichten, was am unteren Ende des Testfeldes keinesfalls selbstverständlich ist. Die beiden anderen machten einfach lediglich alles eine Spur besser, was den AVR-2307 vielleicht auch deshalb nicht aus der Ruhe brachte, weil er mit seinem überlegenen Ausstattungspaket auf den Gesamtsieg hinarbeitete. Farbenfroh, natürlich sowie sehr differenziert gab der 800-Euro-Receiver Surroundton wieder. Explosionen, Donnergrollen oder bullige V8-Motorengeräusche brachten zudem seinen punchigen, konturierten Bass voll zur Geltung.

Dennoch erschien alles via den Marantz, der nebenbei durch bemerkenswerte Dialogverständlichkeit auffiel, einen Tick größer und realistischer, schneller. In dynamischer Hinsicht ließ es der AVR 245 eher behutsam angehen, er punktete mit einer besonders körperhaften, natürlichen sowie differenzierten Stimmwiedergabe, die Dialogen zusätzlichen Ausdruckverlieh. Doch reichten diese Tugenden nicht ganz, sich einen Punktevorsprung vor dem Marantz zu verdienen.

Wertung: Marantz SR5001

© Archiv

Die Bewertung des Marantz

Fazit

Fürwahr drei starke Stücke: Denon bietet das beste Gesamtpaket, Marantz wendet sich an Puristen, und Harman/Kardon baut die überlegene Sound-Maschine.

Fernbedienungen

Fernbediengungen

© Archiv

Die Fernbedienungen

Nett gemeint

Denon machte sich Gedanken, wie man mit einer zweiseitigen Fernbedienung die vielen Funktionen eines heutigen AV-Receivers besser gliedern kann. Das Ergebnis sieht genialer aus, als es im täglichen Gebrauch wirklich zu handhaben ist.

Auch nett gemeint

Die Harman/Kardon-Fernbedienung sieht gut aus, folgt aber einer nicht auf Anhieb durchschaubaren Logik.

Einfach gut

Der unspektakulärste Geber im Testfeld sorgt dank des cleveren Konzepts des Marantz-Receivers für die beste Bedienbarkeit.

Testergebnisse

© Archiv

Die Wertung der Redaktion

Standpunkt

Pioneer und Onkyo liefern gediegene Receiver mit einem gelungenen Mix aus Klang und Ausstattung: Die beiden lassen in Sachen Bild und Ton keine Wünsche offen, bereiten aber auch keine Überraschungen. In dieser Klasse gibt es noch weitere starke Angebote, die sich als ausgewogene Schaltzentralen für Audio und Video anbieten - zum Beispiel von Yamaha und Denon. Was dagegen neue Maßstäbe setzt, sind die drei Vertreter der 700-Euro-Klasse, allen voran der Denon AVR-2307. Zwar erreichte er im Klang nicht ganz das Niveau des Harman/Kardon und des Marantz, aber er gab Musik und Filmton so gut wieder, dass es sich für Video-Fans mit Bedarf an einer vollwertigen Umschaltzentrale lohnt, zugunsten des Video-Konverters, der die Ausgabe von analogem Standard-Video via HDMI-Verbindung ermöglicht, auf die letzten Nuancen zu verzichten. Wer es simpel und straight mag, der findet im Marantz SR5001 einen passenden Receiver, und wer den Klang für ein relativ bescheidenes Budget auf die Spitze treiben will, der ist mit dem Harman/Kardon AVR 245 bestens bedient. So gesehen ergab der Test fünf Richtige. Einzig die seit einiger Zeit steigende, dieses Mal gehäuft auftretende Mängelquote der Testgeräte trübt das sonst rundum positive Bild.

Daten und Messwerte

© Archiv

Daten & Messwerte

A Bug's Life

Ausfälle häufen sich

Was ist los mit der Branche? Ist womöglich der Entwicklungs- beziehungsweise der Kostendruck inzwischen zu hoch oder die Elektronik - schon beim Auto der Fehlerteufel Nummer eins - zu komplex? Schließlich häuften sich in der Redaktion die Ausfälle direkt nach dem Auspacken signifikant.Wollte sich kürzlich ein Marken-Receiver einfach nicht einschalten lassen, traf es dieses Mal gleich zwei der Testteilnehmer. Der Onkyo erkannte beim automatischen Einmessen die korrekt angeschlossenen Surround- Lautsprecher nicht, obwohl Rauschen daraus ertönte und er immerhin die Entfernung einstellte. Onkyo forscht derzeit nach dem Fehler. Der Denon wollte den Cinch-Digital-Eingang für DVD nicht akzeptieren und verlor das anschließend einer anderen Quelle zugeordnete Signal nach dem Aufruf des On-Screen- Menüs. Da obendrein die Bedienung der meisten Receiver zu wünschen übrig lässt, machen derartige im Stereo-Zeitalter undenkbaren Kapriolen die Fehlersuche selbst für Experten zu einer äußerst lästigen Angelegenheit. Müssen sich AV-Fans in Zukunft auf Updates sowie Rückrufaktionen wie beim Auto einstellen? Auch wenn die Garantie derartige Fälle abdeckt, können die mit dem Aufbau ihres Surround- Systems meist ohnehin überforderten User auf solche Schikanen gerne verzichten.Waren das noch Zeiten, als kaputt wenigstens eindeutig kaputt war.

Mehr zum Thema

Wohnzimmer mit Beleuchtung
5 Tipps

Nicht alle Geräte lassen sich kabellos ansteuern. Wir geben Tipps, wie Sie Kabel verstecken und damit das Wohnzimmer-Ambiente verschönern.
AV-Receiver anschließen
Richtig aufstellen, anschließen und einstellen

Ein AV-Receiver ist die Schaltzentrale des Heimkinos. Wir zeigen, wie Sie den AV-Receiver richtig einstellen, aufstellen und anschließen.
Ultima 40 Surround
Heimkino-Tipps

Welche Boxen passen ins Heimkino und muss ein Subwoofer sein? Audio-Experte Stefan Schickedanz gibt Tipps rund um Surround-Systeme im Heimkino.
Heimkino-Projektor
Heimkino-Tipps

Den Projektor justieren und die Surround-Anlage einmessen: Heimkino-Experte Raphael Vogt gibt Tipps zu AV-Receivern und Beamern.
NFC - Nahfeldfunk - Logo
Technik extrem

Immer mehr Geräte verstehen sich bestens, weil sie ihre Wünsche über Nahfeldkommunikation (NFC) austauschen. Was kann die Technik und wie…