Auf dem Index

Vergleichstest Desktop - Suchprogramme

Ordnung halten mit den Daten ist out, gezielt im Chaos suchen in. Mit dem richtigen Suchprogramm finden Sie das Gesuchte in Sekunden.

Vergleichstest Desktop-Suchprogramme

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Das richtige Werkzeug erleichtert die Suche.

Räumen Sie gerne Ihre Küche auf? Nein. Dann lassen Sie es einfach bleiben. Alles wird in die Schränke geräumt, wie es gerade kommt. Jeden Einkauf schieben Sie da hin, wo grad Platz ist. "Da finde ich ja nix mehr!", werden Sie sagen, und leider haben Sie vermutlich recht damit.

Aber stellen Sie sich vor, Sie könnten einfach laut in die Küche rufen: "Oregano" und schon öffnen sich diverse Schränke: Das Gewürzkästchen, die TK-Truhe, wo die Fertigpizza lagert, und das Kochbuch schlägt Seite 47 auf, Pizza-Sauce.

Unordnung ist einfach cooler. Und am PC können Sie sie sich leisten, denn mit einem Desktop- Suchprogramm sparen Sie sich das Ordnung halten und das Dokumentenmanagement mit dem ganzen Verschlagworten. Sie speichern Dateien irgendwo und lassen Sie einfach suchen. Das geht blitzschnell und effektiv mit fast allen nur denkbaren Dokumentenformaten, E-Mails, Bildern oder Musikstücken.

Gesamtpunktzahl (100) Indexfunktion (25) Suchfunktion (25) Formate (25) Ergebnisdart. (25)
Copernic Professional 3.1 (88) 25 22 21 20
X1 6.2.3 (83) 19 22 22 20
Windows Search 4.0 (71) 22 16 20 13
Xfriend 2.6 (64) 16 16 19 13
Google Desktop 5.8 (57) 16 13 19 9
Superior Search HE 5.1 (55) 15 8 19 13
Regain 1.5.1 (20) 10 3 6 1

Um eine Suche schnell zu bewerkstelligen, legen die Suchprogramme Indizes aller Daten an. Dann erfolgt die Suche nur noch im kleinen Index und nicht mehr über die gesamte Festplatte. Wenn der Anwender also das Programm das erste Mal startet, ist noch kein solcher Index vorhanden. Meist öffnet sich ein Assistent, in dem der Nutzer seine Grundeinstellungen eingibt, zum Beispiel, wo die Daten liegen und welche Dateiformate eingeschlossen sein sollen.

Vergleichstest Desktop-Suchprogramme

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Copernic erfreut mit einer aufgeräumten, gegliederten und sortierbaren Trefferliste. Bilder erscheinen als Thumbnails.

Von Vorteil sind Programme, bei denen der Anwender bestimmte Typen angeben kann: Dokumente, Bilder, Videos etc. und nicht alle Dateiendungen einzeln bestimmen muss. Wer hier geschickt wählt, beispielsweise nur Dokumente auf Laufwerk D, hält seinen Index klein und flott.

Dann sollte er noch beachten, dass nicht alle Programme alle Orte ansprechen, Netzwerk und USB- Sticks sind gelegentlich ein Problem.

Einige Programme indizieren auch Dokumente nicht komplett, sondern brechen nach einigen Seiten ab, zum Beispiel Google. Für das Web macht das Sinn, aber auf dem Rechner sucht man oft genau ein Detail.

Die nächste Aufgabe für das Such-Tool lautet, den Index aktuell zu halten. Die meisten Programme überwachen inzwischen Dateizugriffe und registrieren alle Änderungen. Aber es kommt oft genug vor, dass sich Daten ändern, während die Suchprogramme nicht laufen. Diese müssen also den Index auch regelmäßig komplett aktualisieren.

Das geschieht meist im Hintergrund, während der Rechner nicht aktiv ist, und geht eigentlich sehr schnell vonstatten. Nach größeren Verschiebungen ist es sinnvoll, eine Aktualisierung manuell zu starten.

Vergleichstest Desktop-Suchprogramme

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Die Windows-Suche schlägt sich sehr gut, und ist von den kostenlosen das beste Programm.

Ist der Index aufgezeichnet, kann der Anwender suchen. Auch dafür bieten sich verschiedene Strategien an. Google, Regain und Xfriend lassen sich über eine lokale Webseite bedienen. Das hat den Vorteil, dass die Suche auch per Browser von außen erreichbar ist und sich mit anderen Webdiensten verknüpfen lässt, Google integriert beispielsweise die Web-Suche. Der Nachteil ist die eher bodenständige Bedienbarkeit, so dass die meisten Hersteller zusätzlich eine stationäre Toolbar bieten.

Die Programme mit einer richtigen Programmoberfläche setzen meist eine inkrementelle Suche ein, das heißt mit jedem Buchstaben, den der Anwender eingibt, verfeinern sie das Suchergebnis, so dass oft drei, vier Buchstaben ausreichen, um das Gesuchte zu finden.

Schön ist auch eine Suchumgebung, die sich funktional je nach Suchtyp einschränken lässt. Brauche ich eine Mail, so kann ich gezielt nur Betreff wählen, möchte ich ein bestimmtes Musikstück hören, gebe ich Album vor. Hier machen Copernic, X1 und Windows das Rennen.

Der nächste Unterscheidungspunkt sind die unterstützten Formate. Kein Programm beherrscht alle, so kann es sein, dass der Testsieger das Format nicht bietet, das ein Anwender in seinem Fall benötigt. Nur Copernic, X1 und Superior unterstützten mit Thunderbird. Die Inhalte archivierter PST-Dateien finden nur Windows und X1. IMAP-Postfächer ferner kann nur Xfriend durchsuchen.

In der Ergebnisliste hat uns gefallen, wenn der Anwender viele Möglichkeiten hat, die Liste zu sortieren und eine ordentliche Vorschau vorfindet. Natürlich sollten die gesuchten Begriffe farblich hervorgehoben sein. Und die Liste sollte exportierbar sein. Nur X1 hat einen Ausgang für Word und Excel.

Haben Sie einmal ein solches Programm ausprobiert, werden Sie es nicht mehr missen wollen. Schade, dass es in der Küche nicht so einfach geht.

Was die einzelnen Programme leisten, steht auf den nächsten Seiten...

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