PC-Feuerwehr

USB-Notfall-Stick

Sind Sie der rettende Engel für notleidende PCs in Ihrer Umgebung? Wenn nicht, dann sollten Sie einen bootfähigen USB-Notfall-Stick mit Mini-Windows besitzen.

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USB-Notfall-Stick: PC-Feuerwehr

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USB-Notfall-Stick: PC-Feuerwehr

PC-Feuerwehr

CDs und DVDs leben in unhandlichen Boxen und werden im entscheidenden Moment unlesbar. Sind das die Medien, denen Sie ein Rettungswerkzeug für Ihren PC oder gar wichtige Daten anvertrauen würden? Sicher nicht. Benutzen Sie lieber einen USB-Stick, der ist handlicher und robuster. In diesem Beitrag beschreiben wir, wie Sie Windows XP so weit schrumpfen, dass es auf einen USB-Stick passt und sogar davon booten kann.

Packen Sie Ihre Systemrettungs-Tools, Virenscanner, Backup-Programme und andere Software dazu, und fertig ist der Rettungs-Stick. Damit sichern Sie im Notfall Ihre Daten oder retten einem abgeschossenen Windows-System das Leben. Für das Schrumpfen benutzen wir das Tool PE-Builder. Daneben benötigen Sie für die Herstellung eines Stick-Windows neben dem Programm PeToUSB (www.gocoding.com).

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Software:Betriebssysteme:Windows

PC bootet vom Stick

PE Builder: Bootmedium

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Mit der markierten Option verbieten Sie PE Builder, ein ISO des geschrumpften Windows zu produzieren.

Die Herstellung eines Windows-Sticks ist mittlerweile ziemlich leicht geworden. Komplizierter ist die Vorbereitung der PC-Hardware. Das BIOS des jeweiligen Rechners sollte nämlich mit einem USB-Stick zurecht kommen. Probieren Sie es aus. Gleich nach dem Einschalten können Sie bei vielen Rechnern ein Bootmenü aufrufen. Dabei handelt es sich nicht um das klassische BIOS-Setup, sondern tatsächlich um eine Auswahl der zu bootenden Partition.

Über dieses Menü bestimmen Sie, auf welchem Medium das BIOS nach einem bootfähigen System suchen soll. In diesem Fall wäre das unser USB-Stick. Der Aufruf des Bootmenüs funktioniert bei manchen Systemen zum Beispiel mit den Tasten [F2], [Escape] oder [F12]. Achten Sie beim Start auf die Meldungen, die Ihr Rechner auf dem Bildschirm ausgibt.

Nach einer anderen Methode stellen Sie die Bootreihenfolge direkt im BIOS ein. Um die BIOS-Einstellungen zu erreichen, müssen Sie wieder gleich nach dem Start eine Taste drücken. Kandidaten dafür sind die [Entf]-, [Esc]- oder [F1]-Taste. Auch diese Einstellung ist bei jedem PC anders. Achten Sie auch hier wieder auf die Meldungen Ihres Rechners.

Sind Sie einmal im BIOS, finden Sie die Bootreihenfolge zum Beispiel in einem eigenen Boot-Menü, mal unter der Rubrik Advanced oder Advanced BIOS-Features. Im Zweifelsfall bleibt Ihnen nur ein Blick in die Dokumentation Ihres Computers. Manche PC-Systeme gehen einen ganz anderen Weg.

Hier stellen Sie die BIOS-Parameter über ein Tool unter Windows ein. Ein Beispiel sind Satellite-Notebooks von Toshiba. Wenn Sie also vergebens nach einer Startmeldung Ausschau halten, finden Sie das nötige Tool vielleicht im Start-Menü von Windows.

Festplatte, Floppy oder Flop

USB-Sticks lassen sich sowohl als Floppy-Disk wie auch als Festplatte formatieren. Manche (ältere) BIOS-Typen wollen nur Floppy-Disks booten, manche nur Festplatten. Einige kommen mit beiden Techniken zurecht. Sehen Sie in der Dokumentation zu Ihrem BIOS oder im BIOS selbst nach, welches Medium der PC erwartet.

Für unsere Zwecke müssen wir den USB-Stick als Festplatte ansprechen. Die erforderliche Einstellung finden Sie typischerweise auch unter Menübezeichnungen wie Advanced oder Advanced BIOS-Features.

Wenn Ihr BIOS nur mit Floppy-Disks zurecht kommt, wird die in diesem Beitrag gezeigte Methode wahrscheinlich nicht funktionieren. Informieren Sie sich in diesem Fall, ob eine neuere Version Ihres BIOS das Booten von einer USB-Festplatte unterstützt. Wenn ja, können Sie das BIOS aktualisieren. Machen Sie vorher aber ein Backup Ihrer wichtigen Daten. Mit einem misslungenen BIOS-Update kann man ein PC-System funktionsunfähig machen.

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