USB 3.0 im Test

USB 3.0 in der Praxis

USB 3.0 in der Praxis

USB 3.0-Schnittstelle in Bildern

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Die blau markierten USB-3.0-Schnittstellen werden bislang über On-Board-Chips angebunden. Wann USB 3.0 in Chipsätze integriert wird, ist noch offen.

Für diesen Artikel haben wir uns verschiedene USB-3.0-Geräte und Adapter ins Labor kommen lassen. Als Plattformen haben wir ein X58-Mainboard von Intel (DX58SO), ein Asus Mainboard mit AMDs 890GX-Chipsatz (M4A89GTD Pro/USB3) und das Asus N71Jv Notebook, das im Notebook-Test in dieser Ausgabe ausführlicher behandelt wird, verwendet.

Das Notebook und die Asus-Platine sind bereits mit USB 3.0 ausgestattet, allerdings handelt es sich dabei um Zusatz-Chips und nicht um im Chipsatz integrierte Controller. Positiv fiel uns auf, dass alle Geräte mehr oder weniger einwandfrei funktionierten. Die einzigen Probleme, die wir feststellten, betrafen die Express-Cards.

In diesen funktionierte beispielsweise der Supertalent-Stick nur, wenn in die seitliche Buchse eine Stromversorgung eingesteckt wurde. Ärgerlich ist das, wenn anders als bei der Buffalo-Karte kein separates USB-Stromkabel beigelegt ist.

Enttäuscht waren wir ein wenig von der maximalen Performance. Wir ließen uns extra aus Amerika das Raid Drive von Supertalent kommen, brachten es aber "nur" auf eine Maximalgeschwindigkeit von 189 MByte/s. Warum die Geschwindigkeit über 100 MByte/s unter dem lag, was Supertalent in der Demonstration (mit dem gleichen Benchmark) erreichte, ist uns offen gestanden ein Rätsel.

Die PCI-Express-Karte lief jedenfalls mit voller Geschwindigkeit und auch sämtliche störenden Einflüsse wie etwa Stromsparmodi hatten wir im BIOS extra ausgeschaltet. Den Treiber brachten wir ebenfalls auf den zum Testzeitpunkt aktuellen Stand.

Derzeit darf man von USB 3.0 je nach Anbindung zwischen 120 und 190 MByte/s erwarten. Für normale Festplatten reicht die Geschwindgkeit noch aus, lediglich die Anbindung über Express Card bremst schnellere Modelle etwas. Bei SSDs oder einem Stick vom Kaliber eines Raid Drives sieht das schon etwas anders aus, wobei man klarstellen muss, dass sich solche Unterschiede erst beim Übertragen großer Dateimengen spütbar auswirken.

Bedenkt man, wie jung USB 3.0 noch ist, fallen die kleinen Anlaufschwierigkeiten in die Rubrik Lehrgeld. Schon bald wird USB 3.0 die Nachfolge von USB 2.0 antreten, soviel ist sicher. Ob sie auch unglaubliche zehn Jahre halten wird, muss sich aber erst noch zeigen.

PCs mit USB 3.0 nachrüsten - Futter für PCI Express

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Rechner mit PCI-Express lassen sich leicht auf USB 3.0 aufrüsten. Die Gigabyte GA-USB3.0 (links) kostet rund 30, die im Test etwas schnellere Icy Box IB-AC604 etwa 35 Euro.

Auch ältere PCs lassen sich ohne großen Kostenaufwand auf USB 3.0 nachrüsten. Unsere beiden Karten von Gigabyte und Icy Box tragen den gleichen NEC-Chip, der für die Wandlung von USB 3.0 auf PCI Express zuständig ist.

Der Stromanschluss, der hier als Molex-Stecker ausgeführt ist, sorgt für eine ausreichende Stromversorgung der angeschlossenen Geräte.

Beim Einbau sollte man darauf achten, ob es sich bei der PCI-Express-Schnittstelle auch wirklich um die Version 2.0 handelt, sonst drohen Leistungseinbußen. Im Zweifel kann man auch den zweiten Grafikkarten-Slot (PEG) verwenden, allerdings läuft dann die Grafikkarte nur mit PCIe-X8.

Notebooks mit USB 3.0 nachrüsten - Schneller als 2.0, langsamer als 3.0

USB 3.0-Schnittstelle in Bildern

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Buffalos Express Card bringt für 40 Euro auch ein USB-Stromkabel mit, das für passive Geräte wichtig ist. Die Exsys EX-1232 kostet ohne ein solches Kabel 5 Euro weniger.

Notebooks lassen sich noch leichter aufrüsten als PCs, falls ein Express-Card-Anschluss vorhanden ist. Nach dem Einspielen der Treiber kann es losgehen. Wer passive Geräte ohne eigene Stromversorgung anschließen möchte, sollte darauf achten, dass wie bei dem Modell von Buffalo ein USB-Stromkabel beiliegt.

Wie schnell die USB-3.0-Schnittstelle ist, hängt auch vom Notebook ab. Modelle, deren Excpress-Card-Slot per PCI Express 2.0 an das System angschlossen ist, kommen jetzt erst auf den Markt. Mit dem alten PCIe 1.0 ist die Geschwindigkeit zwar drei-bis viermal so hoch wie mit USB 2.0, aber langsamer als es möglich wäre (vergleichen Sie dazu die Diagramme).

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