Sicherheit im Urlaub

Sicherheit im Urlaub: Geräte verschlüsseln

  1. Diebstahlschutz, offene WLANs & Co.: 8 unverzichtbare Tipps
  2. Sicherheit im Urlaub: Geräte verschlüsseln

6. Verschlüsselung für Windows und Mobil

Damit potenzielle Diebe mit den Daten gar nicht erst etwas anfangen können, verschlüsseln Sie am besten Ihre Festplatten und Datenträger. Seit der Einstellung von TrueCrypt empfehlen wir für diesen Zweck Bitlocker Drive Encryption von Microsoft. Benutzer von Windows Vista (Ultimate und Enterprise), Windows 7 (Ultimate und Enterprise), Windows 8.1 (Pro und Enterprise) sowie Windows 10 haben das Programm bereits kostenlos mit der Windows-Installation. Anwender mit anderen Windows-Versionen müssen entweder ein kostenpflichtiges Upgrade fahren oder stattdessen Konkurrenzprodukte wie VeraCrypt benutzen.

Bitlocker

© Windows

Der in Windows integrierte Bitlocker verschlüsselt Ihre Festplatte. Nur das Passwort dafür darf man nicht vergessen.

Sie erreichen Bitlocker über das Suchfeld in der Systemsteuerung. Prüfen Sie, dass keine CDs, DVDs oder USB-Sticks im Computer stecken. Klicken Sie auf Bitlocker verwalten und danach auf Bitlocker aktivieren neben der Festplatte, die verschlüsselt werden soll. Voraussetzung zur Benutzung sind mindestens zwei Festplattenpartitionen, bei denen das TPM (Trusted Platform Module) aktiviert ist. Wenn Sie allerdings die Bildschirmanweisungen befolgen, wird automatisch eine neue Partition erstellt bzw. TPM aktiviert. Der Rest des Prozesses erklärt sich von selbst.

Lesetipp: Bitlocker - wie Sie Ihre Festplatte verschlüsseln

Bei Android-Smartphones und -Tablets ist die Verschlüsselung mittlerweile ebenfalls im Lieferumfang des Betriebssystems enthalten. Dabei geht es aber um die Verschlüsselung der SD-Karte, die ja jederzeit entnehmbar ist - egal ob der Dieb Zugriff auf das Smartphone hat oder nicht. Die Funktion finden Sie unter Einstellungen/Speicher/Verschlüsselung von Telefonspeicher. Ein Text-Assistent führt Sie durch die Einrichtung, wo Sie einstellen können, für welche Schreibvorgänge künftig ein zusätzliches Passwort nötig sein wird.

Achtung: Die Verschlüsselung lässt sich nur wieder rückgängig machen, indem Sie das Gerät auf Standardeinstellungen zurücksetzen, was den Verlust all Ihrer Daten bedeutet.

Im schlimmsten Fall, wenn Ihr Gerät wirklich in die Hände von Langfingern gerät, kann ein elektronisches Alarmsystem helfen. Dafür stecken Sie dem Gegenstand einen Sender zu und behalten den Empfänger als Schlüsselanhänger bei sich. Sobald sich beide Teile zu weit voneinander weg bewegen, fangen beide Teile an, laut zu piepen. Solche Alarmsysteme bekommen Sie bereits ab 20 Euro. Wireless Leash von Zomm​ kostet mit knapp 60 Euro etwas mehr, bietet zusätzlich aber eine App für Smartphones und Tablets, die den Sender ersetzt.

7. Geräte schützen mit Prey

Ist der Dieb nicht zu fassen und handelt er schnell, bleiben nur noch wenige Optionen. Ungestört und mit genug Zeit lassen sich nämlich so gut wie alle Sicherheitsvorkehrungen aushebeln. Spätestens nach einem Hardware-Reset sehen Sie Ihr Hab und Gut höchstwahrscheinlich nie wieder. Dagegen hilft selbst das beste Passwort nichts, aber immerhin werden so auch alle persönlichen Daten gelöscht. Bis dies jedoch geschieht, können Sie mit langarmigen Sicherheitstools wie Prey​ den Standort des Geräts verfolgen und weitere Informationen über den Dieb erlangen.

Tool Prey

© Hersteller

Wenn Sie Ihr Gerät als gestohlen melden, sendet das Sicherheits-Tool Prey regelmäßig Standortdaten und Bilder zur Verfolgung des Täters.

Prey (Download) ist ein Programm für Windows, Linux, Mac sowie Android und iOS-Mobilgeräte. Für Privatpersonen ist es gratis (Installation auf bis zu drei Geräten gleichzeitig). Nach der Konfigurierung registrieren Sie einen kostenlosen Account, an den Sie Ihre Geräte binden. Die Prey-Einsatzzentrale erreichen Sie über Ihren Browser, indem Sie sich mit den Zugangsdaten unter preyproject.com einloggen.

Im Notfall melden Sie Ihren Laptop oder Ihr Smartphone/Tablet als verloren, indem Sie in der Übersicht auf die Schaltfläche Set Device to Missing klicken. Solange das Gerät Internetzugang und GPS-Empfang hat, sendet es regelmäßig Standort, IP-Adresse und Fotos von jeder angeschlossenen Kamera an das Netzwerk. Die Mobilversion erlaubt es Ihnen auch, das Ausschalten des Geräts zu blockieren, solange es im Standby-Modus ist. So finden Sie schnell heraus, wo sich der Übeltäter aufhält und können bei der Polizei sogar Fotobeweise anführen.

Das Risiko, Elektrogeräte zu verlieren, ist aber nur dann gegeben, wenn man sie unterwegs auch wirklich braucht. Zu viele Personen haben Zugang zu Ihrem Hotelzimmer, und Sie können nicht immer garantieren, dass diese vertrauenswürdig sind. Verschließen Sie also am besten den Laptop im hoteleigenen Safe, wenn Sie unterwegs sind.

8. Leichtsinn vermeiden

Der wichtigste Rat zur Vermeidung von solcherlei Stress im Urlaub ist allerdings die Kommunikation und Absprache mit der Familie oder anderen Mitreisenden. Wenn eine Person sich umsichtig verhält und alle anderen leichtsinnig sind, war alle Planung für die Katz. PC Magazin wünscht einen erholsamen Urlaub!

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