Mobil online per UMTS-Stick

UMTS

Von der Netzabdeckung und den Geschwindigkeiten

UMTS mag auf den ersten Blick schnell klingen, doch die ursprüngliche Geschwindigkeit von maximal 384 MBit pro Sekunde mutet mittlerweile keiner der Provider seinen Kunden mehr zu. Der Datenbeschleuniger HSPA, oft auch mit HSDPA für die Download-Beschleunigung bezeichnet, ist längst Standard.

Doch auch hier unterscheiden sich die Geschwindigkeiten: Während beispielsweise Congstar oder Penny Mobil die Download-Geschwindigkeit nach wie vor auf 1,8 MBit/s begrenzen, sind 3,6 oder 7,2 MBit/s bei den übrigen Anbietern die Regel. Noch mehr Speed bieten Vodafone, die Deutsche Telekom und 1&1 mit bis zu 14,4 oder sogar 21,6 MBit/s - allerdings lassen sie sich diese hohen Geschwindigkeiten auch fürstlich bezahlen.

Die schnellsten Tarife kosten bei Telekom und Vodafone rund 50 Euro pro Monat - bei 24 Monaten Laufzeit und auch nur zehn GByte monatlichem Datenvolumen. Wer mehr verbraucht, wird wieder auf GPRS-Tempo gebremst. Während schnelles mobiles Internet auch ohne LTE (Long Term Evolution) also vom Tempo durchaus mit einer normalen DSLLeitung konkurrieren kann, gilt dies nicht für Preis und Leistung.

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© Hersteller/Archiv

Das Tool MWconn identifiziert den genauen Stick-Typ inklusive möglichem Netlock.

Voraussetzung für die Nutzung der beim Provider maximal möglichen Geschwindigkeit ist zum einen die geeignete Hardware. Während fast alle UMTS-Sticks 3,6 MBit pro Sekunde schaffen, sieht es bei einigen älteren Modellen beim doppelten Tempo schon mau aus.

Wer also einen vorhandenen Stick mit einer schnellen SIM-Karte bzw. einem schnelleren Tarif nutzen möchte, sollte zuvor sicherstellen, ob die Hardware den gewünschten Standard unterstützt.

Steht auf dem Stick statt einer konkreten Modellangabe nur etwas wie RTL Surfstick oder ähnliches, hilft das Tool MWconn bei der Identifizierung weiter. Nach einem Klick auf die Schaltfläche Netlock im Register Gerät des Konfigurationsprogramms, dauert es einen Moment, bis der Hersteller (Manufacturer) und der Typ (Model) angezeigt werden.

Mit diesen Angaben lässt sich schnell recherchieren, ob sich der Stick für 3,6 MBit/s, 7,2 MBit/s oder sogar für noch höhere Geschwindigkeiten eignet.

In einigen Fällen hilft auch ein Firmware-Update, um die maximale Geschwindigkeit zu erhöhen. Ganz nebenbei zeigt MWconn an, ob der Stick mit einem Simlock oder Netlock versehen ist - auch die lassen sich unter Umständen mit neuer Firmware ausschalten. Erfahrungsgemäß sind die meisten Sticks aber frei von jeglichen Beschränkungen, selbst wenn die Provider dies anders darstellen.

Schließlich spielt das Mobilfunknetz vor Ort eine entscheidende Rolle, denn die vier vorhandenen Mobilfunknetze (Telekom, Vodafone, D2, o2 und E+) unterstützen bei Weitem noch nicht überall HSPA. Die UMTS-Verfügbarkeit bzw. HSPA-Abdeckung aller vier Netze ist einfach über die Seite hsdpa-hsupa.de zu erreichen, inklusive der LTE-Abfrage.

Allerdings bietet insbesondere E+ keine Option, detailliert die Verfügbarkeit des UMTS-Beschleunigers abzufragen. Konkret vor Ort lässt sich die Ausbaustufe zuvor mit einer App wie 3G Test auf dem iPhone überprüfen. Im Zweifelsfall ist es sinnvoller, einen etwas teureren Tarif zu wählen, als in einer bestimmtem Gegend ständig mit geringen Datenraten im falschen Netz zu kämpfen.

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