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Kaufberatung Ultrabooks für jedermann

Vom kompakten Reisebegleiter bis hin zum Desktop-Replacement: Ultrabooks können inzwischen verschiedene Ansprüche erfüllen. Unsere Kaufberatung hilft bei der richtigen Wahl.
Dell-Ultrabook © Dell
Vom kompakten Reisebegleiter bis hin zum Desktop-Replacement: Ultrabooks können inzwischen verschiedene Ansprüche erfüllen. Unsere Kaufberatung hilft bei der richtigen Wahl.

Kaufberatung: Die Ultrabooks machen sich daran, ihre Nische zu verlassen - Aus dem stylischen Reisebegleiter mit 13,3-Zoll-Display hat sich eine ganze Gattung von tragbaren Allroundern entwickelt. Sie dringt nun nach der weitgehenden Verdrängung der Subnotebooks auch in andere Notebook-Kategorien vor: Ultrabooks gibt es nun mit unterschiedlichen Display-Größen, Auflösungen, Massenspeichertypen und Gewichtsklassen. Unsere Kaufberatung hilft Ihnen bei der Auswahl Ihres Neugeräts.

Ultrabooks-Kaufberatung: Viele Vorteile und ein Manko

Generell zeichnen sich Ultrabooks durch ein schickes Äußeres, hochwertige Materialien, ein geringes Gewicht und eine gute bis sehr gute Akkulaufzeit aus. Zudem garantieren die durch Intel gemachten Vorgaben eine gute Performance und einen schnellen Start des Geräts. Derzeit sind sowohl Ultrabooks der zweiten Generation mit Ivy-Bridge-Prozessor, als auch noch Geräte der ersten Generation auf dem Markt. Bei der Rechenleistung hat Ivy Bridge, erkennbar an der 3 als erster Ziffer der vierstelligen Modellnummer,  nur wenig zugelegt und auch bei der Leistungsaufnahme bestehen keine großen Unterschiede zu den Core-Prozessoren der zweiten Generation. Erheblich zugelegt hat Ivy Bridge dagegen bei der 3D-Performance der integrierten Grafikeinheit. Wer also mit dem Mobilrechner auch mal spielen will, der ist mit einem Ultrabook der zweiten Generation besser bedient. Für anspruchsvolle 3D-Shooter ist aber auch die HD-4000-GPU immer noch zu langsam, sie erreicht etwa die halbe 3D-Performance eines diskreten Mittelklasse-Grafikchips von AMD oder Nvidia.

Test: Design-Ultrabooks

Bei allen Vorteilen, die Ultrabooks bieten, es gibt auch einen gewichtigen Nachteil: Praktisch alle Geräte sind nicht dafür ausgelegt,  vom Anwender selbst repariert oder aufgerüstet zu werden, teilweise benötigt man Spezialwerkzeug zum Öffnen des Gehäuses. Auch der Akku ist fest eingebaut. Wenn also die Akkukapazität nachlässt, was nach einigen Jahren unweigerlich der Fall ist, dann kann der Wechsel des Stromspeichers nur in einer Werkstatt oder beim Hersteller vorgenommen werden.

Die folgende Galerie zeigt Ihnen Eindrücke der heir vorgestellten Ultrabooks.

Ultrabooks-Kaufberatung: Trotz 15,6-Zoll-Display-Diagonale zählt auch das Acer Aspire M5 zu den Ultrabooks. Es ist nur 20,6 Millimeter hoch und damit in der Intel-Norm.  

Ultrabooks-Kaufberatung: Der Reisebegleiter

Wer mit dem Ultrabook viel auf Reisen ist, für den haben wohl drei Eigenschaften Priorität: ein niedriges Gewicht, eine kompakte Bauform und eine lange Akkulaufzeit. Damit kommen primär Geräte mit 11,6- oder 13,3-Zoll-Display in Frage. Die Auswahl an 11,6-Zoll-Ultrabooks ist begrenzt: Derzeit gibt es in diesem Format an aktuellen Geräten nur das Sony VAIO T11 sowie das UX21A und das UX21E von Asus. Weitere 11,6-Zöller kommen erst mit Windows 8 auf den Markt. Sie sind dann aber meist Hybrid-Geräte mit Touchscreen, die man auch in ein Tablet verwandeln kann, was natürlich einen Aufpreis gegenüber klassischen Ultrabooks kostet.

Trotz der kleineren Display-Diagonale liefern die 11,6-Zoll-Ultrabooks eine Auflösung von 1366 x 768 oder beim Asus UX21A gar 1920 x 1080 Bildpunkten, ihre Displays  haben also nichts mit den bei Netbooks üblichen „Gucklöchern“ mit 1024 x 600 Pixeln gemein. Allerdings liegen die Ultrakompakten auch beim Gewicht nur wenig und beim Preis gar nicht unter ihren etwas größeren Vettern mit 13,3-Zoll-Display. So bekommt man einen Sony VAIO T11 ab 700 Euro, allerdings nur mit einem Core-i3-Prozessor bestückt. Für die beiden Asus-Modelle der UX21-Serie muss man mindestens 900 Euro anlegen, dann aber mit Core-i5-Prozessor. Da bei den 11,6-Zöllern nicht nur das Display, sondern auch Keyboard und Touchpad kleiner ausfallen, sollte man für ein ergonomisches Arbeiten eher zu einem 13,3-Zöller greifen, wenn man sich nicht ständig in einen Economy-Class-Sitz eines Flugzeugs falten muss und dort mit dem Ultrabook arbeiten will.

Kaufberatung: Notebooks ab 13 Zoll

Bei den 13,3-Zoll-Geräten hat man derzeit auch eine wesentlich größere Auswahl an Herstellern und Modellen. Das Einstiegssegment belegt auch hier Sony, zusammen mit HP und Fujitsu. Bei Preisen zwischen 700 und 900 Euro bekommt man aber auch hier nur Displays mit 1366er-Auflösung und „herkömmlichen“ HDDs, allenfalls dient eine kleine zusätzliche SSD-Platte als schneller Cache-Speicher. Zwar können auch die günstigeren Modelle größtenteils schon mit Gehäusen aus Aluminium oder Magnesium aufwarten, dafür sind sie aber etwas schwerer als die kostspieligeren und noch flacheren Top-Modelle. Zu den besonders kompakten Ultrabooks zählt auch das XPS 13 von Dell, das kaum größer ist, als ein 11,6-Zöller.

Ultrabooks-Kaufberatung: Anschlussfreudig

Ein weiteres Differenzierungsmerkmal bei Ultrabooks ist die Schnittstellenausstattung. Über USB-3.0-Ports und HDMI-Anschluss verfügen alle aktuellen Ultrabooks mit Ivy-Bridge-Prozessor und die meisten Geräte mit Sandy-Bridge-Prozessor, hier allerdings über einen Zusatzchip realisiert. Einen Gigabit-LAN-Anschluss, der beim Transport großer Datenmengen immer noch weit schneller ist als WLAN-N, bieten dagegen längst nicht alle Ultrabooks. So liegen bei den Zenbooks von Asus und dem Fujitsu Lifebook UH572 nur USB-LAN-Adapter bei, die nur Fast-Ethernet unterstützen. Beim Dell XPS 13 muss man für den Adapter sogar einen Aufpreis bezahlen.

Dell folgt hier anscheinend dem schlechten Beispiel von Apple beim MacBook Air. Den beim Apple-Gerät vorhandenen Thunderbolt-Anschluss findet man unter den Ultrabooks nur beim Acer Aspire S5. Ein besonderer Clou beim sehr flachen Acer ist die Anordnung der Schnittstellen, sie fahren auf Knopfdruck aus dem Gehäuseboden heraus. Beim ganz neuen Aspire S7 hat Acer dagegen auf Thunderbolt wieder verzichtet, da die Nachfrage durch die recht teure Thunderbolt-Peripherie zu wünschen übrig lässt.  

Test: Notebooks bis 550 Euro

Ebenfalls noch selten sind Modelle mit einer höheren Auflösung. Zu den großen Ausnahmen zählen derzeit das Asus Zenbook UX31E mit 1600 x 900 Pixeln und vor allem das Asus Zenbook Prime UX32A, das sogar die Full-HD-Auflösung liefert. Ein weiteres Gerät mit 1600 x 900 Bildpunkten (HD+) ist das Samsung Serie 9, das vom Hersteller aber trotz sehr ähnlicher technischer Daten nicht als Ultrabook klassifiziert wird und mit Preisen ab 1500 Euro auch teurer ist als gängige Ultrabooks. Das mit 875 Gramm zudem federleichte LaVie Z von NEC liefert schließlich ebenfalls die HD+-Auflösung. Nur: Das Gerät wird nicht in Deutschland erhältlich sein.

Ultrabooks-Kaufberatung: XL-Ultrabooks

Wer aber unbedingt ein Ultrabook mit einer höheren Auflösung sucht, hat bei den Geräten mit 14-Zoll-Panel oder noch größeren Displays die bessere Auswahl. Die HD+-Auflösung bieten beispielsweise das HP Envy 14 Spectre von HP, das Dell XPS 14, das  Samsung 900X4C oder das brandneue ThinkPad Carbon X1 von Lenovo. Während im Dell, im Samsung und im Lenovo schon Core-Prozessoren der dritten Generation arbeiten, basiert das HP noch auf einer Sandy-Bridge-CPU. Dafür bietet es ein ausgesprochen elegantes Outfit: Der Display-Deckel und die Handballenablage bestehen aus extrem harten Gorilla-Glass.

Während das HP und das Dell mit 1,8 bzw. 2,1 kg ein gutes Stück schwerer sind als die 13,3-Zöller, eignen sich das nicht einmal 15 Millimeter dicke Samsung und das Lenovo besser als Gerät für unterwegs: Samsungs 900X4C wiegt knapp 1,6 kg, das in Karbonfaser gekleidete Lenovo gar nur 1,35 kg. Damit ist es das mit Abstand leichteste 14-Zoll-Gerät. Ein ganz besonderer Vertreter der 14-Zoll-Geräte ist das Satellite U840W von Toshiba. Sein 14,4-Zoll-Display besitzt eine 21:9-Auflösung mit 1792 x 768 Bildpunkten. Damit kann es Kinofilme in voller Auflösung ohne schwarze Balken am oberen und unteren Bildrand auf den Screen bringen. Für herkömmliche Anwendungen gibt es einen Split-Screen-Modus, der eine Applikation im 16:9-Modus darstellt und daneben noch ein weiteres Programm in 5:9-Format, etwa Skype oder Facebook .  

Ultrabooks-Kaufberatung: Ultrabooks für Spielernaturen

Wer mit seinem Ultrabook auch grafisch anspruchsvollere 3D-Games spielen will, sollte einen Blick auf die 15-Zöller von Dell, Acer und Lenovo werfen. Das Dell XPS 15, das Acer Aspire Timeline Ultra M5 und das Lenovo Idea-Pad U510 sind mit zusätzlichen Nvidia-Grafikchips ausgestattet, die bei Spielen statt der in der CPU integrierten HD-4000-Grafik aktiv werden. Die Umschaltung erfolgt dabei mittels Nvidias Optimus-Technik automatisch.

Das mit einem Einstiegspreis von 799 Euro sehr günstige Acer und das preislich ähnlich angesiedelte Lenovo liefern trotz 15,6 Zoll Display-Diagonale nur die 1366er-Auflösung, während das XPS 15 von Dell mit einem Full-HD-Display aufwarten kann, dafür aber auch nicht unter 1300 Euro zu bekommen ist. Alle drei Geräte wiegen mehr als zwei Kilogramm, sind dafür aber auch die einzigen Ultrabooks mit optischem Laufwerk. Ebenfalls mit einem diskreten Nvidia-Chip kann das kompaktere Dell XPS 14 aufwarten, hier muss man allerdings auf ein optisches Laufwerk verzichten.

Test: Notebooks mit 3D-Display

Asus hat auf der IFA in Berlin das Zenbook U500VZ präsentiert, das sich mit 15-Zoll-Full-HD-Display, Core-i7-Prozessor und vor allem einer Nvidia GeForce GT 650M auch an spielfreudige Ultrabook-Interessenten richtet.

Ultrabooks-Kaufberatung: Arbeitsgeräte mit Stil

An eine ganz andere Klientel wenden sich die Business-Ultrabooks. Sie unterscheiden sich von Consumer-Ultrabooks durch das Betriebssystem, zum Einsatz kommt eine Professional-Variante von Windows, die Active Directory unterstützt, in der Regel ein entspiegeltes Display und teilweise durch den TPM-Chip. Das Trusted Platform Module ist ein Sicherheitschip, der für Verschlüsselung oder Identitätsmanagement genutzt wird. In größeren Firmen wird teilweise die vPro-Technik von Intel für eine umfassende Fernwartung eingesetzt. Als erster Hersteller hat Fujitsu mit dem 13,3-Zöller Lifebook U772 ein vPro-Ultrabook auf den Markt gebracht.

Weitere Geräte mit dieser Fernwartungstechnik kommen mit dem Carbon X1 von Lenovo und dem gerade angekündigten Dell Latitude 6430u, beide Geräte sind 14-Zöller. Als Pluspunkte können die Business-Geräte typische Ultrabook-Vorteile wie ein geringes Gewicht, ein schickes Gehäuse aus hochwertigen Materialien, den schnellen Start und eine gute bis sehr gute Akkulaufzeit verbuchen. Auch die Diebstahlschutz-Funktion, die im Zusammenspiel mit entsprechender Software ein Sperren und sogar Löschen des Ultrabooks erlaubt, ist für den Firmeneinsatz ein Pluspunkt, ebenso das integrierte 3G-Modul, das Modelle wie das Fujitsu Lifebook UH572, das Lenovo Carbon X1 und optional das Toshiba Portégé Z830 bieten, das mit einem Gewicht von unter 1,2 kg gleichzeitig das leichteste 13,3-Zoll-Business-Ultrabook ist.

Kaufberatung: Netbooks

Ein Nachteil gegenüber herkömmlichen Notebooks sind auch bei Business-Ultrabooks die nicht wechselbaren Akkus, was dazu führt, dass das Gerät für einen Akkutausch zum Reperaturservice geschickt werden muss. Hier sollte man durch geeignete Service-Verträge dafür sorgen, dass das nicht zu lange dauert. Die einzigen Ultrabooks mit Wechselakku sind die - allerdings derzeit noch nicht verfügbaren - Modelle Latitude 6430u von Dell und das EliteBook Folio  9470m von HP. Beide Geräte sind 14-Zöller mit 1366er-Auflösung und matten Displays. Zudem sind beide Geräte mit äußerst robusten Gehäusen versehen und bieten Keyboards mit Hintergrundbeleuchtung. Sowohl das Latitude 6430u als auch das EliteBook Folio  9470m wird es optional auch mit einem 3G-Modul für einen mobilen Internetzugang geben.

 
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