Personal Computing

Smartphone-Überwachung: Das können Sie dagegen tun

  1. Überwachung am Arbeitsplatz: Tipps zu Erkennung und Gegenmaßnahmen
  2. Smartphone-Überwachung: Das können Sie dagegen tun
Smartphone-Sicherheit

© sdecoret - fotolia.com

Ähnlich wie die Überwachung von PCs funktioniert auch das Ausspähen von Smartphones. Die laut Website „konkurrenzlose Software-Anwendung“ mSpy für Android und iOS etwa bietet die folgenden Überwachungsfunktionen:​

  • Protokollierung der ein- und ausgehenden Anrufe
  • Zugriff auf die empfangenen und versendeten SMS
  • Zugriff auf Text, Datum und Uhrzeit sämtlicher E-Mails
  • Positionsbestimmung per GPS
  • Geofencing: Sobald der Benutzer eine definierte, virtuelle Grenze überschreitet, gibt mSpy einen Alarm aus.
  • Überwachung der Internet-Nutzung inklusive Surfprotokoll, Favoriten-Liste und verwendeter WLANs
  • Zugriff auf Adressbuch und Kalender
  • Tracking von Skype-Telefonaten und Mitlesen von Skype-Chats
  • Überwachung von WhatsApp, iMessage, Snapchat und anderen sozialen Netzen
  • Kontrolle der installierten Apps, Sperrung einzelner Programme und Keylogger​

Die Software ist im Abo ab etwa 14 Euro im Monat erhältlich. Um das Programm zu installieren, ist ein direkter Zugriff auf das Gerät erforderlich. Bei der Version für iOS merkt der Hersteller allerdings an, dass man die App auch über den iCloud-Account des Smartphone-Besitzers einrichten könne. Ein Jailbreak des iPhone ist nicht notwendig, mSpy funktioniert auch auf nicht manipulierten Geräten. Die schärfsten Konkurrenten für mSpy heißen FlexiSpy und Spyera. Hier handelt es sich um Profi-Programme, die sich dadurch auszeichnen, dass sie Telefongespräche nicht nur protokollieren, sondern auch aufnehmen können. Zudem können sie unbemerkt Fotos schießen und Umgebungsgeräusche aufnehmen sowie die Facebook-Kommunikation überwachen. FlexiSpy versendet auf Wunsch auch SMS-Nachrichten im Namen des Gerätebesitzers. Sowohl mSpy als auch FlexiSpy richten sich laut Website an Eltern, die sich Sorgen um die Smartphone-Kommunikation ihrer Kinder machen. Das verwundert nicht, denn in Deutschland wäre der Einsatz solcher Apps ohne Wissen und Zustimmung des Gerätebesitzers strafbar.​

Insbesondere die beiden Profitools FlexiSpy und Spyera sind auch für erfahrene Android-Benutzer kaum zu entdecken. Sie tauchen weder in der Liste der installierten Apps noch im Taskmanager auf, auch für Taskkiller-Programme sind sie nicht erreichbar. Antiviren-Software für Android ist jedoch zumindest in der Lage, Spyware-Funktionen wie etwa den Zugriff auf die Adressdatenbank oder das SMS-Modul zu erkennen und zu blockieren.​

Daneben existieren spezielle, kostenlose Anti-Spyware-Apps wie beispielsweise Malwarebytes Anti-Malware Mobile​ oder Privacy Scanner​, die gezielt nach Spionage-Tools auf dem Smartphone suchen. Als kostenpflichtige Alternative bietet sich Kaspersky Internet-Security for Android​ an. Für Apple iOS wird eine App namens Looky-Looky angeboten, die allerdings seit 2014 nicht mehr aktualisiert wurde.​

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