Musiksammlung aufräumen

TuneUp räumt Songs automatisch auf

Auf Ihrer Festplatte tummeln sich hunderte Songs mit nichtssagenden Namen und unvollständigen Tags? Mit TuneUp bringen Sie das Chaos automatisch in Schuss. Wir verraten, wie TuneUp funktioniert und wo die Stärken des Programms liegen.

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TuneUp ist ein Zusatzprogramm, das unter Windows mit dem Windows Media Player (WMP) und iTunes (Mac OS X: nur iTunes) zusammenarbeitet. Wenn Sie Ihre Songs lieber mit einem anderen Programm abspielen, ist das aber auch kein Problem. TuneUp speichert alle Song-Infos direkt in den Musikdateien, wo sie auch Winamp, Foobar und andere Player finden. Nur für die Aufräumaktion müssen Sie eben auf WMP oder iTunes ausweichen.

Sie installieren TuneUp und starten anschließend WMP oder iTunes. TuneUp erscheint in einem zusätzlichen Fenster am rechten Rand des Players. Registrieren Sie die Testversion kostenlos durch Eingabe einer E-Mail-Adresse und eines Kennwortes. Gleich danach ist TuneUp einsatzbereit.

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Die Säubern-Funktion ist der Kern von TuneUp. Sie ergänzt Songs mit fehlenden Infos zu Titel und Interpret.

So räumt TuneUp Songs auf

Möchten Sie sich einen Überblick über den Zustand Ihrer Sammlung verschaffen, dann klicken Sie auf den kleinen Knopf mit dem Gehirn-Symbol, den Sie oben rechts auf dem Reiter "Säubern" finden. Anschließend gehen Sie auf "Analyse". Kurz darauf sagt Ihnen TuneUp, wieviel Prozent Ihrer Sammlung bereits ordentlich beschriftet sind.

Nun aber zum Eigentlichen: Um Songs aufzuräumen, markieren Sie diese in der Medienbibliothek. Dann klicken Sie die Markierung mit der rechten Maustaste an und gehen auf "Senden an \ TuneUp". Die Übernahme per Drag and Drop klappt nach unserer Erfahrung bei iTunes ebenfalls, ist im Zusammenspiel mit WMP aber nicht zuverlässig.

TuneUp beginnt sofort, die Dateien zu analysieren. Dazu wird von jedem Song ein digitaler Fingerabdruck erstellt, den TuneUp anschließend mit einer riesigen Online-Datenbank (Bestand laut Hersteller: 90 Mio Titel) abgleicht. Für jeden Treffer lädt das Programm dann automatisch die in der Datenbank gespeicherten Song-infos herunter. Diese können Sie dann für jeden Titel einzeln überprüfen oder mit einem Klick auf "Alle speichern" in einem Rutsch übernehmen.

Coverbilder herunterladen

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Welche Songs TuneUp korrigiert können Sie über die Symbole oben rechts von Fall zu Fall entscheiden.

Die zweite wichtige Funktion von TuneUp ist die Suche nach und der Download von Coverbildern. So sorgen Sie dafür, dass der Mediaplayer Ihrer Wahl das Coverbild anzeigen kann, während ein Song läuft. Wenn Sie die Cover-Suche starten, durchforstet TuneUp verschiedene Musik-Websites im Netz.

Oft fördert das Programm dabei gleich mehrere Cover für das selbe Album zutage, was die oft unterschiedliche Hüllen-Gestaltung in verschiedenen Ländern, für verschiedene Auflagen des selben Albums etc. widerspiegelt. Mit einem Klick können Sie die Cover in Ihre Sammlung übernehmen.

Zusätzliche Musik-Infos

Ganz nett ist der Blick über den musikalischen Tellerrand hinaus, den TuneUp ermöglicht. Spielen Sie ein Lied in WMP oder iTunes hab, dann zeigt TuneUp dazu passende Video-Clips von YouTube, Tourtermine und ermöglicht auch die Übermittlung des entsprechenden Likes an Facebook.

Kosten

Die Testversion namens TuneUp Lite bereinigt 100 Programme und lädt maximal 50 Coverbilder herunter, bevor sie den Dienst quittiert. Danach will TuneUp gekauft werden. Eine Lizenz für ein Jahr kostet 19,95 US-Dollar, eine unbegrenzt gültige Lizenz 29,95 US-Dollar.

Fazit

Laut Hersteller sind die TuneUp-Treffer in 80 Prozent aller Fälle korrekt. Tatsächlich lassen sich nach unserer Erfahrung sogar noch höhere Trefferquoten erzielen, wenn der eigene Musikgeschmack sich stark an dem orientiert, was allgemein populär ist. In diesen Fällen spart die Software soviel mühsame Handarbeit, dass die Lizenzgebühr auf jeden Fall gut angelegt ist.

Exotischere Künstler und ihre Songs findet TuneUp hingegen deutlich seltener. Deshalb sollten Sie TuneUp auf jeden Fall mit einer repräsentativen Auswahl Ihrer eigenen Songs testen, bevor Sie zur Kreditkarte greifen. 

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