Microsoft Exchange Server 2010 angesehen

Transport-Cache

Transport-Cache: XSHADOW und XQDISCARD

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Übersichtlich: So nutzen Sie die Installations-oberfläche von Exchange Server 2010.

In Exchange Server 2010 wartet immer der sendende Server darauf, dass der empfangende Server die E-Mail entweder in ein Postfach oder einem weiteren Transportserver zugestellt hat. Merkt der sendende Server, dass eine E-Mail auf dem Empfangsserver nicht zugestellt werden kann, versucht Exchange Server 2010 eine Zustellung auf einem alternativen Weg.

Die Kommunikation für diese Technik erfolgt mit den beiden SMTP-Befehlen XSHADOW und XQDISCARD. Damit diese Technik funktioniert, muss der empfangende Server dem sendenden Server mit XSHADOW mitteilen, dass er diese Technik auch beherrscht. Mit dem SMTP-Befehl XQDISCARD fragt der sendende Server den empfangenden Server, welche E-Mails er an weitere Server übertragen hat und der sendende Server daher löschen kann.

Nach der erfolgreichen Übertragung von XSHADOW fragt der sendende Server immer wieder mit XQDISCARD beim sendenden Server nach, ob die E-Mails versendet sind und aus der Cache-Warteschlange entfernt werden können. Das Intervall dazu sind fünf Minuten, in denen der Server jeweils dreimal mit XQDISCARD nachfragt.

Erhält der sendende Server innerhalb dieser Zeit keine Antwort, versucht er die Zustellung an andere Transportserver der Organisation. Setzen Sie Exchange Server 2010 zusammen mit Exchange Server 2003/2007 ein, erhält ein Transportserver keine Antwort durch XSHADOW, da die älteren Exchange-Versionen diese Technik nicht beherrschen.

Enterprise versus Standard

Hauptsächlich besteht der Unterschied zwischen Enterprise Edition und Standard Edition in den Datenbanken, welche die Server bereitstellen. Die Standard Edition unterstützt bis zu fünf Postfachspeicher, die Enterprise Edition bis zu 100 Datenbanken. Bei beiden Editionen dürfen die Datenbanken eine maximale Größe von 16 TByte erreichen. Beide Editionen unterstützten jetzt Hochverfügbarkeit über die neuen Database Availability Groups (DAG).

Neben den beiden Editionen Standard und Enterprise für Exchange Server 2010, gibt es auch Standard-Zugriffslizenzen (CALs) und Enterprise-CALs. Die Lizenzen lassen sich zwischen den Editionen mischen. Das heißt: Für die Enterprise Edition von Exchange Server 2010 benötigen Sie nicht unbedingt auch Enterprise-CALs und umgekehrt.

Enterprise-CALs schalten Funktionen innerhalb der beiden Editionen frei, die Anwender nutzen können, wie einen verbesserten Spamschutz, die Archivierung oder Unified-Messaging. Diese Funktionen stehen in beiden Editionen zur Verfügung, benötigen aber Enterprise-CALs für die Anwender, die diese Funktion nutzen.

Exchange Server 2010 unterstützt kein Inplace-Update von Exchange Server 2007, das heißt, Sie müssen den Server immer neu installieren. Doch der Exchange Server 2010 lässt sich in eine bestehende Organisation mit Exchange Server 2007 installieren und damit betreiben. In diesem Fall müssen Sie aber das Service Pack 2 für Exchange Server 2007 auf allen beteiligten Servern installieren.

Empfehlenswert ist auch die Installation des Rollup Package 1 für das Service Pack 2 des Exchange Server 2007. Exchange Server 2010 lässt sich in keine Organisationen integrieren, die noch Exchange 5.5 oder Exchange 2000 enthalten. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, Exchange Server 2010 auf einem Server mit Windows Server 2008 R2 zu installieren, da die neue Exchange-Version optimiert für Windows Server 2008 R2 ist.

Die neue Exchange-Version unterstützt auch erstmalig offiziell eine Virtualisierung. Microsoft empfiehlt hierzu, Hyper-V, am bes-ten Hyper-V R2 von Windows Server 2008 R2 oder den kostenlos verfügbaren Hyper-V-Server 2008 R2 zu verwenden. Weitere unterstützte Produkte zur Virtualisierung finden Sie auf der Webseite www.windowsservercatalog.com/svvp.aspx?svvppage=svvp.htm.

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Verwirrend: Wenn Sie Serverzertifikate eines Exchange Servers verwalten, melden sich leicht Fehler.

Die Unified Messaging-Serverrolle von Exchange Server 2010 ist für die Virtualisierung allerdings nicht geeignet. Solche Server müssen Sie immer in einer physikalischen Umgebung installieren. Die Festplatten für den Exchange Server sollten als feste Größe definiert sein. Eine bessere Leistung erhalten Sie, wenn Sie Passthrough-Festplatten verwenden.

Das sind physische Festplatten, die Sie direkt in virtuelle Server durchreichen. Auch Postfachserver empfiehlt Microsoft nicht für die Virtualisierung, auch wenn diese machbar ist. Setzen Sie ein SAN ein, empfiehlt Microsoft für alle Server eigene LUNs.

Achten Sie bitte darauf, dass Sie die Partition, in der Sie die Datenbanken von Exchange ablegen, als virtuelle Festplatte mit fester Größe konfigurieren, da dynamische oder differenzierende virtuelle Festplatten nicht unterstützt sind. Exchange Server 2010 unterstützt keine NAS-Systeme, da der Speicherplatz blockbasiert wie bei herkömmlichen RAID- oder SAN-Systemen sein muss.

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