Ihr neuer Rechner selbst gebaut

Top-PC für billige 196 Euro

Mehrere Hundert Euro für einen neuen Rechner sind Ihnen zu teuer? Dann bauen Sie sich doch selbst einen für gerade mal 200 196 Euro.

Top-PC für 196 Euro

© Archiv

So wenig benötigen Sie für einen knapp 200 Euro billigen Rechner.

Mehrere Hundert Euro für einen neuen Rechner sind Ihnen zu teuer? Dann bauen Sie sich doch selbst einen!

Mit insgesamt 196 Euro und einer Stunde Zeit lässt sich von jedermann ein PC zusammenbauen, der alle Office-Aufgaben locker bewältigt, erweiterbar ist und obendrein noch nicht einmal schlecht aussieht. Der PC erledigt jede Office- und Internet-Aufgabe spielend, ist ausbaufähig und somit zukunftssicher.

1. Schritt: Einzelteile besorgen

Preiswert sollte er sein und trotzdem leistungsstark. Die Festplatte nicht zu klein, einen DVD-Brenner sollte er haben, genug RAM für Windows XP, Maus und Tastatur von guter Qualität und ein ansprechendes Gehäuse.

Mit diesen Voraussetzungen begaben wir uns auf die Homepage des PC-Händlers Alternate. Nach einer halben Stunde hatten wir unseren preiswerten Traumrechner virtuell zusammengebastelt. Prozessor: Unsere Wahl fiel auf ein System, das auf einem sehr preiswerten und trotzdem leistungsstarken Sempron-Prozessor von AMD basiert. Der Sempron LE1250 mit 2,2 GHz kostet inklusive Lüfter gerade einmal 30 Euro. Er basiert auf dem Sockel AM2, für den es auch eine ganze Reihe von Dual-Core-Athlon-CPUs gibt, sodass man zu einem späteren Zeitpunkt mühelos aufrüsten kann. Wer von vornherein lieber einen Athlon-Prozessor möchte, der bekommt beispielsweise den Athlon X2 4850e in der Boxed-Variante mit Lüfter für 57 Euro. Es sei allerdings gesagt, dass der Sempron für alle normalen Arbeiten wie Office oder Internet ausreicht. Gehäuse: Hier wählten wir ein sehr preiswertes Midi-Tower-Gehäuse von MS-Tech, das inklusive 400-Watt-Netzteil für 33 Euro zu haben ist. Das Gehäuse sieht ganz passabel aus und bietet Platz für zwei optische Laufwerke und eine Festplatte. Das reicht für die meisten Anwender sicher aus.

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So wenig benötigen Sie für einen knapp 200 Euro billigen Rechner.

Mainboard: Von Biostar kommt das knapp 37 Euro billige Mainboard. Es bietet Steckplätze für zwei DDR2-Riegel und eine PCI-Express-Grafikkarte, die man aber nicht zwingend braucht, weil das Board eine Nvidia-Grafiklösung eingebaut hat. Dazu kommen noch ein Netzwerkanschluss, 5.1-Audio und RAID-fähige-SATA-Anschlüsse. Ein IDE-Controller ist ebenfalls noch vorhanden für diejenigen, die noch ein älteres DVD-Laufwerk mit IDE-Anschluss besitzen und dieses gern verwenden würden.Arbeitsspeicher: Hier kann man im Grunde nach Preis wählen. Für unser Board musste es ein DDR2-Speicher sein. Wir wählten den billigsten Gigabyte-Riegel, den Alternate im Angebot hatte.

Anschaffungspreis eines Rechners

Wieviel Geld sind Sie maximal bereit, für einen PC auszugeben?

Bei 300 Euro ist Schluss.29.2%
500 - 700 Euro sind drin.31.2%
1000 Euro sind die oberste Schmerzgrenze.19.9%
1900 Euro oder mehr, geht schon.19.7%

Gehäuse: CPU: Mainboard: Arbeitsspeicher: Festplatte: DVD-Brenner: Tastatur: Maus: Gesamtpreis:
MS-Tech LC-04 inklusive 400-Watt-Netzteil AMD Sempron LE1250 mit 2,2 GHz und Lüfter Biostar MCP6P mit Onboard-Grafik 1 GByte DDR2-800 Hitachi 250 GB HDP725025 SATA LiteOn iHAS122 SATA Microsoft Wired Keyboard 400 schwarz Microsoft Basic Optical Maus 1.0 schwarz
32,99 Euro 30,99 Euro 36,49 Euro 12,79 Euro 38,49 Euro 27,49 Euro 9,99 Euro 7,39 Euro 196,62 Euro

Festplatte: 250 GByte sollten es schon sein. Die Hitachi-Platte mit SATA-Anschluss und 7200 Umdrehungen kostet 38,49 Euro. Für eine 500er-Platte wären etwa 18 Euro mehr fällig - auch kein Beinbruch.DVD-Brenner: Wir bestellten den billigsten DVD-Brenner mit SATA-Anschluss im Angebot von Alternate, den LiteOn iHAS122.Maus und Tastatur: Die Eingabegeräte von Microsoft haben einen guten Ruf. Wir bestellten die preiswerteste Tastatur und eine billige optische Maus und waren von der Qualität sehr positiv überrascht. Es gibt wesentlich teurere Modelle, mit denen sich weit weniger gut arbeiten lässt. Übrigens: Das einzige Werkzeug, das Sie benötigen, ist ein großer Kreuzschlitzschraubenzieher.

2. Schritt: Mainboard bestücken

Öffnen Sie das PC-Gehäuse, indem Sie die Gehäuseschrauben lösen und die Seitenwand sachte herausziehen. Damit Sie die Laufwerke später problemlos einbauen können, sollten Sie beide Seitenwände entfernen. Bevor Sie das Mainboard in das noch leere Gehäuse einbauen, sollten Sie die Komponenten wie Prozessor und Speicher bereits ins Board einbauen. Das geht nämlich wesentlich leichter, wenn das Board vor Ihnen auf dem Tisch liegt, als wenn Sie im Gehäuse "herumfummeln" müssen. Zunächst einmal sollten Sie sich erden, und zwar indem Sie einen größeren metallischen Körper mit der Hand berühren, wie etwa einen Heizkörper. Nehmen Sie das Mainboard aus der Antistatikhülle und legen Sie es vor sich auf den Tisch.

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Die Gehäuseschrauben lassen sich bequem von Hand oder per Schraubenzieher lösen.

Bildergalerie

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Computer:PC-Komponenten

Drücken Sie den Speicherriegel kräftig in den Slot, bis die seitlichen Halterungen einrasten.

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