Ratgeber: Drucker Top 5: Farblaserdrucker unter 1.000 Euro
© Lexmark (Symbolbild)
Sinkende Preise und immer besserer Fotodruck machen Farblaser auch für kleine Büros und den Hausgebrauch attraktiv. Selbst günstige Geräte für um die 200 Euro bieten viel Qualität und Geschwindigkeit. Damit läuft der Farblaser dem Tintenstrahldrucker immer häufiger den Rang ab. Größter Vorteil für Gelegenheitsnutzer: Bei Laserdruckern gibt es keine eingetrocknete Tinte und keine verstopften Düsen.
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Farblaser-Drucker sind ideal für den Ausdruck von Texten und Illustrationen. Weniger selbstverständlich sind qualitativ hochwertige Ausdrucke von Digitalfotos. Wer häufig Fotos druckt und gute Qualität erwartet, der sollte auch in einen entsprechenden Farblaser investieren, wenn er denn nicht gleich einen Tintenstrahldrucker oder einen professionellen Fotodruck-Service bemüht.
Zusatzfunktionen manchmal nur gegen Aufpreis
Darüber spielt die konkrete Ausstattung des Druckers eine Rolle. Eine integrierte Duplexeinheit, die Papier selbstständig auf der Vorder- und der Rückseite bedruckt, spart Papier. Eine Netzwerkschnittstelle erleichtert die gemeinsame Nutzung. Ist sogar WLAN mit an Bord sparen Sie sich das Netzwerkkabel. Zusätzliche Papierkassetten ermöglichen den automatischen Einzug unterschiedlicher Papiere. Die meisten Farblaser gibt es in mehreren Varianten - mit unterschiedlich vielen Kassetten, mit und ohne Duplexdruck, Netzwerk und/oder WLAN.
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Platz 1: OKI C610dn (96 Punkte)
Der OKI bietet zum Preis von 650 Euro das Komplettpaket: Schneller Druck, sehr gute Qualität, kurze Aufwachzeit, niedriger Standby-Verbrauch – ja, sogar Netzwerkanschluss, Duplexeinheit und eine mit einem Fassungsvermögen von 300 Blatt anständig große Papierkassette gehören zum Lieferumfang.
Darüber hinaus erleichtern ein fünfzeiliges Display sowie die bei Netzwerkdruckern übliche Konfiguration per Webbrowser die Bedienung des Druckers. OKI liefert den C610dn mit einer dreijährigen Garantie und erleichtert die Entscheidung mit einem Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag.
Nach Bedarf lässt sich der OKI mit unterschiedlichsten Papiersorten füttern. Spätestens dann, wenn Sie dem OKI noch ein oder zwei zusätzliche Papierkassetten spendieren, eignet er sich ideal für den Einsatz in kleinen Büros und Arbeitsgruppen. Für den Hausgebrauch ist er in der Anschaffung zu teuer.
Platz 2: Brother HL-4150CDN (90 Punkte)
Günstiger, aber auch über ein Drittel langsamer als der OKI – das ist der Brother HL-4150CDN. Er erreicht jedoch eine immer noch beachtliche Druckgeschwindigkeit von bis zu 24 Seiten pro Minute und macht auch bei der Qualität keine Abstriche. Mit einem Standby-Verbrauch von etwas mehr als 1 W fällt er auf der Stromrechnung kaum ins Gewicht. Bei Bedarf lässt sich die 250 Blatt Papier fassende Kassette durch eine 500-Blatt-Kassette ergänzen.
Trotz seines geringen Preises bietet der Brother einen Netzwerkanschluss wie auch eine Duplexeinheit. Der USB-Anschluss auf der Vorderseite ermöglicht den Druck von auf einem Stick gespeicherten PDFs und Bildern (JPEG und TIFF) ohne Rückgriff auf einen PC. Der Brother HL-4150-CDN kostet rund 240 Euro.
Testbericht: Brother HL-4150CDN
Platz 3: Konica Minolta magicolor 4750DN (89 Punkte)
Der Konica glänzt insbesondere bei der Farbwiedergabe. Das macht ihn zum idealen Farblaserdrucker für diejenigen, die auch beim Druck von Fotos keine Kompromisse eingehen wollen. Auch beim Textdruck leistete er sich keine nennenswerten Schwächen. Gepatzt hat Konica allerdings beim Stromverbrauch: Selbst im so genannten "Energiesparmodus" genehmigt sich der Farblaser laut Hersteller bis zu 34 W.
Der im Lieferumfang inbegriffene Satz Toner-Kassetten bringt es auf eine Leistung von nur 1500 Seiten. Das sollten Sie bei den Anschaffungskosten berücksichtigen. Apropos Anschaffungskosten: Während die meisten Händler den Konica ab etwa 520 Euro verkaufen haben wir ihn im Netz vereinzelt schon für 320 Euro gefunden.
Testbericht: Konica Minolta magicolor 4750DN
Platz 4: Lexmark C540n (85 Punkte)
Mit einem Preis von rund 170 Euro ist der Lexmark der günstigste Drucker im Test. Im Großen und Ganzen erhalten Sie auch hier ein solides Gerät, müssen aber leichte Abstriche bei Qualität und Ausstattung hinnehmen. So weisen Graustufenverläufe einen leichten Farbstich auf. Eine Duplexeinheit gibt es nicht und die Erstausstattung Toner reicht nur für 1000 Seiten.
Ausgesprochen gut schneidet der Lexmark beim Ausdruck feinster Linien ab. Hier gibt es kaum Aussetzer. In Sachen Arbeitsgeschwindigkeit schlägt sich der Lexmark gemessen an seinem Preis passabel. Nur für den Ausdruck komplizierter Dokumente wie unserem Testchart braucht er etwas länger.
Platz 5: Xerox Phaser 6500N (81 Punkte)
Der Xerox kostet rund 230 Euro und muss sich insofern mit dem ähnlich teuren Brother vergleichen lassen. Dabei schneidet er allerdings in beinahe jeder Hinsicht schlechter ab. Er hat einen deutlich höheren Standbyverbrauch, keine Duplexeinheit und ist auch einen Tick langsamer. Außerdem wirkt sein Design vergleichsweise hausbacken.
Das bedeutet aber nicht, dass der Xerox eine schlechte Wahl ist. Er liefert – auch bei Fotos – sehr gute Ausdrucke und eine anständige Druckgeschwindigkeit. Nur bei Schwarzweiß-Fotos zeigt er einen leichten Farbstich.
Testbericht: Xerox Phaser 6500N
Fazit
Wer Leistung ohne Abstriche will, der greift zum OKI, dem in jeder Hinsicht besten Gerät im Test. Für den Hausgebrauch ist er aber zu teuer. Hier ist der Farblaser von Brother die bessere Wahl, es sei denn, Sie benötigen möglichst gute Foto-Ausdrucke. Dann lohnt sich der Aufpreis für den Konica. Der Lexmark als billigster Drucker im Test ist wegen des knapp bemessenen mitgelieferten Toners nur für diejenigen interessant, die allenfalls ein paar Seiten im Monat ausdrucken. Der Xerox bietet bei ähnlichem Preis weniger Leistung als der Brother und ist damit eher zweite Wahl in diesem Vergleich.