Bild vergrößern
875
1018
http://img1.magnus.de/Titelthema-Kommunikation-Tools-f-rs-Web-2-0-r875x1018-C-46af7735-6964415.jpg
Komfortabel Surfen im Netz
Tools fürs Web 2.0
Web 2.0, Mashup und Communities sind mächtig in und bringen der vernetzten Menschheit viele Vorteile. Aber erst mit den passenden Tools und Add-ons fängt der Spaß so richtig an.
Middle1
"Mit Kollegen und Journalisten Kontakt zu halten, kostet mich heute doppelt so viel Zeit wie vor einem Jahr", klagt der freiberufliche PR-Berater Werner Falk, der auf eine Vielzahl von Kontakten angewiesen ist. Ein gutes Netzwerk zu besitzen, ist nicht nur in seinem Beruf ein Vorteil.
Doch während Netzwerk früher abstrakt ein persönliches Beziehungsgeflecht bedeutete, heißt es heute konkret Xing, LinkedIn, Skype, für viele auch privater, Facebook, MeinVZ, ICQ oder Lokalisten. "Ich habe immer einen Browser mit mehreren Tabs offen, um den Überblick nicht zu verlieren", beschreibt Community-Junkie Falk seinen Arbeitsalltag.
Die neuen Web-2.0-Netze ärgern ihn, "stressige Zeitfresser", bescheinigt er abwertend. Das geht nicht nur ihm so, sondern allen Menschen, die aus welchen Gründen auch immer in mehr als einer Community angemeldet sind.
Das Wesen der Nachricht hat sich geändert, erweitert, heute ist sie nicht nur eine E-Mail, sondern eine Bemerkung im Chat, eine Statusmeldung in der Community oder ein Zwitschern in Twitter. Manche Zeitgenossen ziehen es vor, sich nur noch in Bildern und Filmen auszudrücken, und sie erwarten von Freunden, dass diese Flickr-oder YouTube-Feeds verfolgen. Nicht einfach, das alles unter einen virtuellen Hut zu bekommen.
Titelthema Kommunikation: Tools fürs Web 2.0
1 von 6
Titelthema Kommunikation: Tools fürs Web 2.0
Communitys bestimmen das Gesicht des Internets.
Vermeintliche Alleskönner
Bild vergrößern
689
819
http://img2.magnus.de/Titelthema-Kommunikation-Tools-f-rs-Web-2-0-r689x819-C-58bfd784-25939907.jpg
Die StudiVZ-Kontakte sind bei Nimbuzz nicht wiederzuerkennen. Hat man den Namen herausbekommen,
funktioniert immerhin der Chat.
Die StudiVZ-Kontakte sind bei Nimbuzz nicht wiederzuerkennen. Hat man den Namen herausbekommen,
funktioniert immerhin der Chat.
Die Standard-Lösung heißt erst einmal RSS, doch lässt sich vieles, aber eben nicht alles, als Feed in einen Reader einklinken: Flickr, Facebook-Statusmeldungen, Twitter-Geschwätz, ja; E-Mails, Chat, Xing-Statusmeldungen (Neues aus meinem Netzwerk), nein. Das ist schade, denn das wäre die einfachste Lösung. Eine Reihe von erfinderischen Geistern hat nun begonnen, spezielle Tools zu entwickeln, die diese Lücke füllen sollen, plattform dienstübergreifend.
Doch, so lautet vorweg das Fazit, auch sie decken nur einen Bruchteil der real existierenden Kommunikationsmöglichkeiten ab, so dass der Anwender drei Tools beschäftigen muss, um alle Nachrichten abfangen zu können. Geholfen ist ihm damit nicht, es sei denn, er findet ein Programm, das durch Zufall genau seine Bereiche abdeckt.
Eine Vielzahl an Diensten bilden der GMX-beziehungsweise der baugleiche Web.de-Messenger ab. Die Programme sind im Kern Chat-Messenger für ICQ, AOL, Yahoo und MSN, während Jabber (unter anderem in Google Talk) fehlt. Das ist verwunderlich, da es sich um ein offenes Protokoll handelt. Zusätzlich verwaltet der Anwender mit dem Client seine POP3 IMAP-Postfächer und eine gute Anzahl an Communities, unter anderen MySpace, Facebook und deutsche Netze wie StudiVZ, MeinVZ, Lokalisten, Wer-kennt-wen, StayFriends oder Unddu.
Das ist eine beachtliche Liste, doch schaut man ins Detail, so fehlen wesentliche Eigenschaften. Der Messenger beherrscht nämlich nur die E-Mail-ähnlichen Nachrichten, nicht aber Statusmeldungen, Wall- Einträge oder gar den Chat. Denn die meisten Communities haben eine eigene Chat-Funktion, so MySpace, Facebook oder Studi- und MeinVZ. Das ist die Mindestanforderung an ein Chat-Programm, würde man meinen. Ebenso wenig zeigt das Tool, ob Community-Kontakte online sind. Immerhin scheinen Instabilitäten behoben zu sein.
Welche Mangelerscheinungen die Programme haben, erfahren Sie auf der nächsten Seite...