Tipp 4: USB-Probleme per Eingabeaufforderung beheben
Mit Freeware-Tools lösen Sie grundlegende Probleme mit den USB-Schnittstellen. Über die Internetseite http://www.uwe-sieber.de/drivetools.html erhalten Sie Hilfsprogramme, über die Sie USB-Laufwerke an der Windows-Eingabeaufforderung sicher entfernen, problembehaftete USB-Laufwerke neu starten, Laufwerksbezeichner variieren oder nicht mehr angeschlossene Geräte aus dem System physikalisch entfernen (siehe Tabelle).
Bei Bedarf binden Sie die Befehle in Stapelverarbeitungsprogramme ein. Um die meisten Einstellungen mit den Tools direkt ändern zu können, sollten Sie die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten ausführen.
Optional legen Sie sich Verknüpfungen mit speziellen Aufrufparametern an. Die verfügbaren Parameter werden – mit Ausnahme des Tools DriveCleanup – angezeigt, wenn Sie das jeweilige Tool ohne Parameter an der Eingabeaufforderung starten.
Am sinnvollsten ist es, die Kommandozeilen-Tools im aktuellen Benutzerverzeichnis zu entpacken. Dies ist das Verzeichnis, das beim Öffnen der Eingabeaufforderung standardmäßig aktiviert wird. Alle Programme lassen sich dann direkt vom Benutzer ausführen, ohne globale Zugriffspfade anzupassen oder Verzeichnisse beim Befehlsaufruf mit anzugeben.
RemoveDrive: Um ein USB-Laufwerk zu entfernen, geben Sie beim Befehlsaufruf den bekannten Laufwerksbezeichner mit an:
RemoveDrive G: [Return]
Durch das sichere Entfernen werden USB-Laufwerken mitunter spezielle Fehlercodes zugewiesen. Diese Laufwerke lassen sich aufgrund dieses Fehlercodes im Nachhinein nicht mehr direkt reaktivieren.
RestartSrDev: Das Tool RestartSrDev versucht in einem solchen Fall die erneute Inbetriebnahme, indem der zugehörige USB-Hub neu gestartet und einhergehend damit alle untergeordneten USB-Laufwerke neu aktiviert werden.
Die neue Aktivierung erfolgt wahlweise für alle Gerätekennungen (*) oder für bestimmte Gerätekennungen, wobei in den Gerätekennungen das Jokerzeichen * nutzbar ist. Welche Gerätekennungen im System bekannt sind, liefert der folgende Befehl zurück:
RestartSrDev -d [Return]
Die zurückgelieferten Gerätekennungen (DeviceId) übergeben Sie unter Angabe der spezifischen Gerätekennung in der Form:
RestartSrDev DeviceId [Return]
Sollen alle Gerätekennungen verarbeitet werden, verwenden Sie den folgenden Befehlsaufruf:
RestartSrDev * [Return]
Liefert das Programm bei USB-Laufwerken, die über Windows sicher entfernt wurden, nicht den gewünschten Erfolg, dann sollten Sie fortan das sichere Entfernen über das zuvor genannte Tool RemoveDrive vornehmen.
DriveCleanup: USB-Geräte werden über den Windows-Geräte-Manager verwaltet und können darüber bei Bedarf entfernt und wahlweise (de)aktiviert werden. Alternativ nutzen Sie das Tool DriveCleanup, um eine Laufwerksbereinigung und das Entfernen nicht vorhandener USB-Hubs und nicht vorhandener USB-Speichergeräte vorzunehmen.
Die Bereinigung sorgt dafür, dass in den meisten Fällen nicht mehr erkannte USB-Geräte im Nachhinein wieder erkannt und neu eingerichtet werden können. Dabei werden auch nicht mehr erforderliche Einträge aus der Systemregistrierung entfernt.
Das Tool ist in gesonderten 32- und 64-Bit-Programmvarianten verfügbar. Nutzen Sie die 32-Bit-Programmvariante unter 32-Bit- und die 64-Bit-Programmvariante unter 64-Bit-Windows-Systemen. Um zunächst zu prüfen, welche Bereinigung das Tool vornimmt und welche Registrierschlüssel mitunter entfernt werden, starten Sie es in der folgenden Syntax:
DriveCleanup -T [Return]
Wollen Sie die Informationen dauerhaft speichern, können Sie die Informationen auch in eine Textdatei ablegen, beispielsweise in der Textdatei Cleanup.txt:
DriveCleanup -T >Cleanup.txt [Return]
Die Textdatei liegt Ihnen nach der Bereinigung vor und kann für manuelle Nachbearbeitungen genutzt werden. Die eigentliche Laufwerksbereinigung starten Sie nach der Auswertung der zurückgelieferten Informationen mit dem folgenden Befehl:
DriveCleanup [Return]