Weg mit dem Schrott

Tipps gegen Spam

In Ihrem Postfach ertrinken wichtige E-Mails im Meer unzähliger Spam-Nachrichten? Das muss nicht sein! Mit den Tipps aus diesem Artikel schützen Sie sich vor unerwünschten Nachrichten und gewinnen den Überblick zurück.

  1. Tipps gegen Spam
  2. Teil 2: Tipps gegen Spam
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In Ihrem Postfach ertrinken wichtige E-Mails im Meer unzähliger Spam-Nachrichten? Das muss nicht sein! Mit den Tipps aus diesem Artikel schützen Sie sich vor unerwünschten Nachrichten und gewinnen den Überblick zurück.

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Leider ist Spam nicht so lustig wie der Monty-Python-Sketch, dem die unerwünschten Werbenachrichten ihren Namen verdanken. Tatsächlich hat sich der unerwünschte Nachrichtenmüll zur echten Plage entwickelt. So zeigt eine aktuelle Messung der Anti-Spam-Experten von [ext:http://www.message labs.com]MessageLabs[/ext], dass es sich derzeit bei jeder zweiten E-Mail um Spam handelt. Andere Statistiken belegen für einzelne Nutzer sogar Spam-Quoten von bis zu neunzig Prozent! Und das Team von verzeichnete im Februar 2008 mehr als doppelt so viele unerwünschte Werbemeldungen wie ein Jahr zuvor.

Dennoch besteht Anlass zur Hoffnung: Wir haben für Sie die wichtigsten Grundregeln zusammengestellt, die prinzipiell vor Spam schützen.

Tipp 1: E-mail-Adresse geheim halten

Wer mit seiner E-Mail-Adresse gar nicht erst auf einer der von Spammern verwendeten Adresslisten landet, ist vor Werbe-Mails bestens geschützt. So gelingt die Geheimhaltung Ihrer Adresse:

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse nur an Freunde, Verwandte und Geschäftspartner weiter, bei denen sie in sicheren Händen ist. Für Foren, Newsgroups und Chats legen Sie eine zusätzliche E-Mail-Adresse an (siehe Tipp 2), die Sie abschalten können, sobald dort zu viel Spam eingeht.

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In jedem Forum können Sie private Nachrichten austauschen, hier heißt diese Funktion "PN-Box".

Geben Sie Ihre E-Mail-Adressen so selten wie möglich preis. Wann immer Ihnen eine registrierungspflichtige Website auch nur etwas dubios erscheint, verzichten Sie auf eine Anmeldung. Nicht wenige Dienste verkaufen nämlich die über Registrierungsformulare gewonnenen Daten an Spammer weiter.

Gut aufgehoben ist Ihre Adresse auf der Robinson-Liste. An die in dieser Liste eingetragenen Adressen senden seriöse Werbetreibende keine Nachrichten. Eintragen können Sie sich unter

Die meisten Web-Foren bieten eine Einstellungsmöglichkeit, bei der Ihre E-Mail-Adresse anderen Nutzern verborgen bleibt.

Tipp 2: Wegwerf-E-Mail-Adressen verwenden

Sie möchten sich gerne auf einer Website registrieren, wissen aber nicht, ob Ihre E-Mail-Adresse dort vor Spammern sicher ist? Kostenlose Wegwerf-E-Mail-Adressen lassen sich bequem wieder deaktivieren, sobald Spam eingeht.

Die klassische Wegwerf-E-Mail-Adresse bedarf keiner vorherigen Registrierung. Sie ergänzen einfach die vom Dienst-Anbieter vorgegebene Endung, im Falle von Trash-Mail also "@trash-mail.com". Die so entstandene Adresse können Sie wie gewohnt verwenden. Um neue Mails zu lesen, öffnen Sie die Trash-Mail-Website, geben dort die E-Mail-Adresse ein und klicken auf Mails holen.

ANBIETER URL SPRACHE SCHUTZ VOR DRITTEN
AntiSpam www.antispam.de D x
HaltoSpam www.haltospam.com D -
Jetable www.jetable.org D x
myTrashMail www.mytrashmail.com E x
PookMail www.pookmail.com D -
Spam Motel www.spammotel.com E x
Spamex www.spamex.com E x
Spamgourmet www.spamgourmet.com D x
TempEMail www.tempemail.net E -
Trash-Mail www.trash-mail.com D -
WillHackForFood www.wh4f.org E x

Bei Anbietern wie Trash-Mail ist das Risiko, dass Dritte Ihre Mails mitlesen, umso größer, je einfacher Sie die E-Mail-Adresse gestalten. Verwenden Sie deshalb Zufallskombinationen aus Zahlen und Buchstaben und keine Namen oder Wörter vor dem @-Zeichen.

Die mit Schutz vor Dritten gekennzeichneten Anbieter schützen Ihre Post vor illegalen Zugriffen. Hier erfolgt der Schutz wie bei Freemail-Diensten über ein persönliches Benutzerkonto mit eigenem Passwort. AntiSpam und Spamgourmet schützen, in dem sie eingehende Nachrichten an Ihre echte E-Mail-Adresse weiterleiten.

Tipp 3: So nutzen Sie Webmail-Spam-Filter

Wenn Ihr Postfach - allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz - von Spam betroffen ist, sollten Sie wissen, wie Sie den Spam-Filter Ihres E-Mail-Anbieters bedienen. Wir zeigen Ihnen das am Beispiel von GMX.

Aktivieren können Sie den Spam-Filter nach dem Login am linken Rand der GMX-Website unter E-Mail/Spamschutz. Anschließend legt der Filter alle als Werbung erkannte E-Mails automatisch im Ordner Spamverdacht ab, wo sie bis zu 30 Tage lang aufbewahrt werden. Danach wird der Ordner automatisch geleert.

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Die Option Nicht als Spam behandeln finden Sie auf der Seite mit dem GMX-Spamverdacht-Ordner.

Wird eine Nachricht zu Unrecht als Spam eingestuft, können Sie sie wieder in den Posteingang befördern, indem Sie im Spamverdacht-Ordner ein Häkchen vor der Nachricht setzen, unten auf der Seite die Aktion nicht als Spam behandeln auswählen und mit Go bestätigen.

Wenn der Spam-Filter erwünschte E-Mails eines bestimmten Absenders blockiert, tragen Sie die Adresse in die Whitelist (Weiße Liste) ein. Lässt er immer wieder unerwünschte Nachrichten desselben Absenders durch, setzen Sie die Adresse auf die Blacklist (Schwarze Liste). Beide Listen können Sie unter E-Mail/Spamschutz/persönliche Einstellungen vornehmen bearbeiten.

Tipp 4: Spam-Filter in Outlook und Windows mail nutzen

Outlook hat ihn längst, seit Vista gehört er auch zum Windows Mail getauften Outlook-Express-Nachfolger: der Spam-Filter. Mit einigen Klicks in den Optionen passen Sie die Funktion an Ihre Bedürfnisse an.

Der Junk-Filter von Outlook 2007 ist in der Voreinstellung nur ein müde knurrender Wachhund. Unter Aktionen/Junk-E-Mail/Junk-E-Mail-Optionen machen Sie ihm Beine, indem Sie die Filter-Stufe von Niedrig auf Hoch setzen. In Windows Mail finden Sie dieselben Einstellungen unter Extras/Junk-E-Mail-Optionen.

Microsoft hat die Black- und Whitelist-Funktion (siehe Tipp 3) auf die Namen Blockierte Absender und Sichere Absender getauft. Entsprechende E-Mail-Adressen können Sie auf den gleichnamigen Registerkarten hinterlegen. Auf dem Sichere Absender-Reiter sollten Sie ein Häkchen vor Personen, an die ich E-Mails schicke, automatisch der Liste sicherer Absender hinzufügen setzen.

Sehr nützlich sind auch die Optionen auf der Registerkarte International, die Sie ebenfallls in beiden Programmen finden. Über die Liste blockierter Domänen der höchsten Ebene können Sie den Empfang von E-Mails stoppen, deren Domain-Namen auf eine bestimmte Top-Level-Domain endet (beispielsweise .cn für China oder .de für Deutschland).

Über die Liste blockierter Codierungen machen Sie beispielsweise dem weit verbreiteten asiatischen Spam den Garaus.

Tipp 5: Schutz durch Zusatzfilter

Ihr E-Mail-Programm bietet Ihnen keinen Spam-Filter oder die integrierte Funktion reicht für Ihre Zwecke nicht aus? Einige Tools stehen Ihnen im Kampf gegen Spam bei.

Spamihilator ist ein kostenloser Spam-Filter, der mit jedem POP3- beziehungsweise IMAP4-fähigen E-Mail-Programm zusammenarbeitet. Damit das funktioniert, ruft das Programm neue Nachrichten bei Ihrem E-Mail-Dienstleister ab, filtert sie und gibt sie erst danach an Ihre E-Mail-Software weiter. Spamihilator finden Sie unter www.spamihilator.com. Während der Installation konfiguriert es sich selbstständig für die Zusammenarbeit mit beliebten Clients wie Outlook, Outlook Express und Thunderbird.

Besondere Aufmerksamkeit verdient Spamihilators lernender Filter, der eine Erkennungsgenauigkeit von annähernd 100 Prozent erreicht - Training vorausgesetzt. Dafür klicken Sie das Spamihilator-Symbol im Systray mit der rechten Maustaste an und gehen auf Trainingsbereich. Dort finden Sie eine Übersicht kürzlich empfangener Nachrichten. Mit den Schaltflächen Spam und Non-Spam zeigen Sie Spamihilator die guten und die schlechten Nachrichten und trainieren auf diese Weise den lernenden Filter.

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Über das Icon im Systray erreichen Sie Spamihilators Trainingsbereich.

Ein kostenpflichtiges Pendant zu Spamihilator ist Cloudmark Desktop, das Sie in Versionen für Outlook, Outlook Express und Thunderbird unter finden.

Tipp 6: Überlebenden Spam ignorieren

Nichts ist für einen Spammer so wertvoll wie eine E-Mail-Adresse, die aktiv genutzt wird. Das sorgt für noch mehr Werbung. Schafft es Spam in Ihren Posteingang, ist es enorm wichtig, dass der Absender davon nichts erfährt.

Die wichtigste Grundregel lautet: Antworten Sie nie auf Spam und klicken Sie auch keinen in einer solchen Nachricht vorhandenen Weblink an. Machen Sie auch keinen Gebrauch von einer eventuell angebotenen Abmelde-Funktion - sie dient fast immer nur dem Zweck, zu überprüfen, ob Ihre Mail-Adresse genutzt wird.

Stellen Sie sicher, dass Ihr E-Mail-Programm keine in HTML-E-Mails eingebetteten Grafiken nachlädt, denn das hinterlässt ebenfalls Spuren. In Windows Mail sowie Outlook Express (ab Windows XP SP2) ist eine entsprechende Option unter dem Namen Bilder und andere externe Inhalte in HTML-E-Mail blocken unter Extras/Optionen/Sicherheit zu finden. Outlook 2007 blockiert den Bild-Download automatisch.

Wenn Sie das Nachladen von Bildern deaktiviert haben, zeigen Outlook Express und Windows Mail mit Bildern gestaltete Mails nur noch verstümmelt an - auch bei erwünschten Mails. Für eine korrekte Darstellung klicken Sie auf den gelben Balken am oberen Rand des E-Mail-Fensters.

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