Sicherheit

Tipps gegen Identitätsdiebstahl

Identitätsdiebstahl bedeutet für jedermann ein hohes Risiko. Mit ein paar Maßnahmen können Sie dieses jedoch deutlich reduzieren.

Tipps gegen Identitätsdiebstahl

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Tipps gegen Identitätsdiebstahl

Zunächste ein einfaches Gebot für die Sicherheit: Wählen Sie pro Dienst ein anderes Passwort und als Benutzernamen verschiedene E-Mail-Adressen. Sichere Passwörter enthalten zehn Stellen mit Sonderzeichen, Zahlen und Buchstaben. Hinterlegen Sie keine Passwörter im Browser. Legen Sie Passwörter in einem anderen Medium ab, etwa handschriftlich.

Tipp 1: Protokollieren Sie die Logins

Koppeln Sie Internetdienste mit anderen Medien, etwa indem Sie bei der Anmeldung zusätzlich einen Code eingeben müssen, den Sie auf Ihrem Telefon erhalten. Oder lassen Sie sich beim Einloggen eine Anmeldebenachrichtigung zusenden, damit Sie sehen, wo der Login erfolgte. So fallen illegale Zugriffe von fremden Geräten leichter auf. Leider bieten nur wenige Dienste solche Mechanismen an.

Tipp 2: Erlauben Sie keinen Abgleich mit sozialen Netzen

Nutzen Sie für die Kommunikation neben Facebook eine altmodische E-Mail-Adresse. Wird der Account übernommen, können Sie Freunde warnen. Sichern Sie Ihren Namen in sozialen Netzwerken, selbst wenn Sie diese nicht nutzen. Veröffentlichen Sie so wenig wie möglich persönliche Daten, die Sie identifizieren, wie Geburtsdatum, Adresse, Steuernummer, Kontonummer, Telefonnummer. Wenn Sie keine Post mehr erhalten, kann es sein, dass Ihre Post auf eine andere Adresse umgeleitet wird. Geben Sie dem sozialen Netzwerken nicht die E-Mail-Login-Daten für den Kontaktabgleich mit Ihrem Adressbuch.

Tipp 3: Speichern Sie keine Bankdaten

Speichern Sie keine Kreditkartendaten in Profilen oder sonst wo im Internet. Versenden Sie Bankdaten nur verschlüsselt. Prüfen Sie regelmäßig Ihre Konten. Achten Sie auf eine Bildschirmsperre und Sichtschutz, wenn Sie mit dem Smartphone oder iPad an einem öffentlichen Ort arbeiten.

Sind Sie Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden? Dann handeln Sie schnell:

  1. Nach maximal sieben Tagen sind Verbindungsdaten wie IP-Adressen beim Provider nicht mehr gespeichert, die ggfs. Spuren zu den Tätern aufzeigen.
  2. Erstatten Sie Strafanzeige, am schnellsten geht dies über die Internetwache.
  3. Kontaktieren Sie einen Anwalt.
  4. Fordern Sie den Betreiber des Internetdienstes auf, den Account zu sperren und Daten binnen einer kurzen Frist zu löschen.
  5. Haben Sie noch Zugriff zum Account: Kontrollieren Sie, welche E-Mail-Adressen hinterlegt sind, ändern Sie diese samt Passwort und ggfs. die hinterlegte Telefonnummer.
  6. Haben Sie keinen Zugriff auf das soziale Netz mehr, aber auf Ihren E-Mail-Account, lassen Sie sich ein neues Passwort an Ihre E-Mail-Adresse senden.

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