Ihre Backup-Strategie für die Ewigkeit

[Tipps] Alle Kniffe fürs Langzeit-Backup - der Erinnerungsspeicher

Backup-Programme gibt es wie Sand am Meer. Doch welche Dateiformate sind die richtigen für das Backup und welches Medium sollte man verwenden? Magnus.de gibt Ihnen die richtigen Ideen dafür.

Rettungsring

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Backup-Programme gibt es wie Sand am Meer. Doch welche Dateiformate sind die richtigen für das Backup und welches Medium sollte man verwenden? Magnus.de gibt Ihnen die richtigen Tipps dafür.

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Ob Diskette, DVD oder Festplatte - kein Datenträger hält ewig. Auch ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Dateiformate, in denen wir heute unsere Erinnerungen speichern, auch in Zukunft noch gelesen werden können. Und wer sich darauf verlässt, dass Daten bei Youtube, Flickr und Konsorten auf alle Ewigkeiten sicher liegen, der könnte ebenfalls enttäuscht werden. Erst letztes Jahr hat Yahoo den Homepage-Dienst GeoCities dicht gemacht und die dort gespeicherten Daten gelöscht. Kaum zehn Jahre zuvor hat Yahoo 3,5 Milliarden US-Dollar für GeoCities bezahlt. Um so dringlicher ist die Frage, wie man Dokumente, Bilder, Videos und Musik zukunftssicher speichert.

Die richtigen Dateiformate

Es gibt Dateiformate, die sind so beliebt, dass man sich gar keine Gedanken darüber macht, ob es auch in fünf oder zehn Jahren noch die notwendigen Programme gibt, um diese Dateien sichtbar zu machen. Das gilt zum Beispiel für Adobes PDF, für DOC und XLS von Microsoft oder für das Bildformat JPEG. Per digitalem Rechtemanagement geschützte Songs im Format Windows Media Audio (WMA), nur mit Spezialprogrammen des Kameraherstellers sichtbar zu machende RAW-Bildformate oder das Dateiformat des "3D-Traumhausplaners" stehen dazu im Gegensatz. Im Zweifel sollten Sie die Software, die Sie benötigen, um die Daten sichtbar zu machen, mit ins Backup stecken.

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Dateiformate darauf, dass diese Ihre Daten verlustfrei speichern. RAW-Fotos im JPEG-Format zu archivieren, um Platz zu sparen, ist deshalb keine gute Idee - einfach weil dabei viele wertvolle Informationen verlorengehen und sich aus einem solchen Backup nie wieder die Originaldatei herstellen lässt. Adobes Format Digital Negativ (DNG) ist im Zweifel das bessere Format. Ähnliches gilt, wenn Sie Ihre Audio-CDs als MP3s archivieren. Setzen Sie lieber auf das verlustfreie FLAC-Format, auch wenn das etwas mehr Speicherplatz benötigt. Für den täglichen Gebrauch können Sie die FLACs ja immer noch in MP3s umwandeln - oder in zehn Jahren in das dann beliebteste Pendant. Überhaupt ist das eine sinnvolle Vorgehensweise: Überprüfen Sie alle paar Jahre, mit welchem Aufwand sich die in Ihren Backups gespeicherten Dateien sich noch lesbar machen lassen und ob es nicht Zeit für einen Wechsel eines Dateiformates wird.

Mozy.com

Backup-Spezialisten wie Mozy.com bieten Online-Speicherplatz und eine Software, die Anwenderdaten via Internet dort ablegt.

Das richtige Medium

Beschreibbare CDs und DVDs halten, je nachdem wie sorgfältig sie gefertigt wurden, zwischen fünf und zehn Jahre. Danach steigt die Zahl der Lesefehler rapide an. Für Backup-Zwecke ist das nicht zuverlässig genug. Und wenn es ganz dumm läuft, dann zerstört die Säure im Stift, mit dem man die DVDs beschriftet, den Datenträger. Hinzu kommt: Bei gerade mal knapp fünf Gigabyte je DVD und nur 0,7 Gigabyte je CD-ROM macht das Wechseln der Disks während des Backups viel zu viel Arbeit.

Im privaten Umfeld geht der Trend deshalb hin zur externen Festplatte. Doch Vorsicht: Eine Überspannung, während der die einzige Sicherungs-Platte mit dem Rechner verbunden ist, kann schon ausreichen, um Original und Backup ins Nirvana zu befördern. Außerdem "erfreuen" sich auch Festplatten gewisser Ausfallraten. Google hat in einer Studie festgestellt, dass eine Festplatte entweder im ersten halben Jahr oder nach ca. vier Jahren kaputt geht - vorausgesetzt sie wurde in dieser Zeit auch intensiv genutzt. Eine Backup-Platte, die nach dem erstmaligen Befüllen über Jahre im Schrank stand, kann ausgerechnet dann den Dienst versagen, wenn das Backup wiederhergestellt werden soll. Wer auf Festplatten sichert, der sollte deshalb mindestens zwei verschiedene Laufwerke als Backup verwenden. Eines davon ist während des Backups mit dem PC verbunden, das andere ohne Verbindung zu Strom und EDV an einem sicheren Ort. Als sicher gelten übrigens nur andere Gebäude, damit dem Backup auch bei Brand, Einbruch oder Wasserschaden nichts passieren kann. Als Alternative oder Ergänzung zur USB-Platte werden Online-Backups immer beliebter. Dabei läuft eine Software auf dem PC, die die Daten per Internet auf die Server eines Backup-Anbieters transportiert. Grundsätzlich ist das eine sinnvolle Angelegenheit, die aber mit Kosten (ca. 50 Cent je Gigabyte und Monat) verbunden ist und eine DSL-Verbindung erfordert. Außerdem muss man sich mit dem Gedanken anfreunden, dass die eigenen Daten bei einem fremden Anbieter liegen.

Festplatte

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Günstig und relativ zuverlässig: Festplatten sind im privaten Umfeld das derzeit beliebteste Backup-Medium.

zm_timkaufmann

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