Ratgeber Windows-Tuning

Themes und Co.: Windows-Modding

Ändern Sie den Stil Ihrer Windows-7-Oberfläche! Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Kachel-Look von Windows 8 installieren.

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Themes und Co.: Windows-Modding

Windows-Modding kann die Stabilität des Betriebssystems senken. Legen Sie deshalb vor dem Modding einen Systemwiederherstellungspunkt an und sichern Sie die gesamte Systempartition als Image-Datei. Mit dieser Sicherung im Rücken macht das Anpassen der Oberfläche mehr Spaß, da Sie Fehler ungeschehen machen können.

So verändern Sie den Logon Screen

Als erstes verändern Sie das Kontobild samt Hintergrundbild des Startbildschirms, bevor Sie eingeloggt sind. Dazu müssen Sie jedoch erst mal eingeloggt sein. Am besten mit Administratorrechten. Alternativ können Sie mit gedrückt gehaltenen [Umschalt-Strg]-Tasten jedes Programm mit Administratorrechten starten. Das Kontobild beim Logon ändern Sie im Start-Menü unter dem Punkt Systemsteuerung/Benutzerkonten und Jugendschutz.

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Windows 7 bietet viele Bordmittel zur Anpassung der Oberfläche. So lassen sich zentral im Menü "Anpassung" der Hintergrund und das Schrift-, Farben- und Icon-Design ändern.

Wählen Sie hier Eigenes Kontobild ändern und klicken Sie in dem nun angezeigten Dialog auf Nach weiteren Bildern suchen, wenn Sie nicht eines der angebotenen Schmuckbilder nehmen möchten. Als Formate sind BMP, GIF, JPG und PNG erlaubt.

Damit Ihnen ein individueller Auftritt in einem Guss gelingt, sollten Sie nicht nur das Kontobild ändern, sondern auch dem Hintergrund des Logon-Bildschirms ein neues Aussehen geben. Das gelingt am einfachsten mit dem Programm Logon Screen von Daniel Rebelo. Damit lässt sich ein beliebiges Bild für den Hintergrund auswählen.

Hintergrundbild, Farben und Schriften

Um den Startbildschirm nach dem Einloggen anzupassen, nutzen Sie die Bordmittel von Windows 7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop, und wählen Sie Anpassen. Microsoft bietet verschiedene Designs an, weitere lassen sich aus dem Internet nach einem Klick auf Weitere Designs online beziehen herunterladen.

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Langweilige Ordner-und Datei-Icons müssen nicht sein. Mit IcoFX 2.2.1 (Bild links) bauen Sie Ihre eigenen Icons. Wer keine Zeit hat, kann auch auf Sammlungen wie Icon Package zugreifen.

Ein Windows Design (engl. desktop theme) legt die Grundelemente des Aussehens von Windows fest. Es bestimmt Desktop-Hintergrund, Bildschirmschoner, Fensterrahmenfarbe sowie das Soundschema. Für Aero legt es auch die Transparenz der einzelnen Elemente fest. Ein Design enthält Bilder, Farben und Klänge.

Unter Anpassung sehen Sie die Vorschläge von Microsoft. Etwas mit den verschiedenen Designs rumzuspielen, gibt Ihnen ein gutes Gefühl für Effekte, insbesondere mit den Basisdesigns mit hohem Kontrast.

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In der unteren Leiste bestimmen Sie Desktop-Hintergrund, Fensterfarbe und Sounds. Außerdem wählen Sie hier einen Bildschirmschoner aus.

Unter Desktophintergrund wählen Sie ein Bild oder einen Ordner aus. Bei Ordnern zeigt Windows 7 die Bilder als Diaschau an. Dort stehen auch Bildposition und die Intervallfrequenz zur Auswahl.

Fensterfarbe legt die Farbe der Fensterrahmen, des Startmenüs und der Taskleiste fest. Darunter gibt es einen Schieberegler für die Transparenz der Aerofenster. Wenn Sie den verschiedenen Ordnerelementen verschiedene Farben und Schriftgrößen zuordnen möchten, klicken Sie auf Erweiterte Darstellungseinstellungen.... Dort lassen sich allen Windows-Desktop-Elementen individuell Farben, Schriftart und -größe zuordnen.

Bei Sounds weisen Sie jedem Ereignis in Windows einen Klang oder eine Tonspur zu. Auch hier bietet Microsoft verschiedene Pakete mit Klangzuordnungen an.

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Zeiger und Desktop-Icons

In der linken Randspalte von Anpassungen gibt es noch die Punkte Desktopsymbole ändern und Mauszeiger ändern. Unter Desktop-symbole legen Sie fest, welche Systemordner auf der Oberfläche zu sehen sein sollen, und mit welchem Icon. Zur Auswahl stehen Computer, Papierkorb, Benutzerdateien, Systemsteuerung und Netzwerk.

Wenn Sie einen Ordner in der Ansicht markieren und auf Anderes Symbol klicken, bietet Microsoft die Icons von Windows aus der Datei imageres.dll zur Auswahl. Wenn Ihnen diese Bilder zu langweilig sind, können Sie darüber in beliebigen anderen DLL- und EXE-Dateien nach Icons suchen.

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Mit Mauszeiger ändern geben Sie dem dynamischen Verhalten der Maus ein individuelles Aussehen. Jeder Aktion weisen Sie einen Mauszeiger nach Ihrer Vorstellung zu. Die Endungen für die Zeiger sind CUR und ANI.

Weitere Punkte unter Anpassung sind links unten Anzeige sowie Taskleiste und Startmenü. Hier vergrößern Sie zum Beispiel die Desktop-Anzeige und die Schriftgröße auf 150 Prozent oder verschieben die Windows-Taskleiste an den linken Bildschirmrand. Zusammen mit einem guten Windows-Design kann das die gewohnte Optik nachhaltig zum Besseren verändern.

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Mit Hilfe von fertigen Themes für Talisman verändern Sie auch Taskleiste und Sidebar.

Modding mit Tools

Wenn Sie möchten, dass sich Ihr Rechner wirklich vom bekannten Windows-Allerwelts-Look unterscheidet, schaffen Sie das am leichtesten mit Tools. Wichtig für die individuelle Gestaltung sind die Windows Themes. Das sind benutzerdefinierte grafische Oberflächen (graphical user interfaces, GUI), die die Windows-Standardoberfläche ersetzen. Dazu gehören Klänge, Icons, Mauszeiger, Hintergrundbilder (wallpaper), Bildschirmschoner (screensaver) und Minianwendungen (Gadgets).

Die englischen Begriffe haben wir in Klammern dazu geschrieben, damit Sie auf der Suche nach freiem Material und Anregungen im Internet nicht auf die deutschen Seiten beschränkt sind. Manche der Programme ändern nur Aspekte der Oberfläche, ersetzen etwa die Taskleiste durch eine großflächige Steuerzentrale oder integrieren Minianwendung in die Oberfläche. Andere Tools ändern das System komplett.

Auch können Sie in die Taskleiste Sprungleisten setzen. Zusammengeklappt ist eine Sprungleiste nur ein Icon auf der Taskleiste. Ausgeklappt jedoch ist ein Fenster mit Programmverknüpfungen. Die Taskleiste passen Sie etwa mit dem Tool 7 Taskbar Tweaker an. Interessant sind auch die fertigen Zusatzleisten von Stardock wie ObjectDock Free 2.0 . Sie sehen wirklich ungewöhnlich aus und erleichtern auch noch die Bedienung.

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Auch Mauszeiger und Taskbar-Symbole müssen zu Ihrem Stil passen. CurserFX etwa bietet animierte Werkzeugbilder als Zeiger, mit Taskbar Thumbnails Tuner verändern Sie Taskbar-Icons.

Wo sind die Minianwendungen?

Für Minianwendungen lassen sich Flächen in beliebiger Form und selbst gewählten Hintergrundbilden anlegen, etwa mit Fences von Stardock. Damit schaffen Sie auf dem Desktop Struktur und unterstreichen das Motiv des Hintergrundbilds. In den vergangenen Monaten hat Microsoft jedoch den Zugang zu Minianwendungen erschwert: Die Microsoft-Gallery ist abgeschaltet.

Microsoft bietet an Minianwendungen nur noch die mitgelieferten an. Angeblich ist eine Sicherheitslücke die Ursache dafür. Auf der Seite freeware.de werden Sie mit den Suchwörtern Gadget und Sidebar aber dennoch fündig.

Ein Programm, mit dem Sie viele der Widgets in Ihre Oberfläche einbinden, ist Rainmeter .

Fertige Oberflächen

Am einfachsten geht das Modding mit Tools wie CubeDesktop 1.4.0 oder Talisman 3.4 . Diese verändern das gesamte System in einem durchgängigen Stil. Viel Spaß beim Modden!

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Windows 7 zu 8 Modding

"Windows 8 schon jetzt" funktioniert unter Windows 7 nur eingeschränkt. Alle Technikverbesserungen, die unter der Haube passieren, wie USB 3.0, neue Treibermodelle, bessere Performance-Verteilung und -Ausnutzung von Windows 8, lassen sich unter Windows 7 nicht nachrüsten. Was bleibt, ist das Aussehen der neuen Oberfläche und die in Metro eingebetteten Funktionen mit ihrer Cloud-Verknüpfung.

  • Startmenü als Mosaik

Der Stil und das Design von Windows 8 ist problemlos zu kopieren und in Windows 7 nachzubilden. Minianwendungen (auch Gadgets oder Widgets genannt) lassen sich etwa als Kachel in eine fiktive Windows-8-Metro-Oberfläche einbinden. Trotzdem gelingt bisher keinem Modder eine gelungene Kopie. Microsoft nennt die Metro-Oberfläche mittlerweile nur noch "Startmenü".

Das nimmt sich ein Teil der Modder als Inspiration: Ein Klick auf "Start" in Windows 7 öffnet ein stark vergrößertes Startmenü mit grünem Hintergrund. Dies hat etwa mStartEX verwirklicht. Der andere Weg ist, den Desktop-Hintergrund in eine Metro-Oberfläche zu verwandeln, wie es ein Design bei Talisman 3.4 zeigt. Oder man zeigt nur die Desktopoberfläche im Windows-8-Stil.

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