Surfen ohne DSL - funktioniert das

TEST: Surfstick im Praxiseinsatz: Was leistet der O2-Surfstick

Wer sein Notebook unterwegs nutzt, der benötigt eine mobile Internet- Verbindung. Surfen über das Handynetz wird immer preiswerter. Doch ist ein Surfstick wirklich die richtige Alternative?

  1. TEST: Surfstick im Praxiseinsatz: Was leistet der O2-Surfstick
  2. Teil 2: TEST: Surfstick im Praxiseinsatz: Was leistet der O2-Surfstick
Surfstick im Praxistest

© Archiv

Surfstick im Praxistest

Es klingt so gut und so einfach: Surfen Sie doch einfach per HSDPA-fähigem UMTS-Stick durch das Internet, immer und überall, mit Geschwindigkeiten von 7,2 Mbit/s und ganz ohne teure DSL-Leitung im Haus. UMTS-Sticks werden inzwischen von so gut wie jedem Handy-Netzbetreiber von T-Mobile über Vodafone bis hin zu E-Plus angeboten. Unsere Wahl für diesen Praxistest fiel allerdings auf den O2-Surfstick, der momentan für 1 Euro angeboten wird. Zusätzlich zum Stick benötigt man noch einen Datentarif wie etwa das Internet-Paket L für monatlich 25 Euro, das eine unbegrenzte Datenmenge umfasst.

Unbegrenzt ist die Datenmenge zwar tatsächlich, doch wird die Geschwindigkeit ab einer Datennutzung von über fünf GByte pro Kalendermonat auf GPRS-Bandbreite und damit auf etwa 54 kbit/s gedrosselt? Erinnern Sie sich noch an das gute, alte Modem? Die damalige Surfgeschwindigkeit entspricht in etwa dem, was dem Surfstick-Nutzer übrig bleibt, wenn die fünf GByte im Monat überschritten sind. Wie lange die fünf GByte ausreichen, hängt von Ihrem persönlichen Surfverhalten ab. Wenn Sie lediglich im Internet surfen und Ihre Mails verwalten, dürften die fünf GByte locker ausreichen. Anders sieht es aus, wenn Sie Filme oder Musik aus dem Internet laden oder Internet-Radio hören möchten. Für diese Art der Nutzung ist ein UMTS-Stick eindeutig nicht die richtige Wahl.

1. Die Installation der Software

Praktischerweise befindet sich die Software, die für den Einsatz des O2-Surfsticks benötigt wird, auf dem USB-Stick selbst. Das bedeutet für den Anwender: Stick einstecken, im Fenster den O2-Verbindungsmanager auswählen und die Installation der Software mit drei Klicks abschließen. Nach dem Neustart des Rechners startet man die Software mit einem Klick über das entsprechende Icon auf dem Desktop. Bei der ersten Nutzung muss eine vierstellige PIN-Nummer eingegeben werden, die der Anbieter im Paket mit dem Surfstick versendet. Ein Klick auf den Button "verbinden" reicht aus, und der Weg ins Internet ist frei.

2. Das ging flott: Surfen im Büro

Unser Bürohaus steht im Ort Poing im Osten Münchens. Die UMTS-Versorgung ist sehr gut und der O2-Verbindungsmanager zeigt eine HSDPA-Signalstärke von etwa 95% und eine Downloadgeschwindigkeit von 4,3 Mbit/s an - besser geht es also kaum. Wir machen uns ans Werk und laden von der Microsoft-Webseite das 265 MByte große Service Pack 2 für Windows XP herunter. Theoretisch hätte der Download in knapp über einer Minute beendet sein können, in der Praxis erreichte der Download Geschwindigkeiten von knapp 500 kbit/s. Das Service Pack war damit nach etwa 9 Minuten und 30 Sekunden auf unserem Notebook. Über unsere 16 Mbit/s-DSL-Leitung erreichten wir eine Geschwindigkeit von etwa 1 Mbit/s, waren also in etwa doppelt so schnell wie über UMTS. Im normalen Surfbetrieb war der Unterschied ebenfalls spürbar. Eine vom technischen Aufwand her anspruchsvolle Seite wie www.bild.de war auf unserem DSL-Rechner in etwa 3 Sekunden vollständig geladen, über den Surfstick dauerte es etwa 18 Sekunden. Ähnlich das Bild bei espn.go.com: 3 Sekunden hier, etwa 17 Sekunden dort.

Surfstick im Praxistest

© Archiv

Der Verbindungsmanager zeigt die HSDPA-Verfügbarkeit und eine maximale Download-Geschwindigkeit von 4,3 Mbit/s an.

3. Langsamer als erwartet: Surfen am Flughafen

Laut Anbieter ist die volle HSDPA-Geschwindigkeit nur an besonders gut ausgebauten Hotspots wie Bahnhöfen oder Flughafen nutzbar. Was lag also näher, als den Münchener Flughafen zu Test- und Messzwecken aufzusuchen. Der O2-Verbindungsmanager zeigte eine schnelle HSDPA-Verbindung an, doch leider blieb die Geschwindigkeit hinter den Erwartungen zurück. Die Download-Geschwindigkeit erreichte nur etwa die Hälfte der in Poing gemessenen Geschwindigkeit. Das Service Pack war in 18 Minuten heruntergeladen, das ergibt eine Download-Geschwindigkeit von 238 kbit/s. Beim Surfen sah es ähnlich aus: Die Bildzeitungsseite lud in etwa 25 Sekunden, espn.go.com zwei Sekunden schneller.

Laptop Surfstick Flughafen

© Archiv

Schnell surfen am Flughafen? Leider war die Download-Geschwindigkeit am Münchener Airport eher mau.

Was der Stick auf dem Land und während der Fahrt im Auto kann, steht auf Seite 2...

Mehr zum Thema

Youtube Sperre umgehen GEMA
Videos freischalten

So umgehen Sie die GEMA-Sperre bei Youtube. Was Sie dazu brauchen, und wie es am einfachsten geht.
Neue Fritzboxen unterstützen den AC-Standard.
WLAN-Geschwindigkeit verdoppeln

Mehr WLAN-Geschwindigkeit: Mit dem WLAN-Standard 802.11ac und den richtigen Geräten und Einstellungen verdoppeln Sie den Datendurchsatz.
Netflix auf dem TV
Programm in der Übersicht

Welche Filme und Serien gibt es bei Netflix eigentlich zu sehen? Was ist neu im Streaming-Angebot? Diese Antworten helfen weiter.
Netflix
Streaming

Preise, kompatible Geräte, Datenrate, Serien- und Filmangebot von Netflix: Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Streaming-Dienst.
E.T. – Der Außerirdische
Vorschau auf Film- und Serien-Highlights

Amazon Prime Instant Video lockt im Dezember 2016 mit Film-Highlights wie "E.T.", "Fast & Furious 7" und der Serie "Ku’damm 56​".