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Test: Sooloos Netzwerk-Musikserver der Spitzenklasse

Was die Wurlitzer-Musikbox Mitte des 20. Jahrhunderts für die Eisdiele war, könnte der Sooloos Musikserver in diesem Jahrhundert für zu Hause werden: nicht wegzudenken.

  1. Test: Sooloos Netzwerk-Musikserver der Spitzenklasse
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Meridian Sooloos

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Was die Wurlitzer-Musikbox Mitte des 20. Jahrhunderts für die Eisdiele war, könnte der Sooloos Musikserver in diesem Jahrhundert für zu Hause werden: nicht wegzudenken.

Pflegen Sie Ihre CD-Sammlung und stellen nach jeder Hörsession alle CDs an ihren angestammten Platz, womöglich nach Genre geordnet oder nach Interpreten in alphabetischer Reihenfolge? Ohne eine solche Ordnung ist eine CD-Sammlung zwar nicht nutzlos, aber jedenfalls nicht komfortabel verwendbar. Das weiß jeder, der einen oder mehrere Umzugskartons mit Silberscheiben im Keller oder auf dem Dachboden (zwischen)lagert.Schluss damit! Es ist Zeit, Ordnung zu schaffen. Anlass dafür gibt ein Musikdatenspeicher der Sonderklasse. Kein geringerer als Meridian, der britische Hi-Fi-Spezialist und Kenner der Digitaltechnik, hat sich des Themas angenommen und ein zu Ende gedachtes Konzept auf den Markt gebracht.

Vermutlich hat sich Meridian von iTunes und Co. inspirieren lassen, einen Musikserver auf die Beine zu stellen, der zumindest äußerlich kaum etwas mit Computern zu tun hat.

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Steuerzentrale plus Ensemble

Das modulare System Sooloos besteht in seiner Grundversion aus einer Steuerzentrale namens "Control:Ten" und dem Ensemble: einem Server mit Netzwerk-Player unter der Haube. Beide Geräte kommunizieren über das heimische Computernetzwerk. Das ist aber auch schon alles, was an einen Rechner erinnert.

Die Hardware beider Geräte ist in edle, matt silbern eloxierte Aluminiumgehäuse gepackt. Diese Augen-weide lässt den Konsumenten vergessen, dass hier im Kern ein Computer seinen Dienst tut.

Der Strom fließt über jeweils ein externes Netzteil. In puncto Anschlüsse bietet der Server mit einem Terabyte in der Grundausstattung vier analoge Line-Ausgänge und einen digitalen S/PDIF-Ausgang, um bis zu fünf verschiedene Zonen respektive Räume mit Musiksignalen anzusteuern. Die Lautstärke und der Musik-Content lassen sich für jeden Raum getrennt auswählen. Solche Fakten machen Musikliebhaber neugierig.

Das System ist an zwei freie Steckplätze des DSL-Routers angestöpselt oder in unserem Fall an einen Hub, der über die Stromleitung die Inter- net-Daten via dLAN bekommt. Der Start dauert kaum länger als der eines Blu-ray-Players der ersten Generation, begleitet vom Schnurren der Festplatte und des Lüfters. Stellt man das Ensemble - so wie es sein sollte - nicht auf den Schreibtisch, sondern platziert es eher dezentral, bleibt nur noch der lüfter- und geräuschlose Steuerbildschirm in Reichweite.

Bedienen lässt sich das System ausgesprochen intuitiv über das drehbare, 17 Zoll große, berührungssensitive Display der Steuerzentrale. Nach dem Start erscheint die Bildfläche voll mit Plattencovern - vorausgesetzt, die Festplatte ist schon mit Musik bestückt worden. Ein leichter Druck auf eines der Cover und eine Playlist wird sichtbar. Rechts daneben zeigt eine Auflistung alle weiteren Alben des Interpreten, die auf Festplatte gebannt sind.

Netzwerk-Spieler

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Das Ensemble ist Netzwerk-Spieler und Verteiler in einem. Alle Musikdaten werden auf einer 1-Terabyte-Wechselfestplatte gespeichert. Für mehr Sicherheit sorgen die Geräte TwinStore und SourceFive. Der Unterschied: TwinStore spiegelt die Daten auf eine zweite Festplatte als Sicherung.

Ein weiterer Fingerdruck auf einen Titel, gefolgt von einer Bestätigung, dass dieser sofort oder als nächster Titel gespielt werden soll, startet die Musik. Anschließend erscheint das ausgewählte Cover des Albums - zwar etwas pixelig, aber so großflächig auf dem Bildschirm, dass man auch aus größerer Distanz erkennen kann, wer und was gerade gespielt wird.

Mit dem Sooloos-System kann der Nutzer seinen Spieltrieb unbegrenzt ausleben. Es ist ein bisschen wie im Internet surfen: Nach wenigen Minuten hat man vergessen, was man eigentlich gesucht hat. Gefunden hat man dafür viele Alben, von denen man gar nicht mehr wusste, dass sie zur eigenen Sammlung gehören.

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