Canton lässt die Boxen knallen

Test Canton GLE 470

Canton hat seine preiswerte GLE-Linie im Detail verbessert - herausgekommen ist ein System, das in Stereo wie Surround die Ahnen deutlich hinter sich lässt. Dabei sind die Speaker nicht einmal teurer geworden. Wenn das kein Grund zur Freude ist.

  1. Test Canton GLE 470
  2. GLE 470
Stereo & Surround

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Test Lautsprecher/Stereo & Surround
Canton GLE 470

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Canton GLE 470

Spektakuläre Fortschritte sind eher rar gesät - auch wenn sprachlich gewitzte Marketingstrategen uns winzige Veränderungen an Produkten gerne als solche verkaufen. Nun zählt es zur obersten Pflicht des Journalisten, Dingen auf die Spur zu kommen. So verwunderte es ein wenig, dass sich Canton auf Nachfrage, was denn wirklich neu an der aktuell zur IFA 2008 gelaunchten, überarbeiteten GLE- Boxenserie sei, zurückhaltend gab.

"Im Grunde basiert alles auf den Vorgängermodellen. Wir betrieben Feinschliff an einigen Details." Mag man annehmen, das wecke nicht unbedingt die Neugier, so halte man zugute, dass Canton sich in diesen Dingen immer leicht bedeckt hält.

Selbst bei genauerer Bertrachtung gleichen die Neuen ihren Vorläufern wie ein Ei dem anderen. Die Abdeckgitter erhielten einen Feinschliff und laufen nach unten nun leicht geschwungen aus, respektive am Center zu den Seiten. Das wirkt: Die Boxen erscheinen moderner, fast jugendlich dynamisch.

Vorgabe: Allrounder

Ziel von Video-HomeVision war es, ein Set unter 2.000 Euro zusammenzustellen, das in Stereo wie Surround hohen Ansprüchen genügt. Auch unter der Prämisse, dass Musik mehrkanalig möglichst authentisch wiedergegeben wird. Daher fiel die Wahl auf die Standboxen GLE 470 für 660 Euro, recht groß dimensionierte Rear-Speaker und einen kräftigen Subwoofer. Schon recht ausgewachsene Standlautsprecher wie die GLE 470 mit einer im video-HomeVision-Labor ermittelten unteren Grenzfrequenz von 38 Hertz (-3 dB) mit einem kleinen Sub zu unterstützen, ist kaum zielführend.

So verantwortete der Aktivwoofer AS 105 im System den LFE-Kanal und blieb damit im Stereo-Durchgang außen vor. Experimentierfreudige Musikliebhaber können ihn je nach den Optionen des Surround- Receivers parallel zu den Frontboxen betreiben, dann sollte der Aktivbass aber früh (um 50 Hertz) wieder aus dem Geschehen ausgeklinkt werden. Sonst geht der Zuschuss in den Tiefen schnell nach hinten los und Bässe wabern träge umher.

Testprofil

CantonGLE 470
www.canton.de
660 Euro

Stereo-Set

Weitere Details

60 Prozent

Fazit

Testurteil
gut
Preis/Leistung
sehr gut

Die Standboxen GLE 470 konzipierte Canton als Zweieinhalb-Wege-Systeme. Das bedeutet, dass die beiden Konusse tiefe Töne gemeinsam wiedergeben, sich der obere Treiber zu den Mitten aber aus dem Geschehen verabschiedet. Das Teamwork bringt eine vorteilhaft große Membranfläche im Bass und eine Entlastung für den einzelnen Töner. Klangschädlicher Klirr wird so verringert.

An den Bässen wie an der Gewebekalotte für die hohen Frequenzen optimierte Canton die Antriebe, auch die Frequenzweiche wurde im Detail überarbeitet. So will man gegenüber den Vorläufern einen noch reineren, im Grundton noch konturierteren Sound erzielen und im Bass noch tiefere Frequenzen zu erreichen.

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