Festplatten-Tod

Teil 9: Festplatten Crash-Prognose

Trotz aller Tools und Vorsichtsmaßnahmen kann es zu einem plötzlichen Defekt der Festplatte kommen. Damit dann nicht alle Daten verloren sind, können Sie einige Vorkehrungen treffen.

Festplatten Crash-Prognose

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Richten Sie ein RAID-System Level 1 ein. RAID ist die Abkürzung für "Redundant Array of Independant Discs". In einem RAID-System Level 1 werden statt einer Festplatte zwei identische Laufwerke verbunden. Sie haben aber nicht den doppelten Speicherplatz, da die zweite Platte nur als "Spiegel" fungiert. Das heißt, alle Daten werden doppelt abgelegt, einmal auf der Festplatte, mit der Sie arbeiten und einmal auf dem Spiegel. Fällt ein Laufwerk aus, befinden sich alle Daten auf der zweiten Platte.

Gut ausgestattete Mainboards besitzen einen RAID-Controller, um ein entsprechendes System einzurichten. Sonst benötigen Sie eine RAID-Karte eines Drittherstellers, zum Beispiel Adaptec. Die Installation ist ebenfalls nicht kompliziert und im Handbuch des Mainboards erklärt. Die beiden Festplatten müssen exakt identisch sein, also derselbe Hersteller und dieselbe Größe. Da die Preise für die Speicherlaufwerke relativ gering sind, ist der Kostenfaktor für ein RAID-System nicht sehr hoch. Eine 80-GByte-Festplatte kostet weniger als 60 Euro, 160 GByte sind für weniger als 80 Euro zu haben. Selbst wenn Sie kein RAID-System installieren wollen oder Ihr Mainboard das nicht unterstützt, sollten Sie eine zweite Festplatte einbauen. Nutzen Sie diese nur für Daten und Backups. Die Festplatte muss weder besonders groß noch besonders schnell sein. Meistens sind Laufwerke mit geringerer Umdrehungszahl haltbarer, da sie mechanisch weniger beansprucht werden. Und Geschwindigkeit ist nur bei Computerspielen und der Videobearbeitung wichtig.

Wichtig ist nur, dass Sie auch regelmäßig ein Backup der wichtigsten Daten durchführen. Es nützt nichts, wenn die gesicherten Dateien seit Wochen oder Monaten veraltet sind. Es gibt viele günstige und gute Programme zur Datensicherung. Doch auch Windows XP bietet ein solches Tool an. Es heißt NTBackup und ist bei der Windows-XP-Pro-Version automatisch installiert. Sie finden es unter "Start/Alle Programme/ Zubehör/Systemprogramme/Zubehör". Ein Assistent führt Sie schnell und einfach durch die Bedienung.

Besitzen Sie Windows XP Home Edition, müssen Sie das Tool nachträglich installieren. Es befindet sich auf der Windows-Installations-CD. Im Verzeichnis "Valueadd/Msft/Ntbackup" liegt die Datei "ntbackup.msi". Per Doppelklick starten Sie die Installation. Das Tool finden Sie dann wie bei der Windows XP Pro Edition auf die bereits erwähnte Weise.

Je nachdem, wie oft Sie Ihre wichtigen Daten bearbeiten, sollten Sie das Intervall der Datensicherung wählen. Bei Privatanwendern muss es kein tägliches Backup sein, einmal im Monat ist jedoch das Mindeste. Wir empfehlen ein wöchentliches Backup. Der Assistent beim NTBackup hilft Ihnen, das Sicherungsintervall einfach festzulegen. Damit die Datensicherung nicht zu lange dauert, gibt es bei fast allen Backup-Programmen die Möglichkeit, ein inkrementelles Backup zu machen. Das bedeutet, dass nur die Daten gesichert werde, die seit dem letzten Backup bearbeitet wurden.

Vorsicht: Es nützt nichts, die Daten in einem Verzeichnis auf derselben Festplatte wie die Originaldaten zu speichern. Auch eine andere Partition auf demselben Laufwerk ist sinnlos. Geht die Platte kaputt, sind Original wie Kopie verloren. Speichern Sie immer auf ein physikalisch anderes Laufwerk. Besitzen Sie keine zweite Festplatte, verwenden Sie CDs oder DVDs. Verwenden Sie wiederbeschreibbare Medien. Mit diesen können Sie Multisession-CDs oder - DVDs anlegen, auf denen dann nur die Änderungen gebrannt werden, und sie lassen sich löschen, wenn der dort gespeicherte Datenbestand veraltet ist. Das spart Geld und bewahrt die Umwelt vor Plastikmüll.

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