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Teil 8: Xen: Viele Linux-Instanzen auf einem PC

Da aus einer unprivilegierten Linux-Instanz heraus kein X-Server gestartet werden kann, müssen andere Zugriffsmöglichkeiten auf die grafische Oberfläche der "domU"-Instanzen in Erwägung gezogen werden. Wir haben ausprobiert:

Xen: Viele Linux-Instanzen auf einem PC

© Archiv

SSH-Zugriff mit X-Forwarding auf die unprivilegierte Instanz:

ssh -X mattias@192.168.1.93

gefolgt vom Start des gewünschten Programms per Kommandozeile. Diese Möglichkeit funktioniert einwandfrei und erfordert nur den Start des SSHDaemons. Ein Nachteil ist, dass bei vielen verwendeten Fenstern schnell der Überblick verloren geht, welches Fenster zu welcher Instanz gehört.

Start eines Display-Manager ohne lokalem X-Server: Wie auf der Seite Feldversuch mit Kanotix beschrieben, müssen einige Konfigurationsdateien angepasst werden, bevor mit

X -query 192.168.1.93 :1

ein Login an der unprivilegierten Instanz angefordert werden kann. Alternativ können Sie mit

Xvnc -geometry 800x600 -query 
192.168.1.93 :1

einen VNC-Server in der dom0 starten, zu dem Sie mit

vncviewer localhost:1

verbinden. Diese Lösung erspart das Umschalten zwischen virtuellen Konsolen und die Sitzung bleibt aktiv, wenn das VNC-Fenster geschlossen wird.

Der Display-Manager startet den VNCServer. Tragen Sie dafür Xvnc mit seinen Startparametern in die Datei Xservers der unprivilegierten Instanz ein. Der Display-Manager ist in diesem Fall direkt per VNC verfügbar, was den Zugriff auch von Windows-Clients deutlich vereinfacht. Ein Nachteil gegenüber dem Umweg über Xvnc -query ist, dass nicht mehrere VNC-Instanzen gleichzeitig möglich sind.

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