Multimedialer Brückenschlag

Teil 8: Multimedia-Streaming in der Praxis

Die DLNA versucht, die im UPnP-AV-Standard offen gebliebenen DRM- und Formatfragen auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu bringen und veröffentlicht dazu Guidelines, die eine Interoperabilität zwischen DLNA-zertifizierten Geräten gewährleisten sollen. Zu den Mitgliedern zählen namhafte Firmen wie Intel, Microsoft, IBM sowie die großen Firmen der Unterhaltungselektronikbranche. So legt die DLNA unter anderem HTTP 1.0/1.1 als verbindliches Streaming-Protokoll fest.

Multimedia-Streaming in der Praxis

© Archiv

Des Weiteren muss jedes DLNA-zertifizierte Gerät als Minimalset die Formate LPCM für Audio, JPEG für Bilder sowie MPEG-2 für die Videowiedergabe unterstützen. Für die Geräteerkennung, -steuerung sowie Medienverwaltung kommt UPnP AV 1.0 zum Einsatz basierend auf IPv4. Als weitere (optionale) Medienformate sind AAC, AC-3, ATRAC3plus, MP3, WMA9 für die Audiowiedergabe, PNG, GIF, TIFF für die Bildwiedergabe sowie MPEG-1, MPEG-4, MPEG-4 AVC und WMV9 für die Videowiedergabe vorgesehen. Zusätzlich führt die DLNA spezielle Methoden wie Video Trick Modes ein: Das gezielte Auslassen von Einzelbildern beziehungsweise das auf I-Frames reduzierte Streamen ermöglicht ein schnelles Vor- und Zurückspulen in Videos.

Auch bezüglich DRM bietet die DLNA inzwischen Lösungen. So übernimmt der Digital Media Server das zentrale DRM-Management und wird damit zur DRM Domain. Etwaige Clients verbinden sich anschließend per Link Protection mit dem Server, werden dadurch zur Link Protection Domain und können die Inhalte dann ohne eigene DRM-Implementierung abspielen. Allerdings schreiben die Guidelines für Link Protection kein explizites Verschlüsselungsprotokoll vor - das holt Intel mit den Networked Media Product Requirements, kurz NMPR, nach. Die im März 2006 veröffentlichten erweiterten Guidelines beziehen nunmehr auch Gadgetswie mobile Video- und Audioplayer sowie Drucker und neben drahtgebundenen und WLAN-Netzwerken auch Bluetooth mit ein.

Mehr zum Thema

Tablet
Anleitung

Sie wollen Ihre TV-Sender live über das WLAN auf Smartphone, PC und Co. streamen? Wir zeigen drei Lösungen samt Anleitung.
Netflix Hauptmenü
Jahresübersicht

Unsere Release-Liste verrät alle bekannten Start-Termine zu neuen Netflix Serien und Originals für 2016 und 2017 in Deutschland.
Lustigste Werbespots EM 2016
Video
TV-Werbung

Zur EM 2016 streiten viele Werbespots im TV um Aufmerksamkeit - wir haben die lustigsten Clips aus aller Welt gesammelt.
Shutterstock Teaserbild
EM 2016, Mediatheken & Co.

EM 2016, Mediatheken & Co: Wer im Ausland via Internet deutsches Fernsehen streamen will, stößt auf Ländersperren. Diese VPN-Apps helfen.
video Referenz Blu-ray
Bildoptimierung leicht gemacht

Mit der neuen video Referenz Blu-ray kann jeder sein TV-Bild perfekt einstellen. Diese Ratgeber zeigt, wie es geht.