Das brauchen Sie

Kombination aus Flash-Speicher und Festplatte

Microsoft sieht traditionelle Festplatten trotz der hohen Datendurchsatzraten immer mehr als Flaschenhals. Eine Verbesserung der Performance versprechen sich die Entwickler von Flash-Speichern. Sie haben mittlerweile sehr schnelle Zugriffszeiten. Außerdem haben sie keine Komponenten, die beim Datenzugriff erst in Bewegung gesetzt werden. Festplatten sind außerdem nur dann wirklich schnell, wenn man auf Daten in den ersten Sektoren zugreift. Muss der Lesekopf bewegt werden, steigen die Zugriffszeiten an.

Hardware-Hammer Windows Vista

© Jan Kaden

Deshalb sind Hardware-Entwickler auf die Idee gekommen Flash-Speicher und Festplatten zu kombinieren.

Diese Hybrid-Festplatten (Hybrid Harddisk Drives) haben neben den Platten der eigentlichen Festplatte auch eine Speicherkarte mit eingebaut. Diese kann man als Zwischenspeicher (Cache) für wichtige Daten hernehmen. Die Software, die in Windows Vista für die Speicherverwaltung sorgt, heißt Windows ReadyDrive. Microsoft empfiehlt eine Cache-Größe von 256 MByte oder mehr. Weniger als 128 MByte würden keinen Sinn ergeben.

Ein weiterer Vorteil der Flash-Speicher ist, dass Sie Ihren Inhalt auch dann behalten, wenn der jeweilige Computer keinen Strom mehr hat. In günstigen Fällen kann diese Eigenschaft den Windows-Start beschleunigen. Beim Booten holt sich das Betriebssystem einen großen Teil der Daten vom Flash-Speicher.

Notebook-Besitzer werden noch einen weiteren Vorteil zu schätzen wissen: Dadurch, dass nicht ständig die Festplatte bewegt werden muss, sinkt der Stromverbrauch des Notebooks und die Akku-Lebenszeit verlängert sich.

Microsoft demonstrierte die neue Technik zusammen mit Samsung und Seagate  unter anderem auf der WinHEC im Mai. Laut Samsung werden die ersten Platten dieses Typs Ende 2006 auf den Markt kommen.

Wollen Sie nicht auf so ein Hybrid Harddisk Drive aufrüsten, können Sie als Alternative auch einen einfachen USB-Stick nach dem USB-2.0-Standard verwenden. Mit der so genannten Ready-Boost-Technik kann Windows Vista diesen Stick auch als Auslagerungsort für den Systemspeicher benutzen.

Das Verfahren soll laut Microsoft sicher sein. Der PC stürzt nicht ab, nur weil der Anwender im falschen Moment den Stick herauszieht. Diese Lösung ist trotzdem nicht so praktisch wie ein Hybrid Harddisk Drive. Wer möchte schon seinen USB-Stick ständig im Notebook stecken haben. Die Gefahr, den Stick zu beschädigen oder sich zu verheddern, ist viel zu groß.

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