Grundlagen

Teil 8: BIOS enträtselt

Bei den Komplettsystemen ist in den meisten Fällen das Disktettenlaufwerk, DVD-/CD-Laufwerk oder ein bootfähiger USB-Stick als First- Boot-Device eingetragen. Da Hardware-Komponenten und Betriebssystem nicht täglich geändert werden, können Sie die Festplatte als First-Boot-Device nehmen. Der Bootvorgang kann dadurch beschleunigt werden. Während des Bootens prüft bzw. initialisiert das BIOS aber immer noch einige Komponenten, wie zum Beispiel auch Diskettenlaufwerk. Benötigen Sie kein Floppy, so können Sie es im BIOS deaktivieren. Stellen Sie je nach BIOS-Version den Wert auf None oder Disabled.

BIOS enträtselt

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Erweitertes BIOS: Viele Einstellungen hier beeinträchtigen Ihr System enorm. Stellen Sie die Bootreihenfolge, SMART, Cache, Grafik und SPD ein.

Ein weiterer Vorgang ist die Initialisierung der Festplatten. Alle vier Kanäle des IDE-Controllers werden bei jedem Systemstart auf neu angeschlossene Festplatten durchsucht, wenn im BIOS unter IDE HDD Auto Detection die Werte auf Auto stehen. Findet es welche, so können die Laufwerke sofort angesprochen werden. Mit diesem Wert stehen Sie immer auf der sicheren Seite. Doch Vorsicht mit S-ATA-Festplatten: Das BIOS erkennt sie nicht automatisch. Zeitsparend, aber auch mit einem gewissen Risiko behaftet ist, wenn Sie die IDE-Festplatten manuell eintragen. Dazu müssen Sie die Werte kennen. In den meisten Fällen stellt das BIOS die Funktion Auto Detect zur Verfügung. Notieren Sie sich die Werte und tragen Sie sie in die entsprechenden Felder ein. Dieser Vorgang an sich beschleunigt zwar den Bootvorgang, holt aber nicht das Maximum an Leistung Ihrer Festplatte heraus.

Als erstes sollten Sie bei HDD S.M.A.R.T Capability den Wert auf Enabled stellen. Die Abkürzung steht für Self-Monitoring Analysis & Reporting Technology und überwacht Ihre Festplatte. Sobald sich ein Fehler ankündigen könnte, wie zum Beispiel Lesefehler oder schwankende Drehzahlen, meldet sich das Dienstprogramm durch ein akustisches Signal. Viele BIOS-Versionen unterstützen den HDD Block Mode. Mit dieser Funktion werden Ihre Daten auf der Festplatte in Blöcken und nicht byteweise übertragen, ganz gleich, ob es sich um IDE- oder S-ATA-Festplatten handelt. Das hat zur Folge, dass die Übertragung der Daten beschleunigt wird. Eine weitere Funktion mit der gleichen Auswirkung ist Data Port Post Write oder auch Burst Mode. Falls Ihr Mainboard diese Technik unterstützt, sollte der Wert hier auf Enabled stehen, um die Performance zu steigern.

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