Middle1
Ist der Datenunfall erstmal eingetreten, begegnen Sie ihm mit einer zeitnahen Sicherungskopie entspannter. Dass der Systemstart scheitert, ist allerdings noch kein Zeichen dafür, dass die Daten weg sind. Meldet das BIOS die Platte als nicht vorhanden oder defekt und ist die CMOS-Konfiguration intakt, sieht es schon böser aus. Ist die Festplatte noch ansprechbar und der Arbeitsspeicher in Ordnung, hilft oft ein Chkdsk /f, den Sie auf der Kommandozeile im abgesicherten Modus oder in der Wiederherstellungskonsole anweisen.
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Womöglich brauchen Sie die Option /r, um defekte Bereiche zu suchen und auszugrenzen. Das dauert seine Zeit, dafür müssen Sie nicht vor dem Rechner sitzen bleiben. Danach erlauben Sie einen regulären Neustart und holen sich von der Sicherung, was vielleicht verloren ging.
Brachte der Chkdsk -Durchlauf nichts, müssen Sie klären, ob es sich um einen Hardware-Fehler oder eine Misskonfiguration handelt. Gibt das Laufwerk im weiteren Betrieb auffällige Geräusche von sich, ist die Platte am Ende oder diesem sehr nahe. Nach wie vor vorhandene Lesefehler weisen auch darauf hin. Können Sie einen Controller-Fehler ausschließen, müssen Sie das Plattenlaufwerk austauschen. Mit einem zweiten Rechner oder einer neuen Festplatte probieren Sie später, was von der defekten noch zu retten ist.
Viele Backup-Programme und so ziemlich alle Image-Werkzeuge starten den Rechner auch von der Produkt-CD oder fertigen eine Bootdiskette dafür an. Damit fährt der PC auch ohne Windows in einem Modus hoch, der die Wiederherstellung gesicherter Daten von einer anderen Platte, aus dem Netz oder mit DVDs und Bändern ermöglicht. True Image mogelt sich sogar vor den regulären Windows-Start, wodurch es mit Ausnahme von Härtefällen keinen solchen Rettungsdatenträger braucht. Im WLAN wird es heikel. Viele Programme bringen dafür bisher keine geeigneten Treiber mit.