Blackberry Storm und Co gegen iPhone

Teil 7: Touchscreen-Handys im Vergleich

Nokia 5800 Xpress Music - das erste Touchscreen-Handy der Finnen ist ein Musiker

Um die hohen Erwartungen seiner Kundschaft an das erste Touchscreen-Modell aus dem Hause Nokia zu erfüllen, haben die Finnen eine neue Version ihres S60-Systems programmiert. Das Nokia 5800 versteht sich vor allem als erster Testballon dafür.

Selten war ein Nokia-Handy so lange im voraus angekündigt: Schon Ende 2007 erklärten die Finnen, dass ein Handy mit Touchscreen in Arbeit sei. Der Grund: Nach dem Marktstart des iPhone wurde Nokia immer und immer wieder gefragt, ob denn vom Marktführer Ähnliches zu erwarten sei. Die S60-Benutzeroberfläche werde auf Touchscreen-Fähigkeit umgebaut und ein entsprechendes Modell vorgestellt, hieß es. Das ist nun angekommen, nicht unbedingt auf leisen Sohlen, aber ein echter Paukenschlag blieb aus. Denn anders als viele erwartet haben, startet Nokia das Projekt Touchscreen nicht mit einem Topmodell der N- oder E-Serie, sondern mit einem Musikhandy. So preist Nokia das 5800 Xpress Music nicht nur für seine Finger-Bedienung, sondern auch für seinen günstigen Preis: Rund 400 Euro soll das gute Stück ohne Vertrag kosten und ist damit etwas billiger als die meisten anderen Touchscreen-Modelle. Mit subventioniertem Mobilfunk-Vertrag taucht es in einigen Angebotslisten bereits für 1 Euro auf.

Touchscreen-Handys im Vergleichstest

© Archiv

Nokias erstes Touchpad-Handy ist das 5800 Xpress Music.

Für jede Aufgabe die richtige Funktechnik

In Sachen Ausstattung kann sich das Gerät durchaus mit dem Apple-Heroen messen. Es funkt auf allen weltweit eingesetzten GSM-Frequenzen, beherrscht schnellen Datenverkehr per EDGE, UMTS und HSDPA sowie auch Wireless LAN. Dazu gibt's eine 3,2-Megapixel-Kamera und natürlich eine umfangreiche Musikausstattung. So bietet das Handy zwar nur 81 MB internen Speicher, doch Nokia legt eine 8 Gigabyte große Speicherkarte im MicroSDHC-Format bei. Auch ein Stereo-Headset liegt mit im Karton, das an der 3,5-mm-Klinkenbuchse oben am Gerät Anschluss findet. Etwas ungewöhnlicher ist der zusätzlich mitgelieferte kleine Ständer, mit dem das 5800 XpressMusic stabil auf dem Tisch stehend sein großes Display präsentiert; auch das Video-Out-Kabel, mit dem die Inhalte auf einen externen Monitor übertragen werden können, ist nicht alltäglich. Ganz zu schweigen von dem Gitarrenplektrum, das echte Rocker statt dem Eingabestift zur Bedienung zücken können.

Runderneuerte Bedienoberfläche

Doch eigentlich will das Menü so gestaltet sein, dass man Stift oder Plektrum gar nicht benötigt. Dazu hat Nokia seine S60-Oberfläche weiterentwickelt: S60 5th Edition heißt die neue Variante, die nun auch mit berührungsempfindlichen Displays funktioniert und obendrein einen überarbeiteten Startbildschirm bietet. Dort lassen sich die vier wichtigsten Kontakte samt Portraitfoto permanent einblenden. Darunter finden sich Links zu häufig verwendeten Funktionen und - wie bisher auch schon - zu anstehenden Terminen. In den unteren Menüebenen funktioniert das Ganze im Wesentlichen so, wie man es von aktuellen S60-Modellen kennt. Alle Schaltflächen sind aber so groß, dass sie sich auch mit bloßem Finger sicher treffen lassen. Anders als das iPhone, bei dem eine noch so sanfte Berührung der Glasoberfläche genügt, verlangt das 5800 Xpress Music jedoch leichten Druck bis es reagiert. Eine kurze Vibration bestätigt erfolgreiche Eingaben. Der Vorteil: Im Gegensatz zu Apples iPhone lässt sich das Nokia-Modell auch per Stift oder Fingernagel bedienen. Das empfiehlt sich spätestens bei der Eingabe von Text, denn so kann man die virtuelle Bildschirmtastatur leichter treffen. Auch wer mit der Handschriftenerkennung arbeiten möchte, tut sich mit Stift leichter. Zumal das 360 x 640 Pixel große Display etwas kleiner als am iPhone 3G ausfällt. Dafür ist die Auflösung deutlich höher. Die Verarbeitung überzeugt, wenngleich der Kunde von einem Handy dieser Preisklasse kein Luxusfeeling erwarten darf. Fazit: Auch wenn die Faszination des iPhone fehlt: Die Bedien-Oberfläche von Nokias erstem Touchscreen ist gelungen. Alles in allem ist das 5800 Xpress Music aber vor allem ein interessantes Musikhandy. Weitere Infos und technische Daten

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