Pokerstars Caribbean Adventure 2010

Teil 7: Pokerstars Caribbean Adventure 2010

13. Januar

Tsunami-Warnung auf den Bahamas! Das Erdbeben am Vortag auf Haiti, immerhin nur gute 600 Kilometer Luftlinie von uns entfernt, dessen gewaltigen und schrecklichen Ausmaße zu diesem Zeitpunkt noch niemand überblicken oder gar ahnen konnte, soll einen Tsunami ausgelöst haben und die Bahamas liegen exakt im Zielgebiet.Während die eine Hälfte der anwesenden Touristen (vorwiegend Amerikaner) panisch reagiert und sich fast umgehend in die oberen Stockwerke des Hotels zurückzieht, reagieren wir eher cool und analytisch. Sollte die Riesenwelle nämlich in der Tat kommen, dann würde sie von der anderen Inselseite her drohen, und da die Insel an die 25 Kilometer breit ist, wäre die WahTrotzdem ist mir nicht ganz wohl, als wir uns kurz vor Mittag auf den Weg zur Kommentatorenbox machen, denn heute stand das Finale des World Cups of Poker VI auf dem Programm. Die inoffizielle Poker-Mannschaftsweltmeis-terschaft. Für die Endrunde hatten sich die Teams aus den USA, Kanada und Italien (allesamt gesetzt), Deutschland (als Titelverteidiger) sowie Norwegen, Finnland, Kroatien, Chile und Taiwan qualifiziert.rscheinlichkeit eher recht gering, dass wir erfasst würden.

Pokerstars Caribbean Adventure 2010

© Archiv

Harrison Gimbel nimmt 2.200.000 Dollar mit nach Hause

Nach zwei hart umkämpften Vorrundentagen, in denen die einzelnen Spieler an 9er, 6er, 4er-Tischen und in Heads-ups Punkte für ihre Nation sammeln konnten, hatte Kroatien am erfolgreichsten abgeschnitten und ging daher mit den meisten Chips (100.000) ins Finale. Dicht gefolgt von Finnland (90.000), dann Kanada (80.000), Taiwan (70.000), Norwegen (60.000), Italien (50.000), USA (40.000), Deutschland (30.000) und Chile (20.000).

Das aber musste noch nicht viel heißen, denn die Struktur war zum einen sehr moderat mit recht geringen und langsam ansteigenden Blinds im Verhältnis zu den Stacks der Mannschaften und zum anderen brachte jeder Spieler zu Beginn zunächst erst nur 1/5 der Gesamtchips mit an den Tisch.

Alle Teams begannen zudem extrem vorsichtig und zurückhaltend und so dauerte es eine ganze Weile, bis es ernst wurde und die ersten Mannschaften vom Ausscheiden bedroht waren. Nachdem zunächst die Teams aus Chile (9.), Norwegen (8.) und Finnland (7.) den Tisch verlassen mussten, sah es für die deutsche Truppe um Captain Jan Heitmann recht ordentlich aus und man hatte sich chiptechnisch bereits an die führenden Nationen herangepirscht.

Das deutsche Team Schleswig-Holstein, bestehend aus Rasmus Ludke (23 Jahre, Kiel, Student), Sascha Cornils (23, St. Peter-Ording, Einzelhandelskaufmann), Ole Carstens (18, Bunsoh, Schüler), Frank Boerens (43, Holm, Kaufmann) sowie Pokerprofi Jan Heitmann machte zusammen mit dem Team aus Taiwan einen sehr ausgeglichenen und spielstarken Eindruck. Sollte die Titelverteidigung gelingen?

Als kurze Zeit später Italien auf Platz 6 ausschied, war das deutsche Team ein paar Minuten lang sogar Chipleader am Tisch und die Hoffnungen auf eine Wiederholung des Coups vom letzten Jahr wurden immer größer. Leider jedoch lief es danach nicht mehr ganz so rund und ein paar unglückliche Hände in Serie sowie ein missglückter Bluff dezimierten den deutschen Stack erheblich.

Als der am Tisch sitzende Rasmus Ludke dann aufgrund der mittlerweile sehr hohen Blinds quasi gezwungen war, All-in zu gehen, rannte er in AJ der kanadischen Mannschaft. Keine Hilfe vom Board und Deutschland musste sich mit Platz 5 für 10.000 $ (2.000 $ je Teammitglied) zufriedengeben.

Kurze Zeit danach erwischte es die US-Amerikaner um Teamcaptain Vanessa Rousso, die mit einem Paar 4er All-in gegangen war und von Raymond Wu, dem taiwanesischen Kapitän, mit KJ von Kreuz gecalled wurde.

Wu machte den Flush und schickte Team USA, die für Platz 4 aber bereits 30.000 $ einstreichen durften, an die Rail. Als dann Team Kanada mit einem All-in Push in die Könige von Raymond Wu lief und ebenfalls keine Hilfe vom Board bekam und auf Platz 3 für 50.000 $ ausschied, stand das überraschende Heads-up zwischen Kroatien und Taiwan fest.

Hier ging es dann doch relativ zügig zur Sache und da die Taiwanesen bereits einen gewaltigen Vorsprung an Chips erspielt hatten, mussten die Kroaten das Risiko erhöhen. Bereits nach wenigen Händen, als Kroatien mit J9 All-in gegangen war, von Taiwan mit A2 gecalled wurde und das Board auch keine Hilfe für die Kroaten brachte, stand das Team aus Taiwan als neuer und verdienter Mannschaftsweltmeister und Sieger des World Cups of Poker VI fest.

Die Mannschaft um Captain Raymond Wu war neben dem deutschen Team zweifellos personell am stärksten besetzt und hatte zudem in den entscheidenden Momenten auch Fortuna an ihrer Seite.

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