Die Saug-WM 2006

Teil 7: Illegale Download-Quellen im Vergleich

Usenet-Downloads sind den anderen vorgestellten Varianten in fast allen Belangen überlegen. Im Gegenzug muss der User aber Geld ausgeben, da die kostenlosen Newsserver, wie sie etwa von Unternehmen und Bildungseinrichtungen unterhalten werden, in der Regel keine alt.binaries-Newsgroups hosten. Hier helfen Newsserver-Provider wie Surfino (www.surfino.com), Giganews (www.giganews.com) und Ultrafeed (www.ultrafeed.com). Weitere Kosten fallen für die Nutzung eines Newsreaders an. Zwar ist der Zugang zu den Newsgroups auch mit Freeware, etwa Power Grab 2002 (keine Homepage) oder Grab It 1.61 (www.shemes.com) möglich, richtig Spaß macht das Ganze aber nur mit einem Client, der über eine integrierte Suchfunktion verfügt. Erste Wahl für Power-User ist Newsleecher 3.5 (www.newsleecher.com).

Illegale Download-Quellen im Vergleich

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Dateiauswahl: Ob 0-Days, Rips oder Isos - die Anzahl der zum Download angebotenen Dateien ist riesengroß. Allein in den alt.binaries.*- Newsgroups werden täglich hunderttausende Dateien gepostet. Aktuelle Musikstücke und Oldies finden sich ebenso wie brandneue Software und PC-Spiele sowie alle Arten von Videos. Und da jeder Usenet-Nutzer auch als Requests bezeichnete Anfragen posten kann, ist die Chance groß, auch an nicht mehr ganz so aktuelle Dateien zu kommen.

Bei der Auswahl des passenden Newsservers achten echte Sauger darauf, dass die Vorhaltedauer (Retention) der Dateien mindestens 40 Tage beträgt.

Illegale Download-Quellen im Vergleich

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Der mit Abstand einfachste Weg, um bestimmte Dateien in den Newsgroups aufzustöbern, ist die Nutzung von Newsleecher 3.5.

Dateisuche: Bei diesem Kriterium ist zwischen zwei Anwendungsszenarien zu unterscheiden. Nutzer, die mit einem Newsreader ohne Suchroutine auf das Usenet zugreifen, haben kaum eine Chance, spezielle Inhalte zu finden. Zwar sind nahezu alle News-Clients mit einer Suchfunktion ausgestattet, doch diese Funktion beschränkt sich auf die Suche innerhalb der bereits auf Festplatte geladenen Dateibeschreibungen (Header). In der Praxis muss der User also täglich seine abonnierten Newsgroups scannen, bevor er die Suchfunktion nutzen kann.

Das ist unkomfortabel und verursacht erheblichen Traffic. Alternativ dazu können sich Anwender auf speziellen Webseiten wie Newzbin.com und Binsearch.info über neue Postings informieren. Wer aber dasMaximum aus dem Usenet holen will, kommt nicht um den Kauf des Clients Newsleecher 3.5 mit Super-Search-Funktion (29,95 US-Dollar pro Jahr) herum. Denn Super Search erlaubt es dem User, alle Newsgroups nach beliebigen Stichwörtern zu durchsuchen - ohne vorher die Header laden zu müssen.

Geschwindigkeit: Die Datenübertragungsrate hängt vom gewählten Newsserver ab. Bei gut ans Netz angebundenen Servern ist diese in fast allen Fällen maximal, entspricht also der kompletten Bandbreite der Internetverbindung, über die der Nutzer verfügt. Lediglich FTP-Downloads übertreffen in Einzelfällen aufgrund ihres, für den Datentransfer optimierten Übertragungsprotokoll, das Usenet.

Sicherheit: Nahezu alle Newsserver-Betreiber behaupten, keine Serverlogs zu speichern. Da solche Angaben aber nicht nachzuprüfen sind, sollte sich kein User in falscher Sicherheit wiegen. Gefährdet sind derzeit aber nur Nutzer, die selbst regelmäßig urheberrechtlich geschützt Dateien hochladen. Gefahr durch Viren und ähnliche Schädlinge droht im Usenet durchaus. Besonders gerne werden Viren als Cracks und Key-Generatoren verpackt, da solche Dateien schnell hochgeladen sind. Fakes sind selten, da sich kaum ein Spaßvogel die Mühe macht, große Dateien hochzuladen, deren Inhalt nicht der Beschreibungen entspricht.

Fazit: Das Usenet ist für Sauger illegaler Inhalte ganz klar die erste Wahl, denn es verpricht auf schnellstem Wege aktuelle Software, Musik und Filme. So viel "Komfort" hat allerdings seinen Preis: Die Nutzung eines Newsservers kostet Geld.

Illegale Download-Quellen im Vergleich

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Obwohl im Web eine Reihe spezieller Seiten die Inhalte von Download-Channels auflisten, ist das Herunterladen aus dem IRC eine alles andere als bedienerfreundliche Angelegenheit.

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