Das brauchen Sie

TPM-Module bei Windows Vista?

Als Windows Vista noch den Codenamen Windows Longhorn trug, verbreitete die Abkürzung NGSCB (Next Generation Secure Computing Base) Angst und Schrecken. Mit Hilfe eines speziellen Bausteins auf dem Mainboard eines PCs, TPM (Trusted Platform Module) genannt, sollte ein Rechner eindeutig identifizierbar werden.

Dieser Baustein speichert und verwaltet in erster Linie Schlüssel wie sie für Kodierungen nach dem Public-Key-Standard benutzt werden. Nebenbei kann er auch einfache Verschlüsselungsoperationen selber durchführen.

Mit diesem Modul und entsprechenden Tools des Betriebssystems wären ausgefeilte Kopierschutzmechanismen möglich gewesen. Programme und vor allem Musik und Filme ließen sich nur noch auf bestimmten Rechnern ausführen. Man könnte genau festlegen, wer bestimmte Dokumente zu Gesicht bekommt. Ändert der Benutzer zu viel an der Hardware seines Computers, ließe sich am Ende nicht einmal das Betriebssystem starten.

Hardware-Hammer Windows Vista

© Jan Kaden

Am besten funktioniert die Laufwerksverschlüsselung BitLocker mit einem TPM-Modul auf dem Mainboard.

Alle diese Anwender-Alpträume werden in der ersten Windows-Vista-Version noch nicht Wirklichkeit werden. Trotzdem unterstützt das Betriebssystem bereits TPM-Module für die Verschlüsselung von Laufwerken.

Windows Vista wird dem Anwender zwei verschiedene Methoden anbieten. Da ist zunächst die Standard-Verschlüsselung, die genau so funktioniert wie unter Windows XP.

Die Enterprise- und Ultimate-Edition von Windows Vista werden zusätzlich die Verschlüsselung mit dem Modul Bit-Locker enthalten. Um mit BitLocker richtig arbeiten zu können, braucht der jeweilige Rechner ein TPM-Modul, das den Standard 1.2 unterstützt.

Mit dessen Hilfe kann man nicht nur die gesamte Windows-Partition verschlüsseln, sondern auch überprüfen, ob die verschlüsselte Festplatte noch im selben Notebook oder Desktop-Rechner mit dem selben Betriebssystem steckt.

Diese TPM-Module werden seit längerem in einigen Notebook-Modellen verbaut. Hersteller, die TPM-Notebooks im Angebot haben, sind zum Beispiel Fujitsu Siemens (www.fujitsusiemens.de) und Lenovo (www.lenovo.com).

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