Digitale Fotos - Fragen und Antworten

Teil 7: Großer Foto-Ratgeber: Kamera-Zubehör

AF: Das Kürzel AF steht im Allgemeinen für den so genannten Autofokus. Hierbei stellt die Kamera selbstständig das Bild scharf. Manuelles Scharfstellen per Hand entfällt gänzlich.

Aufhellblitz: Diesen schwachen Blitz setzt man immer dann ein, wenn bei Gegenlichtaufnahmen gewisse Schatten aufgehellt werden sollen. Die allgemeine Beleuchtung des Motivs, wie beim Normalblitz, ist hierbei nicht das Ziel.

Auflösung: Die Auflösung misst, wie viele Bildpunkte ein digitales Bild vertikal und horizontal besitzt. Das Maß wird in Bildpunkten, den so genannten Pixel angegeben. Je höher die Auflösung, desto besser ist der optische Eindruck vom gesamten Bild und es lassen sich in der Regel ohne Probleme Bildausschnitte anfertigen.

Großer Foto-Ratgeber: Kamera-Zubehör

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Bildqualität (Kompression): Je höher Sie die Bildqualität wählen, desto weniger ist ein Bild komprimiert. RAW- und TIFF-Format bieten die beste Qualität, sie speichern die komplette Bildinformation. Je höher die Kompression, umso mehr Bildinformationen werden weggerechnet. Hinzu kommt, dass sich das bei jeder Bildbearbeitung fortsetzt. Je öfter Sie ein JPEG-Bild verändern und speichern, umso schlechter wird die Qualität. Für eine umfangreiche Bildbearbeitung sollten Sie die Fotos im RAW- oder TIFF-Format speichern.

Messmethoden (Belichtung): Viele Digitalkameras bieten verschiedene Messmethoden, um die Belichtung eines Motivs zu berechnen.

Die mittenbetonte Messung ist das beste Mittel, um die Belichtung schnell und einfach auf wichtige Bereiche abzustimmen. Diese Einstellung empfiehlt sich für Schnappschüsse.

Eine Weiterentwicklung stellt die Matrixmessung dar, sie findet sich aber meist nur in hochwertigen Kameras. Hier lassen sich mehrere relevante Bereiche des Motivs ausmessen, das System errechnet dann den optimalen Mittelwert.

Die Spotmessung kommt bei schwierigen Belichtungssituationen zum Einsatz. Sie optimiert die Belichtung für einen Punkt des Motivs und ignoriert die Lichtverhältnisse der Umgebung.

Eine weitere Funktion ist die automatische Belichtungsreihe. Mit dieser Funktion macht die Kamera innerhalb eines vorgegebenen Bereichs in der Reihenfolge "Idealwert - Unterbelichtung - Überbelichtung" drei Aufnahmen. Bei schwierigen Lichtsituationen erhöht sich so die Chance auf einen Treffer. Diese Funktion setzen auch Berufsfotografen ein, um bei ständig wechselnden Lichtverhältnissen den Idealwert schnell zu finden.

Weißabgleich: Verschiedene Lichtquellen haben unterschiedliche Farbtemperaturen, die in Kelvin (K) angegeben wird. Tageslicht leuchtet mit 5.500 bis 6.500 K; Glühlampen mit 2.800 K und Neonlicht mit 3.000 K. Blitzlicht entspricht dem Tageslicht. Je niedriger die Farbtemperatur, desto rötlicher, je höher die Farbtemperatur, desto bläulicher erscheint die Farbgebung.

Der automatische Weißabgleich ermittelt anhand der Farbmengen des Motivs, um welche Lichtquelle es sich handelt. Tückisch ist eine Beleuchtung von zwei Lichtquellen, beispielsweise einer Innenbeleuchtung und hereinfallendes Tageslicht. Hier kann die Automatik straucheln. In solchen Situationen oder für eine individuelle Bildgestaltung sollten Sie den manuellen Weißabgleich wählen. Über das Kameradisplay lässt sich die manuelle Anpassung begutachten.

ISO-Wert (Lichtempfindlichkeit): Bei Digitalkameras wird damit die Lichtempfindlichkeit des Bildwandlers im Vergleich zu einem herkömmlichen Fotofilm angegeben. Je geringer der ISO-Wert, umso mehr Licht benötigt der Bildwandler, um ein Foto zu erzeugen. Steht weniger Licht zur Verfügung, stellt man den ISO-Wert höher ein, was allerdings bei den meisten Digitalkameras ein erhöhtes Bildrauschen zur Folge hat. Die ISO-Werte reichen bei vielen Kameras der Mittelklasse von ISO 25 bis ISO 800. Nutzen Sie diese Einstellmöglichkeit.

Histogramm: Im Display vieler Digitalkameras lässt sich ein Histogramm einblenden. Dieses Diagramm zeigt an, wie sich die Helligkeit eines Bildes von Schwarz (am linken Rand) bis Weiß (am rechten Rand) verteilt. Weist ein Motiv deutliche Kontraste auf, sollte die gesamte Breite des Histogramms mit nennenswerten Ausschlägen gefüllt sein. Fehlt trotz heller Motivstellen ein Ausschlag im hellen Bereich, dann ist das Foto unterbelichtet. Schlägt der Balken im weißen Bereich sehr weit aus, obwohl kaum helle Stellen im Motiv zu finden sind, wird das Foto überbelichtet.

Großer Foto-Ratgeber: Kamera-Zubehör

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In unserem Beispiel sehen Sie große Ausschläge im dunklen Bereich. Hier wird der Kurvenverlauf durch das sehr dunkle Motiv beeinflusst und kann so problemlos übernommen werden.

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